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Sicherheitslücken bei Fernsehern mit Internet-Zugang

Beim Datenverkehr von Fernsehern ins Internet werden die Nutzerdaten teilweise unverschlüsselt übertragen.


04.08.2011

Bildquelle: aboutpixel.de / Internet-Browser © Peter Kirchhoff
Allein in Deutschland werden bis zum Jahresende 2011 rund 3,4 Millionen Fernseher mit Internet-Zugang verkauft werden. Mit solchen Geräten erhalten Nutzer Zugang zu Internetvideotheken, Fotoportalen oder sozialen Netzwerken wie Facebook, die in der Regel eine persönliche Anmeldung und ein Passwort erfordern. Aus diesem Grund hat die Fachzeitschrift AUDIO VIDEO FOTO BILD jetzt den Datenverkehr aktueller Fernseher ins Internet untersucht. Ergebnis: Fünf Modelle von sieben Herstellern übertrugen Nutzerdaten unverschlüsselt. Hacker können so die Zugangsdaten abfangen und damit zum Beispiel Filme auf Kosten des ahnungslosen TV-Nutzers ausleihen (Heft 9/2011).

Laut Herstellern sind die Fernseher grundsätzlich dazu in der Lage, Nutzerdaten verschlüsselt zu übertragen. Die AUDIO VIDEO FOTO BILD-Analyse ergab jedoch, dass beispielsweise die Verbindungen zum Kurznachrichtendienst Twitter bei TV-Geräten etwa von Samsung oder Panasonic verschlüsselt waren, bei Modellen von Philips oder Sharp hingegen nicht. Die Hersteller lehnen jedoch in ihren Nutzungsbedingungen und Datenschutzhinweisen die Verantwortung für die Sicherheit der Internetangebote ab - das sei Sache der externen Anbieter. Tatsächlich zeigen die Fernseher zunächst eigene Internetportale mit einer Übersicht der verfügbaren Angebote. Sobald man eines der Angebote auswählt, verlässt man die Zuständigkeitsbereiche der TV-Hersteller und landet auf den für Fernseher aufbereiteten Internetseiten etwa von Twitter, Maxdome oder Picasa.

Die Gerätehersteller versprachen auf Anfrage von AUDIO VIDEO FOTO BILD Abhilfe. Das Video-on-Demand-Angebot von Viewster zum Beispiel ist zur Zeit noch in der kostenlosen Beta-Phase. Beim finalen Dienst soll der Zugang dann verschlüsselt sein.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Nutzer Passwörter verwenden, die aus Buchstaben und Ziffern bestehen und scheinbar keinen Sinn ergeben. Außerdem empfiehlt es sich, nie dasselbe Passwort für mehrere Dienste zu verwenden und es alle drei Monate zu ändern.

Quelle: news aktuell

 

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