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Was passiert mit meinen Daten auf Facebook & Co nach meinem Tod?

Infos und Tipps, wie Sie Ihr digitales Erbe am besten ordnen


02.09.2015

Bildquelle: Reisewoche Gruppe / Martin Warbinek
Ob man nun an ein Leben nach dem Tod glaubt oder nicht, ist eine Frage der ganz persönlichen Einstellung. Eine unumstößliche Tatsache ist aber, dass im Internet oder auf digitalen Datenträgern persönliche Daten gespeichert sind, die auch nach dem Tod weiter existieren - bis sich jemand darum kümmert. Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihr digitales Erbe am besten ordnen.

Wenn Sie ein Testament schreiben, sollten Sie nicht nur Verfügungen über Geld, Wertgegenstände und Immobilien treffen, sondern am besten auch Ihren digitalen Nachlass ordnen. Dann erleben die Erben keine Überraschungen - beispielsweise mit Verträgen für Online-Dienste, die weiterlaufen und bezahlt werden müssen - und sind vor allem schnell handlungsfähig. Dabei wäre ein erster vernünftiger Schritt, eine oder mehrere Vertrauenspersonen zu benennen, die sich - analog zum Nachlassverwalter auf Facebook - um diese Dinge kümmern sollen. Überlegen Sie, was mit Ihrem E-Mail-Postfach, dem Facebook-Profil oder Ihrer digitalen Fotosammlung passieren soll. Alles löschen? Welche Verträge sollen weiterbestehen, welche gekündigt werden? Dafür müssen diese erst einmal gefunden werden. Daher befähigen Sie am besten die Ihnen vertrauten Menschen, in Ihrem Sinne zu handeln. Indem Sie besprechen, was zu tun ist und indem Sie ihnen Passwörter zugänglich machen. Oder zumindest mitteilen, wo Sie diese hinterlegt haben.

Passwörter in einem Safe oder Bankschließfach deponiert, lassen sich einfacher ändern, als wenn Sie bei einem Notar lagern. Denkbar wäre auch ein verschlüsselter USB-Stick oder ein Passwort-Manager, mit dem Sie Ihre Codewörter verwalten können. Vielleicht ist Ihnen wohler, einen Rechtsanwalt oder Notar insgesamt mit der Verwaltung Ihrer Daten zu bevollmächtigen, da diese zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Diese Tätigkeit ist allerdings gebührenpflichtig.

Facebook will seinen Nutzern das Verwalten ihres digitalen Nachlasses erleichtern: Künftig kann man in seinen Profil-Einstellungen einen digitalen Nachlassverwalter benennen, der das eigene Konto nach dem Tod weiterführt. Die so ernannten Verwalter können dann zum Beispiel den Tod des Nutzers auf dessen Facebook-Seite bekannt geben und Bilder posten. So kann eine Art Gedenkstätte im Netz entstehen. Ebenso können Konten im Todesfall aber auch gelöscht werden. So soll verhindert werden, dass Verstorbene nicht mehr bei den automatisch erzeugten Vorschlägen für neue Freundschaften auftauchen, was oftmals für Verstörung sorgt. Bisher galt, dass Facebook-Konten nach dem Tod eines Mitglieds eingefroren wurden, das Einloggen war so nicht mehr möglich. Kleiner Wermutstropfen: Vorerst profitieren nur die Facebook-Nutzer in den USA von dieser Neuerung, die Funktion soll künftig aber auf weitere Länder ausgedehnt werden.

Weitere Infos unter www.arag.de

 

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