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Nach dem Weg fragen oder allein weitersuchen ?

Männer wollen den Weg meist alleine finden - Frauen lieber jemanden fragen.

30.07.2009

Warum fahren manche lieber im Kreis, bevor sie nach dem Weg fragen? "Das beschäftigt viele gerade auf der Urlaubsfahrt im Ausland, wenn zur Überwindung auch noch eine Sprachhürde dazukommt", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Oft sind Konflikte programmiert - häufig zwischen Mann und Frau. Während "er" lieber kilometerweit durch die Pampa fährt, bis ihm rein zufällig etwas bekannt vorkommt, hätte "sie" schon längst bei der ersten Gelegenheit die Fensterscheibe runtergekurbelt und einen Einheimischen - trotz vielleicht mangelnder Sprachkenntnis auch durch Zeichen und Gesten - nach dem richtigen Weg gefragt. "Männer wollen den Weg alleine finden, Frauen suchen das Gespräch", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Wichtig ist, dass im Auto ein Modus gefunden wird, der alle Reisenden zufrieden stellt."
 
Männer gestehen ungern ein, dass sie sich nicht auskennen und im Moment orientierungslos sind. Lieber kreisen sie etwas länger, um den Weg selbst zu finden, bevor sie eine kleine "Niederlage" erleiden und sich dafür in eine gewisse Abhängigkeit begeben. Etwas nicht zu wissen, ist für manche "Steuermänner" ein Zeichen der Unterlegenheit oder sogar Unfähigkeit. Für Männer sind Navi-Geräte ein gutes Instrument, um die eigene Souveränität zu wahren.

Frauen suchen rascher die Gelegenheit zum Gespräch. Sie haben weniger Scheu, sich in fremder Umgebung "orientierungslos" zu zeigen und Passanten anzusprechen. Ein Navi stünde ihnen bei dieser Absicht sogar im Wege. Hinzu kommt, dass manche Frauen ungern im Auto navigieren und den Weg in Karten suchen. Sie verlassen sich lieber auf die Hilfe von Einheimischen. Manchmal erhält man so zusätzliche Insider-Tipps für z.B. gute Restaurants, schöne Strände, herrliche Panoramastraßen oder auch tolle Shoppingcenter.

"Die Herangehensweisen klaffen auseinander, trotzdem sollten Fahrer und Mitreisende einen Weg finden, der ein entspanntes und konfliktfreies Weiterkommen ermöglicht", appelliert die ÖAMTC-Expertin und gibt einige Tipps:

  • Vor Fahrtantritt sollten Fahrer und Mitfahrer grob die Reiseroute mit markanten Orten/Städten/Abfahrten etc. besprechen und auf der Karte anschauen.

  • Der Beifahrer sollte die Straßenkarte griffbereit haben bzw. ab und zu mitkontrollieren, ob die Route noch passt (auch Navis nicht "blind" vertrauen).

  • Allzu lange Autofahrten in völlig unbekannten herausfordernden Gegenden steigern die Falschfahrten und die Konflikte - vor allem nachts.

  • Auf Mitfahrende Rücksicht nehmen - Streit findet rasch im ganzen Wagen statt.

  • Hitze im Wagen fördert Aggression, macht müde und erhöht Fahrfehler - Pausen einlegen.

  • Nicht nachtragend sein und "Falschansagen" ewig vorhalten.

  • Fehler eingestehen - nicht alles zu ernst nehmen, sich nicht stressen lassen - Überforderung führt zu weiteren Fehlern.

  • Navi als Hilfe nutzen. Achtung: Nicht nur auf die Qualität des Navi-Geräts kommt es an, auch gutes digitales Kartenmaterial ist wichtig.

  • Man muss kein Sprachengenie oder Weltenbummler sein. Zunächst genügen etwas Interesse und das Überwinden des hohen eigenen Anspruches, um sich verständlich zu machen. Kleine Sprachhilfen in den Reiseunterlagen leisten oft gute Dienste.

  • Achtung: In manchen Situationen ist Vorsicht angebracht, nicht immer und überall werden orientierungslose Touristen in die richtige Richtung geleitet.

Quelle: news aktuell



 

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