Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Der neue Toyota Yaris Hybrid - Testbericht

Während gerade breit über Dieselfahrzeuge diskutiert wird, rollt der neue Toyota Yaris Hybrid in unseren Testfuhrpark. Womit er uns überzeugt hat, lesen Sie hier.

26.09.2017

Verbrennungs-motor, oder doch Elektro, - oder beides? Der kleine Toyota rollt auch in der Neuauflage mit einer Mischung aus beiden Welten auf unsere Straßen. Der Preis für den Toyota Yaris Hybrid in der Style-Ausstattung beginnt bei 21.890 Euro. In Verbindung mit der Metallic-Lackierung und dem Toyota Touch 2 & GO Navigationssystem steigt die Anschaffung unseres Testfahrzeugs auf 23.030 Euro. Wobei es bis Ende 2017 einen Aktionspreis von 20.230 Euro dafür gibt. Wer eine Marder kauresistente Shark Fin - Antenne haben möchte, muss nur noch 60,76 Euro drauflegen.

Der Yaris sieht außen wie innen frisch, sportlich und jugendlich ansprechend aus. Besonders das Blau steht ihm perfekt. Nebula blau Metallic heißt die Lackierung außen, das Dach ist mit Dachspoiler in Onyx Schwarz abgesetzt. Dazu passen die schwarz lackierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen genauso wie der schwarz glänzende Kühlergrill im Bienenwabendesign. Die auffällige Farbkombination spiegelt sich auch im Innenraum wider.

Das Lederlenkrad, der Lederschaltknauf sowie die anthrazitfarbenen Sitzbezüge besitzen blaue Ziernähte. Applikationen am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen wurden ebenfalls in dieser Akzentfarbe gestaltet. Den Kontrast erhält man durch das schwarze Interieur einschließlich ebenso eingefärbtem Dachhimmel.

Nimmt man im Yaris Platz, fühlt man sich sehr rasch wohl. Lässt man den Blick durch das Interieur schweifen, sticht das Armaturenbrett mit dem großen Touchscreen sofort ins Auge. Etwas tiefer versetzt sind die mittleren Ausströmer, die einen eigenen Bereich andeuten. Die Softtouch-Oberflächen greifen sich nicht nur gut an, sie wurden auch sauber verarbeitet. Unter dem Multimediadisplay befindet sich die Steuerung der Zwei-Zonen-Klima. Assistenzsysteme, bei Toyota "Safety Sense" genannt, sind bereits ab der Grundausstattung des Yaris mit an Bord. Dazu gehören Kollisionswarner, Pre-Crash-Bremsassistent, autonomes Notfall-Bremssystem, Spurwechselwarner, automatisches Fernlicht und Verkehrsschild-Erkennung.

Letztere, ab Active verfügbar, erkennt Geschwindigkeits-angaben leider auch auf LKW-Anhängern. Somit ist - wie bei anderen Herstellern auch - kein vollständiger Verlass darauf. Einige dieser Systeme lassen sich durch Taster seitlich unten beim Fußraum abschalten. Der kompakte Japaner besitzt darüber hinaus auch eine Fahrzeugstabilitätskontrolle, Berganfahrhilfe, Antriebsschlupfregelung und einen Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer.

Die Ablagen des Yaris fallen nicht zu üppig aus, man bringt aber alles für den Alltag gut unter. Besonders über ein gekühltes Handschuhfach kann man sich bei der Style-Ausstattung freuen. Eine Fußraumbeleuchtung erleichtert das Kramen in Handtaschen bei Dunkelheit. Die Steuerung der Audioanlage erfolgt entweder über das Display selbst oder über das Lenkrad. Sprachsteuerung gibt es keine, dafür erreicht man die Bedienelemente dank ihrer Größe problemlos. Den Bordcomputer, der zentral im Armaturenbrett zwischen Tachometer und "Drehzahlmesser" alle wichtigen Infos über Verbrauch und Ladeprozesse des Hybridantriebs widergibt, bedient man ebenfalls über das Lenkrad. Der Drehzahlmesser zeigt beim Yaris Hybrid nur die Bereiche "Charge", "ECO" und "Power" an. Da wir aber ein e-CVT-Getriebe haben, sind ausführlichere Anzeigen nicht nötig.

Trotz der kompakten Abmessungen wird es im Innenraum des Japaners nicht eng. Vorne ist genug Platz. Seine Sitze bieten einerseits einen angenehmen Komfort dank verstellbarer Höhe und Neigung, andererseits sind sie angenehm und nicht zu fest gepolstert. Der Seitenhalt reicht für den Alltagsbetrieb aus. Rutscht man mit dem Fahrersitz weit nach hinten, wird der Fußraum dahinter natürlich schmäler. Die gerade Sitzbank bietet Platz für drei Personen, bei einer Gesamtbreite von 1,70 m kann man sich hier schon arrangieren. Da klappt man eher die Sitzbänke (60:40) um und lädt vielleicht einmal mehr Gepäck ein, wobei das Gepäckraumvolumen für alle Yaris gleich groß ist, sprich: der Hybridantrieb und die Batterien nehmen keine Ladekapazität weg. Somit bleiben die 286 Liter erhalten.

Womit wir gleich bei Motorisierung und Antrieb wären: Neben den herkömmlichen Benzin- und Dieselmodellen, gibt es den Yaris mit einer Hybrid-Motorisierung. Ein Kompromiss für all jene, die nur die Möglichkeit hätten, eine Kabeltrommel aus dem 6. Stock zu werfen, um einen Plug-In oder einen echten Stromer zu laden. Ausgerüstet ist der Hybrid mit einer Kombination aus einem Vierzylinder-Benziner mit einem Hubraum von 1.497 Kubik, der 73 Pferde sein Eigen nennt, und einem Elektromotor mit einer maximalen Nennleistung von 45 kW. Insgesamt erreicht der Hybrid laut Hersteller eine Systemleistung von 101 PS.

