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Suzuki Swift mit Allrad im Test

Nunmehr offeriert Suzuki auch sein Erfolgsmodell Swift mit permanentem Allradantrieb. Wir konnten den kleinen Japaner in unserem Testfuhrpark begrüßen und auf Herz und Nieren prüfen.

23.03.2012

Suzuki bietet mit dem Swift 4x4 ein kompaktes Kleinfahrzeug für alle witterungs-bedingten Bodenverhältnisse an, will den Wagen jedoch keineswegs als SUV oder Geländefahrzeug einordnen. Mit der technischen Erfahrung der Suzuki-Ingenieure konnten jedoch die die seit vielen Jahren vorhandenen und immer wieder verbesserten Erkenntnisse des Allradantriebes nun auch an das Modell Swift weitergegeben werden und damit für interessierte Kunden ein Allradauto der kleineren Klasse mit guter Grundausstattung und mit einem verträglichen Kaufpreis offeriert werden.

Der uns für die Testfahrten zur Verfügung gestellte Suzuki Swift 1,2 4x4 Spezial, so die exakte Typenbezeichnung unseres Testwagens, verfügt über eine sehr kompakte und effiziente Totalausstattung und hat einen Verkaufspreis von 16.290 Euro inkl. aller Abgaben.

Die Ausstattung des Swift 4x4 umfasst im Sicherheitsbereich Full-Size Airbag für Fahrer und Beifahrer im Front-, Seiten- und Kopfbereich, Knieairbag für den Fahrer sowie Kopfairbag für die Fondpassagiere. ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, ESP und Servolenkung sind Serie. Ergänzt wird die Innenausstattung durch eine manuelle Klimaanlage mit Pollenfilter, Zentralsperre mit Funkfernbedienung, Bordcomputer und elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel.

Unser Testwagen sticht schon wegen seiner besonderen Zweifarben-Lackierung ins Auge. Weinrotmetallic - oder wie man es bei Suzuki bezeichnet: Ablaze Red Pearl Metallic 2 - bis zur Fenster-/Gürtellinie sowie schwarze Lackierung der A,B,C-Säulen und des Daches verleihen dem Fahrzeug ein sicherlich auffallendes Äußeres. Man könnte die Farbzusammenstellung auch als "Retro-Look" der 50er/60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts bezeichnen, da damals diese Farbmischung als besonders modern und gefragt galt.

Der Bordcomputer lässt sich auch als Tripanzeige einstellen und liefert auf diese Weise dem Lenker Angaben zur Tagesfahrleistung, dem aktuellen oder durchschnittlichen Treibstoffverbrauch, Uhrzeit und Außentemperatur. Das Computerdisplay ist zentral zwischen Tacho und Drehzahlmesser angeordnet und leicht ablesbar. Als Tagfahrlicht dienen das Abblendlicht des Fahrzeuges sowie die Rückleuchten. Bei laufendem Motor wird die Tagfahrbeleuchtung automatisch aktiviert.

Der Innenraum ist ausgezeichnet abgestimmt und liefert eine Vielzahl von Ablagemöglichkeiten neben einem zentral von Fahrer und Beifahrer erreichbaren und abgedeckten Handschuhfach auf der oberen Armaturenabdeckung sowie einem größeren weiteren Handschuhfach vor dem Beifahrersitz. Das Dreispeichen-Lederlenkrad, mit Bedienknöpfen für das CD-Radio mit MP3-Funktion, liegt sehr gut in der Hand.

Die 5-sitzige Limousine bietet vorne für Fahrer/Beifahrer ausreichend Platz, jedoch wird in der Heckreihe das Platzangebot für 3 Personen doch etwas gering und eng. Die stoffbezogenen Fahrer/Beifahrersitze sind bequem und bieten mäßigen Seitenhalt. Eine Mittelarmlehne würde die Bequemlichkeit für Fahrer und Beifahrer jedoch wesentlich erhöhen. Der Fahrersitz ist manuell höhenverstellbar, und zusammen mit der Höhenverstellbarkeit der Lenksäule lässt sich für jeden Fahrer eine gezielte persönliche Sitzeinstellung finden.

Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 2:1 sehr leicht umlegbar, wodurch laut Werksangabe das Kofferraumvolumen von 210 Liter bis auf 900 Liter erweiterbar ist. Der Kofferraum ist durch die Heckklappe leicht erreichbar, die Ladekante liegt allerdings relativ hoch.

Einige Punkte sind aber beim Swift 4x4 sicher für den Nichtkenner der Marke Suzuki eher gewöhnungsbedürftig. Wenn nach dem elektronischen Türentriegeln - ein Knopfdruck nur für die Fahrertüre, ein weiterer Knopfdruck für die übrigen Türen und die Heckklappe - nicht innerhalb von 10 Sekunden eine der entriegelten Fahrzeugtüren geöffnet wird, so sperrt die Automatik alle vorher entriegelten Türen wieder ab. Gleichfalls Beachtung sollte die Fernentriegelung der Tankklappe, mittels eines Hebels am Fahrzeugboden im Bereich des Fahrersitzes, finden. Ein Studium der Gebrauchsanleitung für das Fahrzeug ist Suzuki Swift-Fahranfängern angeraten, unangenehme Überraschungen können dadurch vermieden werden.

Der 1,2 Liter Benzinmotor des Swift 4x4 ist ein Reihenvierzylinder mit 16 Ventilen, welcher seine höchste Leistung von 66 kW / 90 PS bei 6.000 U/min. erreicht. Sein maximales Drehmoment von 118 Nm bringt der mit Multipoint Einspritzung ausgestattete Motor bei 4.800 U/min. Die Abgasnorm des Motors ist auf EURO 5 eingestuft. Die CO2-Emission liegt beim kombinierten Verbrauch bei 128 g/km.

Diese Motorleistung verleiht dem Swift 4x4 eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h und einen Sprint von 13,4 Sek. von 0 auf 100 km/h. Das manuelle 5-Gang-Getriebe arbeitet exakt, und die Gangwechsel sind leicht und zügig durchführbar. Der Antrieb erfolgt auf alle 4 Räder gleichzeitig unter Verwendung einer Viskokupplung.

Beim Handling des Fahrzeuges sollte man nie vergessen, dass man ein Allradfahrzeug bewegt. Die Lenkung spricht sehr direkt aber exakt an. Sie ist in der Leichtigkeit der Drehbewegung nicht allzu hoch angesiedelt und liefert dem Lenker besonders bei Seitenwind eher unangenehme Rückmeldungen. Die Spurgenauigkeit lässt sich durch den permanenten Allradantrieb mit Viskokupplung bei allen Fahrbahnverhältnissen sehr exakt einhalten. Auch bei zügigerer Fahrweise - so ab 4.000 U/min - ist das Fahrverhalten jederzeit abschätzbar und beherrschbar. Die Scheibenbremsen (vorne innen belüftet) arbeiten gut und sind in allen Fahrsituationen gut dosierbar.

Der kombinierte Treibstoff- verbrauch laut Werk von 5,5 Liter für 100 km konnte bei unseren Testfahrten wie so oft nicht erreicht werden. Laut Fahrzeugcomputer lag unser Durchschnitts-verbrauch bei 6,2 Liter. Wenn man den Swift 4x4 jedoch in gemäßigter Fahrweise bewegt (max. 3.000 U/min), kann der Durchschnittsverbrauch schon bis zu 1 Liter geringer werden. Leistungsbezogenes Fahren oder Autobahnfahrten mit 130 km/h treiben natürlich die Verbrauchswerte in Dimensionen von fast 7,0 Liter.

Das Resümee unserer Testfahrten: Der Suzuki Swift 4x4 ist als kompakter Kleinwagen mit besonderen Fähigkeiten der Beherrschung aller auftretenden Fahrbahnbeschaffenheiten einzuordnen und eröffnet mit seinem Verkaufspreis einen leistbaren Einstieg in die Welt der Allradfahrzeuge.

Was uns gefällt:

das Allroundtalent des Swift 4x4, die Ausstattung, das Preis/Leistungs- verhältnis

Was uns nicht gefällt:

der Kofferraum ist recht klein geraten

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2-
Fahrverhalten: 2
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 3

TIPP: Mehr Suzuki News und Tests sowie die Suzuki Händler in ganz Österreich finden Sie hier.

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