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Verkehrszeichen im Ausland oft unverständlich

Einheitlich geregelt und doch unklar

In einem Punkt sind sich 91 Prozent der europäischen Autofahrer lt. einer ÖAMTC-Umfrage einig: Sie wollen einheitliche Verkehrszeichen, um auch im Ausland sicher unterwegs zu sein. "Eine Forderung, die eigentlich seit 1968 durch das 'Wiener Abkommen' erfüllt wäre", weiß ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Seitdem sind Gebots-, Hinweis-, Verbots-, Beschränkungs- und Gefahrenwarnzeichen international vereinheitlicht. Die Umfrage belegt aber, dass diese Verordnung beim Praxistest durchfällt, weil für die Autofahrer viele international übliche Verkehrsschilder unverständlich sind.

Die meisten Probleme bereiten Verbotsschilder, die das Parken regeln. Vor allem das Parkverbot für wechselseitiges Parken an geraden Tagen ist den meisten befragten Autofahrern gänzlich unbekannt. Das Gebotszeichen "Mindestgeschwindigkeit 30 km/h" können 31 Prozent der europäischen Autofahrer nicht richtig deuten. Immerhin 27 Prozent haben ein Problem beim Zuordnen der Zusatztafel "Vorrang mit besonderem Verlauf".

"Die Problematik liegt darin, dass es zwar einheitlich geregelte Zeichen, aber auch viele Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben gibt", erklärt der ÖAMTC-Jurist. Die Autofahrer sind vermutlich auch durch leicht abweichende Gestaltungen irritiert. Außerdem müssen nicht alle Zeichen, die im "Wiener Abkommen" vorgesehen sind, in jedem Land verwendet werden. Ein Beispiel aus Österreich: Das Verkehrszeichen, das "Fahrstreifenweise Mindestgeschwindigkeiten" regelt und im Ranking der unverständlichen Zeichen auf Platz sieben aufscheint, ist in Österreich nicht vorgesehen. Jedes Land hat zudem die Möglichkeit, spezifische eigene Schilder zu verwenden.

Der Rat des ÖAMTC-Experten: "Vor Fahrtantritt genau über gesetzliche Bestimmungen und die Strecke informieren. Im Zweifelsfall Vorsicht walten lassen und defensiv fahren. Das Argument, man habe die Zeichen nicht erkannt, wird wohl kein Gericht der Welt gelten lassen." Das gilt auch für die Verkehrszeichen im eigenen Land. "Die beste Voraussetzung, auch fremd scheinende Verkehrszeichen zu verstehen, ist die Bedeutung der Verkehrszeichen im Heimatland genau zu kennen", mahnt Hoffer ein.


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