Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Verkehrsschilder und Bodenmarkierung vom Schnee verdeckt

Welche Verkehrsregeln gelten in wetterbedingten Ausnahmesituationen?


12.02.2010

Das tiefwinterliche Wetter bleibt Österreich in den kommenden Tagen erhalten. Viele Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen werden von den Neuschneemengen verdeckt sein. Bei manchen Verkehrsteilnehmern sorgt das für Verunsicherung: Welche Regeln gelten, wenn die bisherigen Anhaltspunkte vom Schnee bedeckt sind? "Bodenmarkierungen, die man nicht sieht, können auch nicht beachtet werden. Es gelten aber die allgemeinen Regeln des Straßenverkehrs", fasst ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner zusammen. Hier die wichtigsten Bestimmungen, die man bei schneebedeckten Straßen kennen sollte.

Bei schneebedeckter Fahrbahn sieht man keine Bodenmarkierungen. Zur Fahrbahnmitte wird dann - mangels anders lautender Markierungen - die geometrische Mitte der Fahrbahn. Bei großen Kreuzungen, bei denen sich unter der Schneeschicht mehrere Fahrstreifen vermuten lassen, darf trotzdem nur vom jeweils äußeren Fahrstreifen rechts oder links abgebogen werden. Aufpassen müssen da also vor allem Ortskundige, die die Straße auch im schneefreien Zustand kennen und wissen, dass es eventuell mehrere Abbiegespuren unter dem Schnee gibt. Haltelinien an Kreuzungen sind derzeit oft nicht sichtbar. Hier empfiehlt die ÖAMTC-Juristin, sich langsam in die Kreuzung vorzutasten, bis man ausreichende Sicht hat. Erst wenn es gefahrlos möglich ist, sollte man die Fahrt fortzusetzen. Fußgängerübergange erkennt man bei geschlossener Schneedecke aufgrund des Verkehrszeichens "Kennzeichnung eines Schutzweges" oder wegen des blinkenden gelben Lichtes. Wichtig ist auch zu beachten, dass sich aufgrund der rutschigen Unterlage der Bremsweg verlängert.

"Verkehrszeichen, die man nicht erkennen kann, werden ungültig, bis auf zwei wesentliche Ausnahmen", betont die ÖAMTC-Juristin. Das sind "Vorrang geben", erkennbar an der dreieckigen Form und "Halt"-Schilder, auch mit Schneehaube erkennbar an der achteckigen Form. "Diese Regelung gibt es deshalb, weil die beiden Zeichen aufgrund ihrer Form auch für den Bevorrangten eine wichtige Information enthalten", informiert Pronebner. Runde Verkehrszeichen hingegen, die komplett von Schnee verdeckt sind, verlieren ihre Aussagekraft und daher ihre Gültigkeit. Dahinter könnten sich verschiedene "Botschaften" verbergen, beispielsweise ein Abbiege- oder Einfahrtsverbot. Trotzdem sollte man vermeiden, zum Verkehrshindernis zu werden. "Eine Einbahn lässt sich schnell erkennen, wenn man sich an den anderen Fahrzeuglenkern und den parkenden Fahrzeugen orientiert", rät die ÖAMTC-Juristin.

Zugeschneite Parkplätze: wo und wann ist parken erlaubt? Kurzparkzonen gelten immer und werden ausschließlich durch Verkehrszeichen angezeigt. Eine blaue Bodenmarkierung muss weder sichtbar noch vorhanden sein. "Allerdings wird oft die Überwachung der Kurzparkzonen bei extremem Schneefall kulant gehandhabt", sagt die ÖAMTC-Juristin. "Sollten die Kurzparkzonen vorübergehend ausgesetzt werden, muss das bekannt gegeben werden, zum Beispiel via Radio."

In Hauseinfahrten darf man auch bei Schneefall nicht parken. "Das gilt immer, auch wenn kein 'Einfahrt freihalten'-Schild vor der Tür hängt oder keine Abschrägung des Gehsteigs zu erkennen ist", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Ein eigener, freigeschaufelter Parkplatz - das ist der Traum vieler Autofahrer im Schneechaos. Verständlich, dass man sich diesen nach getaner Arbeit gerne sichern möchte, beispielsweise durch das Aufstellen von Kisten oder Reservierungsschildern. "Das ist nicht erlaubt", stellt die ÖAMTC-Juristin klar. "Parkplätze sind in der Regel öffentlicher Raum und dürfen von jedermann genutzt werden."

Quelle: ÖAMTC


 

Top-News und

Testberichte

 
 

Promotion