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Fingerabdruck ersetzt Passwort am PC

80 Prozent aller Passwörter können in 30 Sekunden geknackt werden

11.01.2007

Das österreichische Biometrieunternehmen ekey biomteric systems GmbH hat mit "ekey logon" ein Kennwortmanagementsystem auf Basis einer biometrischen Fingerprinterkennung vorgestellt. "User verwenden meist zu einfache Passwörter. 80 Prozent aller Kennwörter können mit im Web verfügbaren Recovery-Tools in weniger als 30 Sekunden geknackt werden. Mit unserem System werden die Sicherheit und der Komfort gesteigert sowie das Vergessen von Passwörtern unmöglich gemacht", sagt ekey Marketing-Manager Signot Kledorfer. Mit ekey logon verfüge der Benutzer nur mehr über ein Kennwort, den Fingerabdruck, erklärt Kledorfer. In Unternehmen schütze die Entwicklung vor Missbrauch, in den eigenen vier Wänden vor unbeabsichtigtem Löschen durch andere PC-User.

Passwörter und Login-Daten stellen ein zunehmendes Risiko für Anwender und Unternehmer dar, sind die ekey-Firmenchefs überzeugt. "Meistens werden dieselben Zugangsdaten für mehrere Zugänge verwendet oder die Passwörter werden auf Post-its beim Arbeitsplatznotiert. Diese Daten sind damit leicht zu entwenden und stellen für den Einzelnen aber vor allem auch für Unternehmen ein großes Sicherheitsproblem dar", führt Geschäftsführer Leopold Gallner aus. Als weitere Sicherheitslücke werden ungesperrte Firmencomputer ausgemacht. "Mehr als 85 Prozent der Unternehmen verzichten auf das automatische Sperren der PCs durch den Bildschirmschoner, sobald der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlässt", so Kledorfer. Als Grund dafür wird die Bequemlichkeit der User ausgemacht. "Es ist einfach mühsam und lästig jedes mal UserID und Kennwort einzugeben", so Kledorfer. Beim ekey-System reicht es zum Anmelden, den Finger über den Scanner zu führen.

Kernstück der ekey-Verwaltung ist das Kennwort-Management. Das Tool speichert und organisiert alle Passwörter für Logins zu Programmen oder Webdiensten. Die Sicherheitsstufe kann beliebig eingestellt werden - vom automatischen Anmelden beim Besuch der Seiten von Yahoo, Google, GMX und anderen bis hin zur Bestätigung des Logins durch erneute Authentifizierung mittels Fingerprint bei sensiblen Diensten wie Netbanking oder dem Zugang zum Firmennetzwerk. "Mithilfe des Management-Tools können nun für alle Dienste komplizierte und damit sichere Kennwörter verwendet werden, dennder User muss sie sich nicht mehr merken", sagt Gallner.

Für Unternehmen bietet ekey die Professional-Variante, die den "logonserver" beinhaltet. Die Software erleichtere die Umsetzung durchgängiger Sicherheitsrichtlinien und senke anfallende Kosten für dieVerwaltung der Kennwörter durch die Netzwerkadministratoren, meint Gallner. Überall dort, wo mehrere Benutzer auf einen Server zugreifen, werden die Benutzerdaten über Windows Active Directory verwaltet. Weiters ist eine Multiuser-Komponente integriert, die den Wechsel des Benutzers im laufenden Betrieb erlaubt und alle Transaktionen nachvollziehbar macht. Gallner: "Dieser Multiuser wurde für Unternehmen entwickelt, bei denen mehrere Mitarbeiter an einem PC arbeiten. Einsatzgebiete sind etwa Bankenschalter, Krankenhäuser oder Produktionsstraßen von Industriebetrieben."

Bei seinem Fingerprintsystem setzt ekey auf einen thermischen Fingerscan. Dieser stelle gegenüber anderen biometrischen Systemen, die optisch oder kapazitiv funktionieren, die derzeit sicherste Technologie dar. Zur Identifizierung des Anwenders misst der Scanner Temperaturunterschiede zwischen den Hügeln und Rillen des Fingerprofils und speichert die Merkmale als biometrischen Schlüssel ab. "Dabei werden jedoch keine Bilddaten gespeichert wie bei einem optisch-basierten System, sondern lediglich ein verschlüsselter, binärer Code, der nicht mehr in das Fingerbild umgewandelt werden kann", erläutert Thomas Moser, Technikverantwortlicher bei ekey.

Das Produktpaket besteht aus dem Fingerscanner, der dazugehörigen Software und dem Kennwort-Management-Tool. Das ekey-System für den Privatarbeitsplatz kostet rund 55 Euro. Die Firmen-Einzelversion schlägt sich mit rund 75 Euro zu Buche. Die Anschaffungskosten für ein Unternehmen mit 100 Anwendern und 60 PC-Arbeitsplätzen betragen knapp 5.000 Euro, rechnen die Firmenchefs vor. Im laufenden Jahr sollen etwa 20.000 Geräte abgesetzt werden, so Gallner abschließend.

Quelle: pt

 

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