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Navigationsgerät und Handy sind im Tunnel tabu

Tipps für sichere Tunnelfahrten und richtiges Verhalten bei Panne oder Unfall

23.04.2008

"Der sicherste Tunnel wird zur Gefahr, wenn Autofahrer bei der Tunneleinfahrt ihren Verstand ausschalten", sagt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke. Das betrifft beispielsweise die Verwendung von Navigationsgeräten im Tunnel. "Viele gebräuchliche Navigationsgeräte verlieren im Tunnel den Kontakt zu ihrem Satelliten. Daher sind sämtliche Befehle, die das Navi im Tunnel gibt, strikt zu missachten", so der ÖAMTC-Experte. Keine Selbstverständlichkeit für manche Autofahrer. So wendete beispielsweise im Vorjahr eine Fahrerin im Plabutschtunnel aufgrund einer Navi-Anweisung und war dann fünf Kilometer als Geisterfahrerin unterwegs!

Um Unfällen im Tunnel vorzubeugen, gibt der ÖAMTC-Experte folgende Sicherheitstipps:


Vor der Einfahrt in den Tunnel:

  • Tankfüllung überprüfen

  • Sonnenbrille abnehmen

  • Abblendlicht einschalten, Tagfahrlicht alleine reicht wegen fehlender Heckbeleuchtung nicht aus

  • Auf Ampeln und andere Verkehrszeichen achten

  • Radio einschalten und Sender mit Verkehrsfunk einstellen.


Im Tunnel gilt:

  • Großen Sicherheitsabstand zum Vordermann halten

  • Höchstgeschwindigkeit einhalten

  • Immer am rechten Fahrbahnrand orientieren, niemals über die Mittellinie fahren

  • Niemals wenden oder rückwärts fahren

  • Nur im Notfall anhalten.


Panne, Unfall oder Stau - Hilfe über Notfalltelefon rufen, nie über das Handy

Eine äußerst gefährliche Unsitte ist es, bei Notfällen im Tunnel Feuerwehr, Rettung oder Polizei per Handy anzurufen. "Damit nimmt man der rund um die Uhr besetzten Tunnelüberwachungszentrale die Chance, eine sofortige und effiziente Rettungsaktion einzuleiten", so der ÖAMTC-Tunnelexperte. Richtig ist es, eines der Notfalltelefone im Tunnel zu bedienen, die sich in 200 Meter Abständen an der rechten Tunnelwand befinden. Öffnet man die Türe, wird der Alarm ausgelöst, die Tunnelüberwachung kann über die Beobachtungskameras den Fahrer erfassen, die Gefahren-Situation sofort einschätzen und die richtigen Rettungsmaßnahmen einleiten. "Diese Möglichkeiten haben Blaulicht-Organisationen nicht. Manchmal stehen die Anrufer zudem unter Schock und können keine genauen Auskünfte geben", so Matzke.

"Bei Vorfällen, die ein Anhalten im Tunnel erfordern, heißt es Nerven zu bewahren und die allgemeinen Verhaltensregeln einzuhalten", sagt der ÖAMTC-Experte.

  • Warnblinker einschalten

  • Fahrzeug in eine Pannenbucht, auf den Standstreifen oder so nah wie möglich an den rechten Fahrbahnrand lenken

  • Motor abstellen

  • Fahrzeug nur mit Warnweste verlassen und auf den Verkehr achten

  • Rettungskräfte über Notfalltelefone informieren

  • Verletzten Personen helfen


Verhalten im Brandfall

Bricht Feuer aus, sollte man möglichst noch aus dem Tunnel fahren. Keinesfalls aber darf man wenden oder rückwärts fahren. Ist eine Ausfahrt nicht mehr möglich, dann das Fahrzeug in einer Pannenbucht, auf dem Standstreifen oder am rechten Fahrbahnrand abstellen. In jedem Fall gilt:

  • Warnblinker einschalten, Motor abstellen und Zündschlüssel stecken lassen

  • Rettungskräfte informieren

  • Das Feuer nur im Anfangsstadium selbst zu löschen versuchen, ansonsten gilt, den Tunnel so schnell wie möglich über die Notausgänge verlassen


Einen Informationsfolder für "Sicheres Fahren im Straßentunnel" und der Film "Sicher im Tunnel", entwickelt von ÖAMTC-Verkehrsmanagement und EuroTAP, finden Sie zum Download auf der ÖAMTC-Webseite unter www.oeamtc.at/tunnel. Als "virtueller Lenker" erlebt man ganz normale bis brenzlige Tunnelsituationen und erfährt, wie man sich richtig verhält.

Quelle: ÖAMTC



 

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