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Tipps für die Urlaubsfahrt mit dem Navi

Trends am Navi-Sektor und Tipps für die richtige Anwendung


19.07.2012

Ein Navigations- gerät zählt mittlerweile zur Grundaus-stattung vieler Autobesitzer. Besonders hilfreich erweist es sich bei Reisen ins Ausland. Dabei sollte man jedoch auf einiges achten. ÖAMTC-Techniker Robert Czarnecki berichtet nachfolgend über Trends am Navi-Sektor und gibt Tipps für die richtige Anwendung.

Kauf: Im Moment sind drei richtungsweisende Trends festzustellen: Navigation mit dem Smartphone, Navis mit integrierter Sim-Karte für permanenten Datenaustausch sowie immer größere Bildschirmdiagonalen. Smartphones stellen mittlerweile eine ernst zu nehmende Konkurrenz gegenüber herkömmlichen Navigationsgeräten dar. Ihr einziges Manko sind die anfallenden Roaminggebühren im Ausland. Der Tipp des ÖAMTC-Experten: Viele Mobilfunkbetreiber bieten Datenroaming-Packages an. Mit einem solchen ist man auch im Ausland auf der sicheren Seite. Der entscheidende Vorteil von Navis mit integrierter Sim-Karte ist die dynamische Routenführung: Verkehrsmeldungen in Echtzeit werden zur Routenplanung herangezogen, so können z.B. Staus erkannt und umfahren werden. Von großen Bildschirmdiagonalen ist dringend abzuraten, da zu große Navis die Sicht nach vorne beeinträchtigen und im Kreuzungsbereich Fußgänger oder Radfahrer verdecken können. Czarnecki gibt zu bedenken: "Nicht die grafischen Hinweise sind die Wichtigsten, sondern die akustischen." Eine objektive Analyse aktueller Navigationsgeräte bietet auch der ÖAMTC Navi-Test unter www.oeamtc.at/navis.

Kartenmaterial: Für eine Navigation im Ausland benötigt das Gerät entsprechendes Kartenmaterial. Meistens wird auf der Verpackung ausgewiesen, was im Package enthalten ist. "Wenn ich mir ein neues Gerät anschaffe, muss ich mir außerdem im Klaren sein, dass das Kartenmaterial nicht immer am aktuellen Stand ist", erläutert der ÖAMTC-Experte. "Vor Verwendung ist deshalb ein Update ratsam." In der Regel ist ein einmaliges Gratis-Update im Kaufpreis enthalten.

Routenplanung: Fährt man eine Route zum ersten Mal, empfiehlt es sich, den Weg vorab mit dem Finger auf der Landkarte oder in einem Online-Routenplaner (www.oeamtc.at/routenplaner) zu erkunden. Auch mit dem Navigationsgerät kann man eine Simulation bequem von der Couch aus durchführen. Ein Tipp des ÖAMTC-
Experten: "Die Routen schon vor Beginn der Fahrt ins Navigationsgerät eintippen oder vom Beifahrer eintippen lassen. Das beugt Ablenkungen während des Fahrens vor."

Montage: "Das Navigationsgerät sollte immer so montiert werden, dass die Sicht nach vorne nicht versperrt wird", erklärt Robert Czarnecki. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass herab hängende Kabel nicht die Funktion von Ganghebel, Blinker oder Scheibenwischer behindern. Die folgenden Varianten scheinen besonders praktikabel: Entweder links vom Lenkrad im unteren Bereich der Scheibe platzieren oder unterhalb vom Rückspiegel. Als dritte Möglichkeit empfiehlt der Experte eine Vorrichtung, mit deren Hilfe das Navi direkt am Armaturenbrett angebracht werden kann: "Vorteil dieser Variante ist, dass die Kabel nicht herabhängen und zusätzlich die Sicht versperren."

Eingewöhnung: Hat man das Navigationsgerät extra für die Urlaubsfahrt angeschafft, empfiehlt es sich, dieses erst in gewohnter Umgebung zu testen, um sich z.B. an die akustischen Hinweise zu gewöhnen. Auch wenn im Praxistest alles unkompliziert funktioniert, gibt der ÖAMTC-Techniker zu bedenken: "Blind vertrauen darf man einem Navi trotzdem nie. Letztendlich trägt der Fahrer die Verantwortung. Navi-Anweisungen und Verkehrssituation müssen daher vor Ort vom Fahrer eingeschätzt werden."

Navigationsgeräte sind eine beliebte Diebesbeute. Deshalb sollte man beim Verlassen des Fahrzeugs sämtliche Hinweise auf ein Navi (Ladekabel, Halterung) abmontieren und das Gerät unbedingt mitnehmen. "Versteckt man das Navi im Auto und es wird gestohlen, ersetzt es die Versicherung nicht", klärt der ÖAMTC-Experte auf.