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Der VW Golf GTI Clubsport im Test

Runde Geburtstage gehören gefeiert! So hielt es Volkswagen anlässlich des 40. Jubiläums seines legendären Kompaktsportlers GTI. Clubsport heißt unser heutiger Ehrengast.

15.11.2016

Der Golf GTI Clubsport ist nicht nur der stärkste GTI, den es jemals gab, der Konzern blieb auch hier dem grundsätzlichen Konzept treu und fügte die Modifizierungen homogen in das Gesamtbild ein. Die klassische Golf-Linie trifft auf noch sportlichere Features, die den Muskelprotz klar vom "normalen" GTI abheben. So erkennt man den Clubsport an einem verbesserten Stoßfänger, der nicht nur aggressiver wirkt, sondern gezielt den Luftwiderstand verbessert. Dafür sorgen die integrierten Air Curtains, die den Luftstrom an den Rädern vorbei lenken.

Da man jedoch meist das Heck des Power-GTI‘s zu sehen bekommen wird, wurden hier noch deutlichere Merkmale herausgearbeitet. Das Markenzeichen, den Dachspoiler, vergrößerten die Ingenieure beim Clubsport auf ein zweiteiliges Exemplar. Er fällt zwar auf, erscheint uns aber nicht zu protzig. Ein kraftvoller Heckdiffusor mit einer Auspuffanlage mit zwei großen verchromten Endrohren fängt den Blick am Hinterteil. Tuningfreunde werden sich über die serienmäßigen abgedunkelten LED-Rückleuchten freuen.

Bei der Seitenansicht weist ein dezenter schwarzfolierter Schriftzug darauf hin, dass hier kein normaler GTI parkt. 19-Zoll-Leichtmetallräder "Brescia", gewichtsoptimiert - versteht sich, geben genug Sicht auf die rot-lackierten GTI-Bremssättel. Serienmäßig sind 18-Zoll am Clubsport zu finden, jedoch mit etwas mehr als 500 Euro sehen die Brescia noch einen Tick fetziger aus.

Der VW Golf GTI Clubsport mit DSG beginnt bei einem Preis von 42.190 Euro. Dafür gibt es serienmäßig den Look, wie bereits beschrieben, sowie abgesehen von den motorisch-technischen Details, auf die wir später noch genauer eingehen werden, eine gute Basisausstattung. Dazu gehören unter anderem elektrisch verstell- und anklappbare Außenspiegel, die schwarz lackiert sind, Climatronic-Klimaanlage und eine Fahrprofilauswahl. Innenbelüftete Scheibenbremsen vorne und hinten, abgedunkelte Scheiben und das Sportfahrwerk geben dem Wolfsburger das gebührende dynamische Plus. Optische Raffinessen im Innenraum, wie spezielle Dekoreinlagen oder Sitzmittelbahnen sind ebenfalls Serie.

Doch wenn man sich einen Clubsport leisten möchte, der wirklich das ganze Potenzial ausschöpft, darf man ruhig noch ein paar Scheine oben drauf legen. Knapp 1.000 Euro kostet die Überlegung, aus dem Zweitürer einen Viertürer zu machen. Je nachdem, ob man gerne den Fahrspaß teilen möchte oder nicht. Damit dem Schätzchen kein Hindernis an die exklusive carbonsteelgrey metallic-Lackierung (mit schwarzem Dach) unerwünscht zu Leibe rückt, gibt es nicht nur Parksensoren hinten, sondern auch eine entsprechende Rückfahrkamera, die vor Verschmutzung geschützt im Emblem versteckt ist.

Kraftvoller Klang kommt von der "Dynaudio Excite"-Anlage immer dann, wenn einem der Motorensound nicht mehr genügt. Ausreden, nicht den schnellsten Weg nach Hause gefunden zu haben, gelten mit dem Discover Pro-Navi nicht mehr. Zur technischen Unterstützung treten auf Wunsch eine adaptive Fahrwerksregelung, ein Spurhalte- und Lichtassistent in Aktion.

Die Deutschen lieben bekanntlich Pakete, die die wichtigsten Zuckerl in passende Häppchen teilen, daher gibt es bei unserem Testfahrzeug ein Premium-, Winter- und Sky-Paket an Bord. Letzteres leider ohne Fernsehsender, dafür mit Ausblick durchs Panoramadach und schlüssellosem Zutritt und Start. Insgesamt lassen die Extras unseren Fahrzeugpreis auf 52.605 Euro steigen.

