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Schnelles Breitband-Internet schon fast überall

Fast drei Viertel der Haushalte besitzen einen Computer

19.06.2007

Das Einwählen über ISDN-Leitung oder Analog-Modem wird immer stärker durch Breitband ersetzt. "Ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt, hat allerdings eine geringere Bedeutung als angenommen", erklärte Peter Findl von Statistik Austria.

In Wien können 55 Prozent der Haushalte über Breitband surfen, gefolgt von Niederösterreich (46 Prozent) und Salzburg (45 Prozent). Kärnten bildet mit 37 Prozent das Schlusslicht unter den Bundesländern. Die vielkritisierte Infrastrukturausstattung spiele aber eine kleinere Rolle als angenommen: Im dicht besiedelten Gebiet verfügen 52 Prozent der Haushalte über Breitbandverbindungen, in schwach besiedelten Regionen sind es - trotz vielfach fehlender technischer Möglichkeiten - immerhin noch 40 Prozent.

60 Prozent Zuwachs seit 2002

Insgesamt hat sich der Anteil der Haushalte mit Internetanschluss von 34 Prozent im Jahr 2002 auf 60 Prozent erhöht. Wien liegt mit 65 Prozent deutlich voran, gefolgt von Vorarlberg und Niederösterreich (jeweils 61 Prozent). Kärnten nimmt mit 52 Prozent den letzten Platz ein.

Ein Leben ohne Internet können sich viele Österreicher anscheinend nicht mehr vorstellen: Bereits 67 Prozent nutzen es praktisch täglich - egal ob zu Hause (55 Prozent), am Arbeitsplatz (8 Prozent) oder in Internet-Cafés und an anderen Orten (4 Prozent).

Bei der Computerausstattung sind ebenfalls hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. In 71 Prozent der heimischen Haushalte steht ein Rechner, vor fünf Jahren waren es erst 49 Prozent. "In wenigen Jahren werden wir hier von einer Sättigung sprechen können", sagte der Generaldirektor der Statistik Austria, Peter Hackl.

Der Anteil der Haushalte, die über eine Notebook verfügen, hat sich seit 2002 (10 Prozent) sogar mehr als verdreifacht (32 Prozent). Insgesamt haben Wien, Niederösterreich und Vorarlberg bei der Computerausstattung mit jeweils 73 Prozent die Nase vorne. Kärnten bildet auch hier das Schlusslicht (63 Prozent).

Sowohl bei der Computer- als auch der Internetnutzung liegen Männer vor Frauen und Junge vor Älteren. Während der Anteil der Internetnutzer in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen 87 Prozent beträgt, sind es bei Personen zwischen 65 bis 74 Jahren nur 23 Prozent. Der Unterschied zwischen Männern (73 Prozent) und Frauen (61 Prozent) ist seit Jahren stabil geblieben. Bei Jugendlichen gleichen sich die Werte allerdings bereits an.

Immer beliebter werden auch E-Commerce und Internet-Telefonie. In den vergangenen zwölf Monaten haben 2,2 Mio. bzw. 36 Prozent der Österreicher online eingekauft, im Jahr 2003 waren es erst elf Prozent. Bücher, Kleidung und Sportartikel sind nach wie vor am gefragtesten. Der Anteil der User, die über das Internet telefonieren, beträgt inzwischen 18 Prozent, nach 12 Prozent im Vorjahr.

Barrierefreiheit als Ziel

Allerdings müsse man neue Anreize schaffen, um eine "Klassengesellschaft im Internet" zu vermeiden, ergänzte die für Regionalpolitik und die Verwaltungsreform zuständige Staatssekretärin Heidrun Silhavy. Ein wesentlicher Punkt sei dabei die Barrierefreiheit, bei der "wir noch lange nicht am Ziel sind". "Informations- und Kommunikationstechnologie kann zum Motor für Integration werden", so Silhavy.

Quelle: Presse

 

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