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Nachbauakkus für Digitalkameras im Test

Enorme Preisunterschiede bei vergleichbarer Leistung


27.12.2010

Ein Akku für die Digitalkamera ist oft zu wenig. Wenn man also den Energievorrat ergänzen möchte, stellt sich die Frage: Soll es ein Originalakku des Kameraherstellers sein oder erbringt auch ein preiswerterer Nachbauakku gute Dienste? Wie die morgen erscheinende Jänner-Ausgabe des Testmagazins Konsument zeigt, sind Nachbauakkus in der Regel nicht nur billiger, sondern den Originalen bis auf wenige Ausnahmen auch an Qualität durchaus ebenbürtig. Gröbere Schwächen leistete sich im Test nur der Conrad energy DMW-BCG10E. Die getesteten Nachbauakkus von Hama und Hähnel erwiesen sich dagegen als konstant stark. Untersucht wurden insgesamt 16 Original- und Nachbauakkus für vier gängige Kameras der größten Hersteller (Canon, Nikon, Panasonic und Sony). Weiters zeigte sich im Test, dass die Preisunterschiede teils enorm sind und im Extremfall bis zum Dreifachen des Preises eines Nachbauakkus reichen. Besonders groß war der Unterschied zwischen dem getesteten Akku von Canon (86 Euro) und dem billigsten "guten" Nachbau von Ansmann (25 Euro).

"In puncto Preis und Qualität spricht dem Test zufolge generell nichts gegen Ersatzprodukte. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass zum Zeitpunkt der Erhebung die Preise stark schwankten - sowohl bei Original- als auch bei Nachbauakkus. Bei einigen Produkten betrug die Schwankungsbreite mehr als 30 Euro. Hier kann es also leicht sein, dass ein Nachbauprodukt bei einem Händler auch einmal teurer ist als das Original bei einem anderen. Ein Preisvergleich z.B. über Preisvergleichsseiten im Internet lohnt sich daher", informiert VKI-Experte Peter Gradauer.

Trotz dem mehrheitlich "guten" Abschneiden der getesteten Nachbauakkus warnt Gradauer vor No-Name-Produkten, die im Internet ab 5 Euro angeboten werden und keinen Hersteller oder Anbieternamen aufweisen: "Stichproben haben gezeigt, dass diese nicht einmal halb so viel Kapazität bieten wie angegeben. Darüber hinaus fehlte der notwendige Schutz gegen Kurzschluss."

Ärgerlich ist für Gradauer der Akku-Wildwuchs der Anbieter: "Für jede Produktreihe konstruieren die Kamerahersteller einen eigenen Akku, was aber weder aus technischen noch aus Platzgründen nötig ist. Grundsätzlich würden auch zwei markenübergreifende Akku-Typen ausreichen: ein einzelliger für Kompaktkameras und ein zweizelliger für Bridge oder Spiegelreflexkameras. Die Branche scheint jedoch an derart einfachen Lösungen nicht interessiert zu sein.“

Weitere Informationen zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie ab dem 28.12. im Jänner-Konsument.

Quelle: VKI

 

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