Das Zusammenspiel der beiden funktioniert im Alltag sehr angenehm. Gestartet wird per Knopfdruck (den Schlüssel braucht man aber dennoch, um das Auto zu versperren). Beim Beschleunigen hilft der Elektromotor brav mit und verleiht dem Kleinen den flotten Antritt. Gleitet man dann zivil durch die Straßen, lässt sich der Yaris auch mal zu einem reinen EV-Modus hinreißen, den er aber sofort bei einem etwas stärkeren Gaspedaldruck wieder sein lässt. Die entsprechende Anzeige mit "gehobenem Zeigefinger" erhält man gleich im Bordcomputer. Gleiten statt hetzen, lautet die Devise. In 11,8 Sekunden erreicht die Tachonadel die 100 km/h-Marke. Das maximale Drehmoment von 110 Nm stellt der Yaris Hybrid in einem Drehzahlbereich von 3.600 bis 4.400 Umdrehungen.

In Sachen Hybridantrieb gehört Toyota zu jenen Herstellern mit der meisten Erfahrung. Doch beim e-CVT-Getriebe, mit dem die Hybriden bestückt sind, könnte man unserer Meinung nach noch ein wenig Geld in die Perfektionierung investieren. Denn das Aufheulen beim Beschleunigen schreckt uns aus der doch sonst sehr ruhigen und entspannten Laufkultur des Motors heraus, dabei betätigt man das Pedal gar nicht so stark, aber doch anscheinend den Ansprechpunkt erreichend. Zumal der mit dem akustischen Signal verbundene Vortrieb nicht stattfindet.

Eines wird ganz deutlich: Der Yaris ist ein smoother Gleiter, der sich in der Stadt am Wohlsten fühlt. Sein Verbrauch liegt nach unseren Bordcomputer- anzeigen bei etwa fünf Liter. Auf Autobahnen steigt der Wert aufgrund der höheren Geschwindigkeiten etwas in Richtung sechs Liter, dafür fährt man in 30er-Zonen und bei flüssigem Verkehr fast durchgehend elektrisch. Fahrwerk und Lenkung wurden ebenfalls gut auf die Stadt abgestimmt. Zwar hat der Yaris einen relativ geringen Lenkeinschlag, beim Rangieren unterstützt aber die Rückfahrkamera.

Wer also auf der Suche nach einem feschen Stadtauto mit kompakten Maßen aber doch viel Komfort ist, in seinem Herz einen grünen Fleck trägt, zu den entspannten Autofahrern zählt und die Ruhe von Elektro-Motoren schätzt, wird im Yaris Hybrid seinen Partner finden.

Was uns gefällt:

Styling, Stadtperformance, Ausstattung

Was uns nicht gefällt:

Startknopf ohne schlüssellosen Zutritt, e-CVT laut, relativ großer Wendekreis

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr Toyota News und Tests sowie die Toyota Händler in Österreich finden Sie hier.

Zum Öffnen der Fotogalerie mit allen 34 Fotos auf eines der Bilder klicken!

Aktuelle Autotests und Berichte:

Hyundai Kona Style; Bildquelle: auto-motor.at/Rainer Lustig

Der neue Hyundai Kona im Test

Hyundai´s Lifestyle-SUV zieht nicht nur außen neugierige Blicke auf sich. Dass auch seine inneren Werte begeistern können, lesen Sie im folgenden Testbericht. » weiter lesen

Dacia Duster; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Der neue Dacia Duster im Test

Die zweite Generation des Dacia Duster bietet einige Neuheiten in Bezug auf Technik und Ausstattung. Wir verraten im folgenden Test, wo die Stärken und Schwächen liegen. » weiter lesen

Ford Ranger Sondermodell Predator; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Sondermodell: Ford Ranger Predator im Test

Ford widmet dem Vorzeige Pick-up Ranger in diesem Frühjahr ein Sondermodell mit dem reißerischen Namen "Predator". Wo der räuberische Wildtrak seine Zähne zeigt, lesen Sie im folgenden Testbericht. » weiter lesen

Kia Sorento GT-Line; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Neuer Kia Sorento im Test

Der frisch geliftete Kia Sorento ist erstmals auch in der sportlichen GT-Line erhältlich. Wir verraten im folgenden Test, ob er mehr Luxusliner oder Sport-SUV ist. » weiter lesen

Renault Espace; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Renault Espace 1,8 Turbo im Test

Der Renault Espace ist jetzt auch mit einem starken Benzinmotor erhältlich. Wir verraten im folgenden Test, wie der Benziner zum geräumigen Crossover passt. » weiter lesen

Honda Civic Limousine; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Die neue Honda Civic Limousine im Test

Die neue Generation des Honda Civic ist bei uns auch wieder als Limousine erhältlich. Wir haben das Topmodell der Baureihe getestet. » weiter lesen

Nissan X-Trail 2,0 dCi ALL-MODE 4x4iTekna - Testbericht; Bildquelle: auto-motor.at/Rainer Lustig

Nissan X-Trail 2,0 Diesel Tekna im Test

Bereit für das Abenteuer Familie? Auf jeden Fall! Wie uns der neue X-Trail ruhig durch die hektische Zeit bringt, lesen Sie hier. » weiter lesen


 

Top-News und

Testberichte