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Umfrage : Viele Wünsche älterer Autofahrer unerfüllt

Große Chance für Fahrzeughersteller bisher eher ungenutzt

Autofahrer werden immer älter. Und obwohl die Liste der Sonderausstattung moderner Personenwagen kontinuierlich wächst, bleiben viele Wünsche älterer Fahrzeugbesitzer vorerst wohl noch unerfüllt. Das geht aus einer Befragung von TÜV SÜD hervor. Danach rangieren eine hohe aufrechte Sitzposition, ein bequemer Einstieg - vielleicht sogar durch eine Schiebetür zumindest auf der Fahrerseite - und große Türöffnungswinkel auf der Wunschliste an vorderster Stelle. Dafür sind die mobilen Senioren sogar bereit, etwas mehr zu bezahlen. Nichts halten ältere Autofahrer hingegen von einem speziellen Seniorenauto. Ihr Argument: Was für Ältere gut ist, hilft auch den Jungen.

Navigationssysteme und Klimaanlagen sind Beispiele dafür. Sie stehen auch bei älteren Autofahrern hoch im Kurs. Allerdings sollten sie möglichst einfach zu bedienen sein und über wenige, aber große Regler verfügen. Denn: Schalter und Knöpfe wünschen sich Senioren so wenig wie nötig und so groß wie möglich. So groß wie möglich gilt auch für Instrumente wie Tankanzeige, Wassertemperatur, Tacho oder Drehzahlmesser. Mit dem Anstieg der Senioren unter den Autofahrern öffne sich den Fahrzeugherstellern jedenfalls ein großer "neuer Markt", meint Reinhard Staebler, Mitglied der Geschäftsleitung beim TÜV SÜD.

Zwei elektrisch einstellbare Außenspiegel, Innenspiegel mit großem Sichtfeld, bequem erreichbare Sicherheitsgurte, möglichst großflächige Sonnenblenden und Abstandswarner fürs Einparken und für Fahrten auf der Autobahn halten ältere Autofahrer ebenfalls für sehr hilfreich. Während Senioren Full-Service-Pakete einschließlich Mobilitätsgarantie, Ersatzfahrzeuge bei Inspektionen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen eher für entbehrlich halten, vermissen sie häufig eine ausführliche Erklärung des Fahrzeugs beim Kauf und leicht lesbare Informationen über neue Verkehrsregeln.

Einem weit verbreiteten Vorurteil begegnen die TÜV-Experten: Senioren im Auto sind nicht häufiger an Unfällen beteiligt als andere – ganz im Gegenteil. Obwohl inzwischen 16 Prozent aller Autofahrer älter als 65 sind, sind sie nur mit 6,2 Prozent an Unfällen beteiligt. Deshalb hält Reinhard Staebler eine Übernahme des Schweizer Modells, wonach ältere Autofahrer ihr theoretisches und praktisches Wissen regelmäßig auffrischen sollen, für weniger sinnvoll.

Quelle: TÜV SÜD
 

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