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Handy-Branche nimmt Senioren ins Visier

Umsatz steigt bis 2010 auf neun Mrd. Euro

26.05.2006

Nach den Internetdienstleistern haben nun auch die Mobilfunkanbieter die Generation 50plus als lukratives Kundensegment für sich entdeckt und wollen ihr Geschäft entsprechend ausbauen. Das Vertriebspotenzial scheint enorm. Nach Berechnungen von Steria Mummert Consulting telefoniert derzeitnur jeder zweite über 50mobil. Bis 2010 könnten dank verstärkter Anstrengungen der Provider neun Millionen neue Kunden unter den "Junggebliebenen" gewonnen werden. Der Umsatz soll in den kommenden Jahren auf bis zu neun Mrd. Euro anschwellen.

"Bisher haben die Mobilfunkanbieter diese Kundengruppe definitiv vernachlässigt", erklärt Bernd Janke, Telekommunikationsexperte bei Steria Mummert. So gebe es erst seit rund zwei Jahren Endgeräte für "reifere" User mit großem Display und wenig Tasten. Mittlerweile bieten aber auch Verbände Workshops an, in denen man den Umgang mit Handy und Datendiensten lernen kann. Potenzial sieht Janke dabei vor allem im Bereich Mobile Health. So könnte das Handy für die Werteüberwachung bei Zuckerkranken eingesetzt werden. Auch für die Analyse von Bluthochdruck-Patienten seien schon entsprechende Projekte angelaufen, so Janke.

Um die Senioren vom mobilen Telefonieren zu überzeugen, sollten die Anbieter aber geeignete Marketingstrategien entwerfen. "Die Generation 50plus ist anders als die Teenager sehr sensibilisiert und will wissen, was sie für ihr Geld bekommt", meint Janke. Deshalb müssten die Provider auf Transparenz und Verständlichkeit setzen. Im Internet-Bereich haben sich die 50- bis 69-Jährigen als attraktive Zielgruppe etabliert. Besonderer Beliebtheit erfreut sich etwa der Online-Einkauf von Lebensmitteln, Medikamenten, Lottoscheinen und Nahrungsergänzungsmitteln.

Quelle: pte

 

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