Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Elektronikgeräte im Haushalt werden vernetzt

Fernseher mit zahlreichen neuen Nutzungsmöglichkeiten

01.04.2009

Die Heimvernetzung wird zu einem Milliardenmarkt und zum Treiber der gesamten Consumer Electronics. Die bisher getrennten Einzelgeräte aus IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werden immer stärker untereinander vernetzt, drahtlos oder per Kabel. Zum Thema "Zukunftsmarkt Heimvernetzung" haben sich nun über 200 Experten in München getroffen. Die Experten erwarten bei uns in den kommenden Jahren eine ähnlich stürmische Entwicklung wie in den USA. In den USA werden mit der Heimvernetzung von Unterhaltungselektronik rund 8 Milliarden Dollar pro Jahr umgesetzt.

Die technische Basis für die Vernetzung der Geräte ist mittlerweile in vielen Haushalten vorhanden. "Verbraucher werden beim Kauf von Elektronik zunehmend darauf achten, dass die Geräte einfach zu vernetzen und ans Internet anzuschließen sind", sagt der Vizepräsident des deutschen Bundesverband Informationswirtschaft (BITKOM), Achim Berg. "Wenn die Einzelgeräte internettauglich werden und auf Online-Services zurückgreifen, geben sie ihr Inseldasein auf." Schon länger werden in Fernsehern, Abspielgeräten und Set-Top-Boxen Funktionen integriert, die eine einfache Anbindung an das Internet und Online-Dienste ermöglichen. "Das Ziel lautet: Filme, Fotos und Musik jederzeit, an jedem Ort und mit jedem Endgerät sehr einfach verfügbar zu machen", sagt Berg. Dieser Trend wird die Unterhaltungselektronik in den nächsten Jahren massiv beeinflussen. Ähnlich wie in den USA werden neue Geschäftsmodelle entstehen, die sich auf die Heimvernetzung spezialisieren.

Dabei wird in vielen Haushalten der Fernseher in das Heimnetz integriert und vielfältig genutzt. 2008 haben sich bereits 28 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren Digitalfotos auf ihrem Fernseher angesehen. Weitere 34 Prozent interessierten sich dafür. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM ergeben. Jeder dritte Befragte möchte über den Fernseher in der eigenen digitalen Musiksammlung stöbern und Musik hören. 6 Prozent tun dies bereits. Sehr hoch ist auch das Interesse, über das TV-Gerät Spielfilme herunterzuladen (29 Prozent), im Internet zu surfen (25 Prozent) und Videotelefonie zu nutzen (20 Prozent). BITKOM-Vizepräsident Berg: "Lange Jahre wurde behauptet, der Fernseher habe seinen Platz im Wohnzimmer, der PC im Arbeitszimmer. Fakt ist: Unterhaltungselektronik und Computer verschmelzen zunehmend miteinander."

Doch die Heimvernetzung soll nicht nur den privaten Komfort erhöhen, sondern auch Anwendungen wie Telemedizin und Energieeinsparungen in intelligenten Gebäuden erleichtern. BITKOM hat anlässlich des dritten nationalen IT-Gipfels entsprechende Studien veröffentlicht. Ein Ergebnis: Wenn die Steuerung von Beleuchtung und Beheizung auf das individuelle Verhalten der Bewohner eingestellt ist, können die Energiekosten einer Wohnung um rund ein Drittel gesenkt werden.

Quelle: BITKOM

 

Top Themen

Top Links