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Im Frühling und Sommer passieren mehr Unfälle

40 Prozent mehr Verkehrstote zwischen April und September

22.04.2008

Im Frühjahr steigt die Zahl der Verkehrsunfälle erfahrungsgemäß drastisch an. Im Vorjahr ereigneten sich im April rund ein Viertel mehr Verkehrsunfälle als im Vormonat März. Die Zahl der Getöteten stieg sogar um mehr als 50 Prozent (März 2007: 43 Getötete, April 2007: 65 Getötete). "Wie die Bilanz in diesem Jahr ausfallen wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ist dabei aber von entscheidender Bedeutung", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Tatsache ist, dass in der warmen Jahreshälfte (April bis September) 40 Prozent mehr Unfälle mit Personenschaden passieren und ebenso viel mehr Verletzte zu beklagen sind als in der kalten Jahreszeit (Jänner bis März und Oktober bis Dezember). Auch die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr ist in den Frühlings- und Sommermonaten um 40 Prozent höher als in den Herbst- und Wintermonaten. 2007 starben 403 Menschen in der warmen Jahreshälfte gegenüber 288 in der kalten Jahreshälfte.

Die ÖAMTC-Verkehrspsychologin sieht verschiedene Gründe für den Anstieg der Unfallzahlen in den temperaturbegünstigten Monaten:

  • Es sind verstärkt Zweiradfahrer unterwegs. Vor allem Motorradfahrer sind zu Saisonbeginn besonders gefährdet. "Der unfallträchtige Saisonstart bei den Motorradfahrern im Vorjahr darf sich dieses Jahr nicht wiederholen", sagt Donosa. "Es empfiehlt sich langsam in die neue Saison zu starten, besonders vorausschauend zu fahren und sich idealerweise bei einem Warm up-Training wieder an die Maschine zu gewöhnen."
  • Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen werden die Menschen aktiver und mobiler. Ein Mehr an Mobilität bedeutet aber auch ein Mehr an potenziellen Verkehrskonflikten. "Vorsicht, Rücksicht und Nachsicht sind das Gebot der Stunde", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.
  • Die "rosarote Sonnenbrille" verklärt den Blick auf mögliche Gefahren. "Bei sehr guter Wetterlage und Stimmung sinkt das Risikobewusstsein", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Euphorische (Frühlings-)Gefühle können zu höheren oder unangepassten Fahrgeschwindigkeiten, Selbstüberschätzung und unüberlegten Fahraktionen, wie z.B. riskanten Überholmanövern, führen.
  • Die noch starken Temperaturschwankungen und die Frühjahrsmüdigkeit machen vielen zu schaffen. Konzentrationseinbußen und verlängerte Reaktionszeiten haben beim Autofahren leicht fatale Folge. Das Rezept dagegen: Bewegung, frische Luft, viel Obst und Gemüse, ausreichend Wasser trinken und immer wieder Pausen einlegen.
  • Beeinträchtigung durch Allergien. Viele Menschen leiden im Frühjahr unter allergischen Reaktionen durch Pollen. Die Sehkraft der verquollenen Augen ist stark beeinträchtigt und bei einer Niesattacke legt man - bei einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h - etwa 28 Meter im Blindflug zurück. Auch allergiebedingte Schlafstörungen können sich auf die Fahrtüchtigkeit auswirken.

Quelle: ÖAMTC

 

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