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Frauen schlagen Männer beim Online-Shopping

E-Commerce-Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft

12.03.2007

Frauen haben Männer beim Online-Shopping überholt. Wie eine Studie von EuPD Research im Auftrag des Online-Bezahldienstes Paypal ergeben hat, ist der Anteil von Frauen, die online einkaufen auf 52,6 Prozent gestiegen. Vor zehn Monaten lag der Anteil noch bei 50,3 Prozent. Frauen spielen also nicht mehr nur in den physischen Einkaufszonen eine tragende Rolle, sondern verlagern ihren Einkaufsbummel zunehmend ins Netz. "Der Anstieg von Online-Käuferinnen hängt auch mit der Erweiterung der Produktkategorien im Netz zusammen", ist sich Roland Fesenmayr, Leiter der Fachgruppe E-Commerce beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sicher. "Wenn eine Studie wie die von PayPal zu diesen Ergebnissen kommt, bestätigt es, dass mit der zunehmenden Reichweite des Mediums Internet das Nutzungsverhalten mehr und mehr den soziodemographischen Strukturen der Gesellschaft entspricht", so Fesenmayr weiter.

So seien immer noch die für Männer interessanten Produktkategorien im E-Commerce dominant, während typische Frauenprodukte wie Lebensmittel und Kleidung im Netz noch unterrepräsentiert sind, so Fesenmayr. Der Verkauf von Lebensmittel über das Internet habe laut Fesenmayr noch viel Potenzial. "Derzeit beträgt der Umsatz mit Lebensmitteln im E-Commerce 120 Mio. Euro. Für 2007 erwarten wir für den gesamten E-Commerce einen Umsatz von 18 bis 19 Mrd. Euro", betont Fesenmayr. Torsten Schwarz, Leiter des Bereichs Online beim Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco), ist jedoch der Überzeugung, dass Frauen als Kundinnen im Netz nicht so wichtig sein werden wie im physischen Handel. "Das Kaufverhalten von Frauen ist charakterisiert durch den Bummel und der Kauf kommt einem Erlebnis gleich. Einkaufen im Internet ist in erster Linie bequem, aber kein Kauferlebnis wie im physischen Handel", sagt Schwarz.

Was in Studien über das Online-Nutzungsverhalten jedoch nicht berücksichtigt wird, ist, dass 79,2 Prozent aller Kaufentscheidungen in Europa von Frauen getroffen werden, wie Anke Fabian, selbstständige Marketing-Expertin, unterstreicht. Diese Tatsache spiegle sich aber kaum in den Marketingabteilungen der Unternehmen wider, die Produkte abseits von Kosmetika und Mode herstellen, findet Fabian. "Es geht ja darum wie ich die Produkte an die Frau bekomme", erklärt Fabian weiter. Denn Frauen bräuchten dieselben Dinge wie Männer, betont Fabian.

Das Kaufpotenzial der Frauen ist im E-Commerce noch längst nicht ausgeschöpft. Dasselbe gilt allerdings für den österreichischen E-Commerce generell. Der BVDW rechnet in diesem Jahr mit einem Gesamtumsatz des E-Commerce in der Höhe von 18 Mrd. Euro. "Das Potenzial schätzen wir aber auf 100 Mrd. Euro. Das bedeutet, dass wir derzeit nicht einmal 20 Prozent dessen erreichen, was in Zukunft über E-Commerce abgewickelt werden wird", sagt Fesenmayr.

Quelle: pt

 

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