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Handys bleiben unfreiwillig am Flughafen-Fundbüro

Selten Reklamation verlorener Mobilgeräte

14.09.2006

Am Londoner Flughafen Heathrow werden jeden Tag im Durchschnitt fünf Notebooks und zehn Mobiltelefone im Fundbüro abgegeben, nur 60 Prozent der Besitzer melden sich. Während der Verlust von Notebooks fast immer zu einer Reklamation führt, bleiben verloren gegangene Handys meist in der Fundstelle zurück. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Studie "Mobile Device Security at Airports" des Software-Hersteller Pointsec Mobile Technologies. Neben der großen Anzahl vergessener Mobilgeräte heben die Studienautoren hervor, dass ein Viertel der gefundenen Objekte über keinerlei Zugangssicherung verfügte. "Viele haben sowohl private als auch geschäftliche Informationen auf ihren Geräten gespeichert. Oft realisieren die Besitzer jedoch nicht, wie wertvoll die Information auf ihren Mobiltelefonen und Notebooks für Hacker, Konkurrenten oder Diebe sein kann", so Pointsec-CEO Peter Larsson.

Auch auf anderen internationalen Flughäfen steigt die Zahl der gefundenen und nicht abgeholten Mobilgeräte. So ergab die Studie, dass in Schweden zwar alle gefundenen Laptops reklamiert, aber nur 60 Prozent der Mobiltelefone wieder von ihren Besitzern abgeholt wurden. In Norwegen melden sich durchschnittlich nur zehn Prozent der Handyinhaber, während 95 Prozent ihre verloren gegangenen Notebooks suchen. Auch in Australien liegt der Prozentsatz der in der Fundstelle reklamierten Laptops bei nahezu 100 Prozent, am Flughafen Brisbane wurde dagegen keines der gefundenen Handys von seinem Besitzer vermisst. "Mobilgeräte sind heute billig, bei Verlust kümmern sich deshalb nur wenige Besitzer um eine Reklamation. Sie wissen, dass ihr Unternehmen ihnen vermutlich das alte gegen ein neues, technisch besser ausgestattetes Gerät ersetzt", so Larsson. In Großbritannien erkannten die Studienautoren einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg vergessener Laptops und der Erhöhung der Sicherheitsbestimmungen. Seit der britische Flughafenbetreiber BAA Flugpassagiere bei Bodenkontrollen zum Vorzeigen der Notebooks auffordert, stieg die Zahl der gefundenen Geräte deutlich an. Es wird vermutet, dass deren Besitzer sie nach der Kontrolle ablegen, jedoch darauf vergessen die Laptops wieder einzupacken.

Nach drei Monaten im Fundbüro werden nicht reklamierte Mobiltelefone, Notebooks und PDAs zur Auktion freigegeben. Vor allem bei nicht gesicherten Geräten entsteht hier die Gefahr von Datendiebstahl, einhergehend mit möglichen Schäden für die Besitzer oder deren Arbeitgeber. Laut Pointsec sind allein Großbritannien jährlich rund 100.000 Menschen von Datendiebstahl betroffen, die dadurch entstehenden Kosten liegen bei rund 1,7 Mrd. Pfund (2,5 Mrd. Euro). Die Studienautoren raten den Reisenden, Mobiltelefone und Notebooks durch Passwörter vor unbefugten Zugriff zu schützen oder den Verlust zumindest zu reklamieren, um so dem Missbrauch wichtiger Informationen vorzubeugen.

Quelle: pt

 

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