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Handy Notruf - Im Notfall wertvolle Zeit gewinnen

Mobile "Notrufsäule" Handy macht das Leben sicherer

Bildquelle: Forum Mobilkommunikation
"Mit dem Aufbau flächendeckender Mobilfunknetze in Österreich hat das Handy eine wichtige und unverzichtbare Funktion als Lebensretter übernommen", erklärte Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forums Mobilkommunikation, anlässlich eines Vortrags beim IIR-Jahreskongress "Mobilfunkmarkt 2004" in Wien. Dabei wurden auch Daten über die Nutzung von Mobiltelefonen in Notfällen präsentiert. Welche Rolle die "mobilen Notrufsäulen" für die über 6,8 Millionen Handyuser im Fall der Notrufalarmierung spielen, das hat das Forum Mobilkommunikation bei der Wiener Rettung erhoben sowie bei Rettungsorganisationen im ländlichen Bereich und bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im gesamten Bundesgebiet nachgefragt.

Im Rahmen der Studie "Lebensrettung durch das Handy" wurden im Zeitraum Oktober bis Dezember 2003 bei der Wiener Rettung eingehende Anrufe ausgewertet. 69% der Anrufe erfolgten über das Festnetz, 29% über das Handy und 2% über öffentliche Telefonanlagen. Bei akuten Erkrankungen, die fast 94% der Anrufe ausmachten, belief sich der Handyanteil auf beachtliche 27%, und das, obwohl 80% aller Anrufe in Wohnungen getätigt wurden, die fast durchwegs über Festnetzanschlüsse verfügen. Hoch einzuschätzen ist dieser Anteil auch deshalb, weil fast zwei Drittel der akut Erkrankten über 60 Jahre alt waren, eine Altersgruppe, in der die Nutzung mobiler Kommunikation weniger verbreitet ist als bei Jüngeren.

Bei Notfallverständigungen im Fall von Verletzungen wurden 54% der Alarmierungen von Handys durchgeführt. Besonders bei Unfällen auf Straßen und im freien Gelände überwog naturgemäß der Notruf über das Handy. Ein wichtiger Punkt ist, dass sowohl nach akuten Erkrankungen als auch nach Verletzungen bei einem Notruf mittels Handy die Anzahl der Todesfeststellungen nach Eintreffen der Rettung deutlich geringer ist. Bei Verletzungen ist das sogar nur ein Drittel im Vergleich zu Anrufen über das Festnetz. Entscheidend dafür ist der Zeitgewinn bei Verständigung über das mobile Sicherheits-Netz.

Freiwillige Feuerwehren, Berg- und Wasserrettungen und Gendarmerie in ganz Österreich schätzten den Anteil des Handys bei der Erstalarmierung in Notfällen auf durchschnittlich ca. 68 %. Als wesentliche Vorteile der Handyalarmierung wurden der Zeitgewinn durch schnelle Verständigung, die örtliche Flexibilität, die Möglichkeit, via Handy Anweisungen zur Erstversorgung zu geben, sowie die bessere Planbarkeit von Einsätzen angegeben.

Eine Umfrage bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im gesamten Bundesgebiet ergab, dass bei diesen ca. 45% aller Notrufe via Handy eingehen. 96% aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte besitzen ein Handy, das 68% von ihnen häufig im Beruf nutzen.

Den Wert flächendeckender Mobilfunknetze erkennen auch immer mehr Gemeinden. Als Beispiel legte Barmüller eine aktuelle Resolution des Gemeinderates in Halltal im Bezirk Bruck an der Mur vor, in der die Mobilfunkbetreiber "um dringenden Ausbau bzw. Errichtung von Mobilfunkanlagen" ersucht werden. Wörtlich heißt es in der Begründung der Resolution: "Das Gemeindegebiet von Halltal umfasst eine Fläche von 74,48 km2 und weist einen Waldanteil von ca. 80 % auf. Die Gemeinde Halltal wird einerseits jährlich von Tausenden Wanderern, Fußwallfahrern, Mountainbikern und Tagestouristen besucht, andererseits sind die mit der Waldarbeit Beschäftigten naturgemäß einem großen Berufsrisiko ausgesetzt und es stellt daher die Unterversorgung bzw. gänzliche Nichtversorgung der mobilen Kommunikationsmöglichkeiten ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko dar."


 

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