Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Wirtschaftskrise senkt Gebrauchtwagen-Preise

Überangebot an jungen Gebrauchtwagen setzt Preise unter Druck

12.03.2009

140.000 Gebrauchtwagen wurden zu Jahresende 2008 von Österreichs Autohändlern zum Verkauf angeboten. Gerade bei den jungen Gebrauchten gibt es derzeit ein Überangebot, berichtet das ÖAMTC-Clubmagazin auto touring in seiner aktuellen Ausgabe. Aber billige Gebrauchte sind beim Händler derzeit kaum zu finden. Die Folgen der Wirtschaftskrise haben auch den Gebrauchtwagenmarkt erreicht. Die ÖAMTC-Experten sind den aktuellen Entwicklungen auf den Grund gegangen und geben Tipps, wie und wo man im Augenblick am sichersten zu den günstigsten Gebrauchten kommt.

47 Prozent aller Gebrauchten werden in Österreich über den Autohandel verkauft. Der durchschnittliche Gebrauchtwagen kostet heute beim Händler 13.370 Euro (laut EurotaxGlass). In der gefragten Preisklasse zwischen 5.000 und 10.000 Euro ist das Angebot im Handel aber gering. Die meisten Autos dieser Preisklasse werden privat verkauft.

Junge Gebrauchte gibt es hingegen bei den Händlern im Moment in großen Mengen, z.B. Jahreswagen und Rückläufer aus Leasing- und Flottengeschäften. Dazu zählen beliebte Modelle wie Opel und Ford der Baujahre 2007 und 2008. Außerdem ist der Preisabstand zwischen Neuwagen und jungen Gebrauchten kleiner geworden. Der Autohandel sitzt aufgrund der Wirtschaftskrise im Augenblick auf gut gefüllten Lagern, die er mit Neuwagen-Aktionen leeren möchte.

Was den Eintausch betrifft, ist es lt. ÖAMTC-Experten derzeit schwierig, jüngere Autos zu tauschen. Hat ein Händler schon 20 Jungautos auf Lager, wird er kein 21. dazunehmen. Mittelfristig wird diese Situation für eine Senkung der Eurotax Ein- und Verkaufspreise sorgen. Bekommt man heute bei einem Neuwagen 20 oder gar 25 Prozent Rabatt, kann man das gleiche Auto ein Jahr später nicht gebraucht mit 25 Prozent Abschlag verkaufen.

Der Eintausch eines Fahrzeugs im mittleren Alter (z.B. ein vier bis fünf Jahre alter Golf) ist für einen Händler attraktiv, weil die Aufzahlung für den Neuwagen bei einem älteren Auto höher ist als bei einem jüngeren und der Händler weniger Kapital aufwenden muss. Denn Eintäusche sind so gut wie immer fremd finanziert.

ÖAMTC-Tipps für den günstigen und sicheren Gebrauchtwagenkauf

  • Junge Autos kauft man wahrscheinlich günstiger beim Händler, weil es ein Überangebot der Baujahre 2007/2008 gibt. Handeln lohnt sich.

  • Bei der Suche nach einem günstigen Angebot empfiehlt es sich, antizyklisch vorzugehen, z.B. Premium-Modelle in strukturschwachen Regionen zu suchen.

  • Der Verkauf eines jungen Autos an Privat bringt wahrscheinlich mehr als ein Eintausch beim Händler, weil dort oft schon zu viele ähnliche Autos stehen.

  • Gute Eintauschpreise bietet der Handel für Fahrzeuge, die er gut verkaufen kann (z.B. vier bis fünf Jahre alte Kompakte).

  • Mittelfristig werden die Gebrauchtwagen-Richtwerte sinken, weil immer mehr Neuwagen mit größeren Rabatten verkauft werden.

  • Sonderausstattungen und wenige Kilometer bringen beim Eintausch beim Händler nichts, werden aber beim Privatverkauf abgegolten.

  • Preisabzug gibt es für mehr gefahrene Kilometer als klassenüblich (z.B. 17.000 km/Jahr bei Diesel zwischen 1.000 und 2.000 cm³).


Bei einem Händlerkauf gilt die gesetzliche Gewährleistung. Wer privat kauft, sollte auf eine Kaufüberprüfung beim ÖAMTC bestehen. Einen standardisierten Kaufvertrag und mehr Informationen zum Thema Gebrauchtwagen gibt es auf der ÖAMTC-Webseite unter www.oeamtc.at/autokauf.

Quelle: ÖAMTC



 

Top-News und

Testberichte

 
 

Promotion