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Handy gestohlen : Im Urlaub kann das teuer werden

Ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen, damit Sie nicht selbst Opfer eines Handydiebstahls werden.

03.08.2009

Pro Tag werden in Österreich etwa 80 Handys gestohlen. Jährlich werden durchschnittlich etwa 28.000 Fälle von Handydiebstahl angezeigt, ca. 13.600 davon in Wien. Die Chance, sein Mobiltelefon wiederzubekommen, ist gering: Die Aufklärungsquote beträgt etwa sechs Prozent (in Wien ca. 4 %). Rund jeder zweite gefasste Täter ist jünger als 21 Jahre, etwa 30 % aller ermittelten Tatverdächtigen in Wien sind 14 bis 17 Jahre alt. "Die Motive für Handydiebstahl sind unterschiedlich, meist werden die Geräte weiterverkauft, um rasch an Geld zu kommen. Das ist über das Internet auch für Jugendliche schnell möglich. Selbst wenn der Täter gefasst wird, ist es dann schwierig, das Handy zu finden", sagt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Landesstelle Wien im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Umso wichtiger ist es, sein Handy beispielsweise nie unbeaufsichtigt am Tisch im Restaurant oder im Urlaub am Strand liegen zu lassen. Nach jedem Gebrauch sollte man sein Mobiltelefon in der Tasche verstauen. Das hilft allerdings nur, wenn man auch die Tasche im Auge behält und sie nicht achtlos auf dem Boden abstellt oder über die Sessellehne hängt. Sicher verwahrt ist das Handy nur, wenn die Tasche verschlossen ist. Andernfalls kann es nicht nur herausfallen, sondern ist auch für Täter anziehend ebenso wie Handys, die sichtbar im Auto liegengelassen werden.

Sofortiges Sperren des Handys bewahrt vor hohen Rechnungen

Aufpassen muss man vor allem in dichtem Gedränge z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Urlaub bei Menschenansammlungen wie etwa vor Sehenswürdigkeiten. Hier können Handys beim Vortäuschen eines Remplers leicht aus der Tasche gezogen werden. Abzuraten ist von der Verwahrung in Außentaschen oder beispielsweise im Rucksack. "Vor allem im Urlaub kann ein gestohlenes Handy teuer werden, nämlich dann, wenn Diebe damit telefonieren und die Urlauber mit der nächsten Handyrechnung teure Roaming-Gebühren erwarten", erklärt Robatsch. Wird das Handy nicht sofort nach Verlust gesperrt und der Diebstahl angezeigt, kann es zu Problemen rund um die offene Rechnung kommen.

Beim Sperren des Handys sollte man die 15-stellige IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identifier), die unverwechselbare Seriennummer des Mobiltelefons, angeben. Damit kann der Mobilfunkbetreiber das Handy blockieren und es so für den Dieb nutzlos machen, selbst wenn eine neue SIM-Karte eingelegt wird. Die IMEI-Nummer erhält man bei den meisten Handys, indem man die Tastenfolge *#06# eintippt. Auch im Inneren des Handys unter dem Akku aufgedruckt sowie auf der Originalverpackung ist die IMEI-Nummer zu finden. In manchen Ländern wie z.B. Großbritannien oder in den Niederlanden wird die IMEI-Nummer von der Polizei dazu genutzt, um gestohlene Handys zu orten - das führte zu einem Rückgang der Handydiebstähle, da die Wahrscheinlichkeit gefasst zu werden höher ist.

Was tun BEVOR das Handy weg ist?

"Mit dem gestohlenen Handy sind auch die auf dem Telefon gespeicherten Daten wie Telefonnummern weg. Zur Sicherheit sollten daher Fotos, Musikdateien, wichtige E-Mails oder Textnachrichten sowie Adressen und Telefonnummern gesichert werden", rät Robatsch. Bei den meisten Handys geht das mithilfe eines Kabels oder anderen Übertragungsmöglichkeiten auf den PC. Wichtig ist, dass die IMEI-Nummer gut aufbewahrt wird und im Fall eines Diebstahls bereit liegt. Besonders bei teuren und neuen Modellen sollte man sich mit der Präsentation besonderer Features in der Öffentlichkeit zurückhalten, denn das kann das Interesse der Diebe wecken.

Quelle: KfV

 

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