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Wildschaden : Mehr Unfälle bei Nebel und Dunkelheit

Im Herbst besonders auf Wildwechsel achten

20.10.2005

Nebel in den Morgen- und Abendstunden gehören im November schon beinahe zum Autofahrer-Alltag. Die Sicht wird schlechter, die Lenker müssen sich an die Straßenverhältnisse der rauen Jahreszeit erst wieder gewöhnen.

An schwerere Zeiten gewöhnen müssen sich aber auch die zahlreichen Wildtiere, die bis vor kurzem noch ausreichend Nahrung auf den Feldern finden konnten. Doch nach der Ernte sind die Tiere nun gezwungen für Futtersuche weitere Strecken zurückzulegen. Dabei müssen sie allerdings mehr oder weniger stark befahrene Straßen überqueren. Allzu oft kommt es dabei zu Unfällen, die für viele Tiere tödlich, für Autofahrer mit erheblichen Sachschäden und/oder Verletzungen enden. Kein Wunder, werden rein rechnerisch gesehen bei einem Unfall mit einem Wildtier enorme Kräfte frei: Ein Hase mit ca. 5 kg Gewicht wird mit Tempo 100 km/h plötzlich zu einem Geschoss mit ca. 125 kg. Ein 40 kg schweres Reh prallt mit fast einer Tonne auf. Hirsche und Wildschweine erreichen ein Aufschlaggewicht von weit über einer Tonne. Um diese Kräfte zu minimieren bleibt den Autofahrern nur eines übrig - Tempo reduzieren. Bei geringerem Tempo bleibt mehr Zeit, auf die plötzliche Gefahrensituation richtig zu reagieren. Nicht zu vergessen, dass sich der Bremsweg bei nassen Straßen mit teilweise feuchtem Laub bis zu 300 Prozent verlängert. Laut österreichischem Jagdverband gab es im Vorjahr 94.154 Wildunfälle. Laut Statistik Austria wurden 190 Personen verletzt, zwei davon tödlich.

Der ARBÖ gibt Tipps wie Sie beim Wildwechsel richtig reagieren:

  • Auf wenig befahrenen Nebenstraßen ist die Gefahr besonders groß Bekanntschaft mit Hasen oder Rehen zu schließen. Vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten ist verstärkt mit Wildwechsel zu rechnen.

  • Überquert Rehwild bei Dämmerung oder Nacht die Straße, unbedingt Abblendlicht aufschalten und mehrmals kurz die Hupe betätigen. Dauerhupe vermeiden, Fernlicht irritiert das Wild derart, das es einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt. Das Fahrzeug nicht verreißen oder Haken schlagen.

  • Wenn man merkt, dass ein Zusammenstoß mit dem Rotwild nicht mehr vermeidbar ist, sollte man das Lenkrad gut festhalten, damit das Fahrzeug beim Zusammenprall nicht von der Spur abkommt und in den Gegenverkehr kracht.

  • Ausweichmanöver sind sowohl in Waldgebieten als auch bei Feldern sehr riskant. Es besteht die Gefahr in Waldgebieten gegen einen Baum zu prallen und schwer verletzt zu werden. Ausweichmanöver können im Straßengraben enden. Beim Überfahren von Wassergräben am Straßenrand besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug sich überschlägt.


Was nach einem Wildunfall zu tun ist

Sollte ein Wildunfall nicht zu vermeiden sein, muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei verständigt werden. Gemäß Paragraph 4 Absatz 5 Straßenverkehrsordnung (StVO) besteht bei einem Wildschaden unverzüglich Verständigungspflicht. Wer keine Meldung vornimmt macht sich wegen Nichtmeldens eines Sachschadens strafbar.

Das tote Tier darf aber auch nicht mitgenommen werden. Besteht eine Kaskoversicherung für das Kraftfahrzeug, ist diese vom Unfall in Kenntnis zu setzen. Die für die Versicherung notwendige Bestätigung wird von der Polizei ausgestellt. Fehlt diese, wird eine Ablehnung der Kaskoentschädigung folgen.

Quelle: ARBÖ



 

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