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Einkaufen und Daten austauschen mit dem Handy

Funkchips verleihen dem Handy neue Funktionen

Handys entwickeln sich immer mehr zu Multi-Funktions-Produkten. Das Bezahlen von Eintrittskarten oder das Austauschen von Daten und Dokumenten wird in naher Zukunft mit dem Handy ganz selbstverständlich machbar sein. Möglich wird dies durch den Einsatz der aus dem Logistik-Sektor bekannten RFID-Technik (Radio Frequency Identification). RFID-Etiketten enthalten kleine Funkchips, deren Information von einem Lesegerät, beispielsweise also einem Handy, erfasst werden kann. Wie die Telekommunikationszeitschrift "connect" in ihrer Ausgabe 5/2005 berichtet, ist die erste Generation von RFID-Anwendungen für das Handy jetzt marktreif.

NFC – Near Field Communication – nennt sich die Technik, mit der der User RFID aktiv nutzen kann. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Ein vielversprechender Einsatzbereich ist die interaktive Werbung: Wird ein mit einem RFID-Etikett ausgestattetes Produkt oder Werbeplakat mit dem Handy an einer gekennzeichneten Stelle berührt, werden Produktinformationen auf das Gerät übertragen. Eine weitere Anwendung ist der Austausch von Musikstücken von Handy zu Handy. Dank Digital Rights Management können Lieder legal weitergereicht werden, einfach indem man zwei Handys aneinander hält. Denn der Empfänger kann - wenn er nicht ebenfalls die Nutzungsrechte erwirbt - das Musikstück nur einige Male hören.

Der Vorteil der neuen Technik ist laut "connect" die einfache Bedienbarkeit. Denn im Prinzip waren Datenaustausch und Bezahl-Funktionen auch bisher möglich. Die Anwendungen waren jedoch häufig kompliziert. Das ist jetzt anders. Die Geräte erkennen sich gegenseitig und richten die Verbindung automatisch ein.

In Japan ist das Einkaufen per Handy schon ein absoluter Renner. Innerhalb von nur fünf Monaten wurden über eine Million Bezahl-Handys verkauft. Die Handhabung ist denkbar simpel: Einfach das Handy an das Lesegerät halten, Betrag bestätigen, fertig. Philips, Nokia und Sony sind laut "connect" die Pioniere der neuen Technik. Sie haben sich 2004 im NFC-Forum zusammen geschlossen, um die Near Field Communication voran zu bringen. Mit dem 5140 hat Nokia bereits ein RFID-fähiges Gerät auf den Markt gebracht. Noch im zweiten Quartal 2005 soll das Modell 3220 mit NFC-Funktionen erscheinen.

Quelle: connect

 

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