Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Unfall mit Hirsch, Reh & Co.: Was ist zu tun?

Am größten ist die Wildunfall-Gefahr in den Morgen- und Abendstunden.


04.10.2010

"Der Wildwechsel im Herbst führt auf Österreichs Straßen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen", weiß ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer. Im Jahr 2009 wurden bundesweit 114 Wildunfälle verzeichnet und 131 Personen dabei verletzt. (Quelle: Statistik Austria).

Wer unerwartet bremst, riskiert Mitverschulden

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) darf ein Fahrzeuglenker nicht plötzlich und für den Nachfolgeverkehr überraschend bremsen. "Wer also wegen eines Tieres bremst, riskiert bei einem Auffahrunfall unter Umständen ein Mitverschulden", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer die rechtliche Situation. "Die Judikatur hat sich allerdings dahingehend entwickelt, dass bei einem Zusammenstoß mit einem Wildschwein, Reh oder Hirsch die Gefahr einer Verletzung des Lenkers als so groß gilt, dass nach einem Unfall aufgrund einer Vollbremsung dem Vordermann kein Mitverschulden angelastet wird."

Die richtige Fahrtechnik im Ernstfall

Am größten ist die Wildunfall-Gefahr in den Morgen- und Abendstunden. "Gerade wenn es dämmert, sollte man im Bereich von Wildwechsel-Warnschildern sehr aufmerksam und vorausschauend fahren. Außerdem ist es ratsam, den Abstand zum vorderen Fahrzeug möglichst groß zu halten", erklären die ÖAMTC-Fahrtechnikexperten. Sobald man von Weitem ein Tier sieht, muss man die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Läuft das Tier davon, sollte man dennoch vorsichtig die Stelle passieren, da Wildtiere meist in Gruppen flüchten. Ist ein Zusammenstoß unvermeidlich, sollte der Lenker stark bremsen und dabei das Lenkrad gut festhalten. Denn durch riskante Ausweichmanöver gefährdet man nicht nur sich und die Fahrzeuginsassen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Passiert ein Unfall, sollte folgendes Prozedere eingehalten werden:

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen, Unfallstelle mit einem Pannendreieck absichern.

  • Polizei und örtliche Jägerschaft verständigen.

  • "Behindert das Wild den übrigen Verkehr, muss es von der Fahrbahn entfernt werden. Es ist jedoch verboten, das Wild mitzunehmen", erklärt der ÖAMTC-Chefjurist.

  • Für die Kasko-Versicherung wird eine polizeiliche Meldebestätigung des Unfalls benötigt.

Quelle: ÖAMTC

 

Top-News und

Testberichte