Sich lange über den Innenraum des Clubsport zu äußern wäre Platzver- schwendung hinsichtlich der Leistungs- performance. Natürlich haben sich die Ingenieure spezielle Designelemente überlegt, um ihn wirklich als Sportler zu kennzeichnen. Hier sind besonders die schalenartigen Stoff/Alcantara- Sportsitze zu erwähnen, die schlichtweg ausgezeichnet sind. Das GTI-typische Karomuster findet man hier ebenfalls. Das Lenkrad, aus der Motorsportabteilung ausgeliehen, ist angenehm griffig und gut geformt. Komforthalber hat man auch sämtliche Bedienelemente der Multimediaanlage darauf verbaut. Der Sitzplatz im Fond erweist sich als ideal für zwei Personen. Zu dritt geht es mit Einschränkungen. Das Kofferraumvolumen, ebenfalls ident mit den anderen Golf-Modellen, beginnt bei 380 Litern und geht bis 1.270 Liter.

Unserer Ansicht nach hat VW mit dem Golf GTI Clubsport was Kraft und Potential anbelangt in Kombination mit einem reinen Vorderradantrieb an der Obergrenze gekratzt. Der turbogeladene Zwei-Liter TSI-Motor liefert 265 PS ab einer Drehzahl von 5.350 Umdrehungen. Verglichen mit den anderen beiden GTI-Motoren mit 220 und 230 PS erscheint das doch als deutlicher Sprung nach oben. Zumal das Leergewicht beim DSG bei 1.395 kg liegt. Was den Clubsport aber zum eigentlichen Biest macht, ist nicht nur seine Kraft, sondern das Drehmoment. 350 Nm sind bereits ab einer Drehzahl von 1.700 bis zu 5.300 Umdrehungen vorhanden.

Kein Wunder, dass derart aufmagaziniert beim zügigen Ampelstart viel Kraft in Rauch aufgeht und das ESP-Lichterl fröhlich zwinselt. Besonders, da der GTI dank "Turbo-Boost" kurzzeitig 290 PS auf die Antriebsachse zaubert. Retro-Assoziationen a la Knight Rider entstehen schnell, wird man einmal derart in den Sitz gepresst. Bei der Beschleunigung zuckt der scharfe Wolfsburger nicht mit der Wimper: 6,3 Sekunden und damit 0,2 Sekunden schneller als der 220 PSige GTI benötigt er auf 100 km/h. Bei der Endgeschwindigkeit überholt er den "kleinen" Bruder ebenfalls um 6 km/h. Laut Werksangabe ist bei 250 km/h Schluss mit dem Fahrspaß, der aber bis dorthin ohne Schwierigkeiten andauert.

Das 6-Gang-DSG-Getriebe ist die perfekte Kombination zu dem Motor. Es schaltet unbemerkt sowie gut übersetzt. Wer möchte kann wahres Rennfeeling per Paddels hinter dem Lenkrad schnuppern. Ebenso gut darauf abgestimmt wurde das Sportfahrwerk des Clubsport. Es wird nicht viel geben, was an dieser Stelle den Kompaktsportler aus der Ruhe bringt.

Kraft beim kleinsten Zecherlzucken, das Röhren der Auspuffanlage - ja man hört ihn, wenn man möchte - und das ideal balancierte Lenkung/ Fahrwerkspiel machen derart Freude, dass man die 9,5 Liter Durst des Luxussprudels a la ROZ 98 mit einem Lächeln abtut. Laut Werk ginge es ja auch mit sieben Litern, aber wer einen Sportler wählt, liebt den Spaß an der Beschleunigung, das bewusste Hochdrehen des Motors in den optimalen PS-Bereich, und dafür nimmt man dies in Kauf.

Der VW-Konzern hat sich mit dem muskelbepackten GTI namens Clubsport mit seiner Ingenieurskunst übertroffen. Sportliches Äußeres ohne zu große Veränderungen an der Stilikone, viel Kraft und Dynamik, ideale Anleihen aus dem Motorsport, die das Fahren sicherer machen, ohne den Spaß zu rauben. All das vereint er unter seiner Haube. Der Golf GTI Clubsport ist unserer Ansicht nach ein würdiges Modell um den 40er hoch leben zu lassen. Vielleicht sogar den eigenen?

Was uns gefällt:

Clubsportdetails, Motorperformance und Fahrwerks- abstimmung

Was uns nicht gefällt:

Vorderradantrieb stößt bzgl. Motorisierung an die Grenzen

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr VW News und Tests, aktuelle VW Gebrauchtwagen sowie die VW Händler in Österreich finden Sie hier.

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