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Social Media im Büro: Wieviel Facebook & Co ist erlaubt?

Social Media Guidelines für Beruf und Privat


29.08.2012

Gleich in der Früh schauen, was es in der Facebook-Community Neues gibt, welches Wetter für das Wochenende angesagt ist und ob ein Mail wegen des Kinobesuchs am Abend gekommen ist? Dagegen spricht grundsätzlich nichts - außer diese Aktionen passieren in der Arbeitszeit. Denn dann kann es schwierig werden.

Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen immer mehr. Das zeigt sich deutlich bei der Nutzung der neuen Medien am Arbeitsplatz. Hand in Hand damit gehen Fragen, die die Zulässigkeit von persönlichen Mails, privatem Internetsurfen und Facebook betreffen.

Wie viel Privates im Büro zulässig ist, können Arbeitgeber klar in der Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag regeln. Dabei ist es auch zulässig, die private Internetnutzung während der Arbeitszeit komplett zu verbieten oder den Zugang zu sozialen Netzen einfach zu kappen. Eine klare Vorschrift - egal wie sie konkret aussieht - ist für alle Beteiligten am einfachsten. Gibt es derartige Regelungen nicht, ist die Rechtslage in vielen Bereichen nicht eindeutig. Einfach, weil es sich noch um sehr junge Medien und Möglichkeiten handelt, die noch nicht höchstgerichtlich entschieden wurden. Bis klare Regeln gegeben sind, hilft es einerseits bereits bestehende Vorschriften für private Telefongespräche etc. analog heranzuziehen oder auf Bauchgefühl und Hausverstand zu hören sowie die geltende Unternehmenskultur zu beachten. Dem Arbeitgeber ist es jedenfalls erlaubt, den Arbeitnehmer zu kontrollieren. Grenzen dabei setzt die Wahrung der Privatsphäre, so dürfen private Mails nicht gelesen werden.

Wenn nicht ausdrücklich verboten, ist die fallweise Nutzung von E-Mail oder Internet während der Arbeitszeit erlaubt, denn auch kurze private Telefonate sind zulässig. Nachdem die private Internetnutzung am Arbeitsplatz auf das Allernötigste zu beschränken ist, gilt das analog auch für Facebook. In jedem Fall sind Arbeitnehmer aber zu Pflichterfüllung, Treue und Verschwiegenheit verpflichtet. Deshalb kann es ein Entlassungsgrund sein, den ganzen Tag zu surfen, zahlreiche private Mails zu versenden und in virtuellen Netzwerken über den Arbeitgeber, Vorgesetzten oder Kollegen herzuziehen. Ob ein tatsächlicher Entlassungsgrund vorliegt, wird im Einzelfall genau geprüft. Eine vorherige Verwarnung ist nicht unbedingt
erforderlich.
Tipp: Vorsicht bei eigens zur Arbeitgeberbewertung eingerichteten Plattformen!

Problematisch wird es dann, wenn durch Surfen und unkontrolliertes Herunterladen Schadsoftware unwissentlich ins Unternehmensnetzwerk geschleust wird. Deshalb im Büro keine Software in welcher Form auch immer herunterladen!

Entsprechend den Herausforderungen der virtuellen Welt haben zahlreiche Unternehmen bereits Social Media Guidelines veröffentlicht, die den Mitarbeitern Unterstützung und Hilfe beim Umgang mit den neuen Medien geben sollen. Die wichtigsten Regeln daraus eignen sich nicht nur für den Beruf sondern auch das Privatleben:

  • Berufliches und Privates trennen
  • Zuerst denken und dann erst posten
  • Den unüberschaubaren Adressatenkreis berücksichtigen
  • Keine vertraulichen Informationen weitergeben
  • Zurückhaltung bei Fotos
  • Keine abfälligen Kommentare über Dritte
  • Copyrights beachten
  • Privatsphäre schützen

Quelle: ING-DiBa

 

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