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Sommerreifen-Test und Infos für den Reifenwechsel

Die Hälfte der Pneus im ÖAMTC-Test schwächelt bei Nässe


Den aktuellen Sommerreifen-Test aus 2012 finden Sie hier. Nachfolgend das Testergebnis von 2005:


Bildquelle: ÷AMTC
Noch hat uns der Winter fest im Griff. "Es macht sich aber bezahlt, bereits jetzt die Sommerreifen zu bestellen", weiß ÖAMTC-Reifenexperte Willy Matzke. Damit die Auswahl leichter fällt, veröffentlicht der ÖAMTC schon Ende Februar seinen aktuellen Reifentest. 27 Sommerreifen wurden auf Herz und Nieren geprüft."Die Hälfte aller getesteten Reifen ist überraschend wasserscheu", resümiert der ÖAMTC-Experte.

Beim Test standen zwei Dimensionen auf dem Prüfstand - Die Standardgröße für Kleinwagen 175/65 R 14 T und die Hauptentwicklungsgröße für Mittelklassewagen 195/65 R 15 H. Neben dem Fahrverhalten bei trockener und nasser Fahrbahn waren Fahrkomfort, Außengeräusche, Schnelllauf, Rollwiderstand und Verschleiß wichtige Kriterien für die Bewertung. Nur sechs Reifen erhielten das Urteil "sehr empfehlenswert", fünfzehn Reifen wurden mit "empfehlenswert" beurteilt, sechs Reifen sind für die Experten nur "bedingt empfehlenswert". Hier die Ergebnisse im Detail:

Bei der Standardgröße 175/65 R 14 T für Kleinwagen wie VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa steht ein Routinier, der Pirelli P 3000 Energy, am Siegerpodest. "Super Grip bei Nässe und geringer Verschleiß" zeichnen den Besten aus. Ein "großer Wurf" ist laut Experten der Silbermedaillen-Gewinner, der neu entwickelte Continental EcoContact 3. "Komfortabelster Reifen in dieser Dimension" lautet das Urteil. Als "sehr ausgewogen" wird die Nummer drei im Ranking, der Nokian NRT 2, beschrieben. Der Firestone F 590 zeigt bereits Schwächen auf nasser Fahrbahn, was ihn auf Platz vier verweist. "Diese 'Wasserscheu' haben wir auch beim Kleber Dynaxer HP 2, Barum Brillantis, Dunlop SP30, Goodyear GT3, Michelin Energy E3A, Fulda Diadem Linero und Sava Effecta + festgestellt", sagt Matzke. Der Uniroyal rallye 680 erhält die Bestnote auf nasser Fahrbahn. Er liegt aber wegen hoher Verschleißwerte abgeschlagen im hinteren Feld.

Die Dimension 195/65 R 15 H für Mittelklassewagen wie VW Golf, Ford Focus oder Opel Vectra führt der Pirelli P 6 an. "Ein sehr ausgewogener Reifen auf hohem Niveau" lautet das Urteil der Tester. Dicht gefolgt wird er vom Bridgestone Turanza ER300, der etwas lauter im Außengeräusch ist. Als "echte Überraschung" gilt der Maloya Futura Primato, der auf Platz drei des Rankings steht. Ihm wird lediglich eine leichte Schwäche beim Rollwiderstand attestiert. Auch in dieser Dimension zeigen sich auf Platz vier, beim Michelin Energy E3A, Schwächen bei Nässe. Die Reifen auf den Plätzen sieben bis elf haben die selbe Beanstandung. Eine Bestnote auf nasser Fahrbahn hat auch in dieser Kategorie der Regenreifen Uniroyal rallye 550. Er liegt aber aufgrund hoher Verschleißwerte und Schwächen auf trockener Fahrbahn nur an letzter Stelle der Wertung. "Unabhängig von der Gesamtwertung erhält ein Reifen eine niedrigere ÖAMTC-Empfehlung, wenn er signifikante Schwächen in einer sicherheitsrelevanten Einzelprüfung zeigt", erklärt der Reifenexperte.

Mit dem Umrüsten auf Sommerreifen sollte man aus Witterungsgründen unbedingt bis nach Ostern warten. Aber schon jetzt kann der "Wunschreifen" zu günstigen Preisen bestellt werden. Eine detaillierte Übersicht zum Sommerreifentest finden Sie hier auf der ÖAMTC-Webseite.


Vorsicht mit neuen Sommerreifen

Achtung: Neu gekaufte Sommerreifen haben noch nicht den vollen Grip. Sie sollten die ersten 200 Kilometer mit mittlerer Geschwindigkeit eingefahren werden, um die Laufflächenoberfläche anzurauen. Dabei sollten schnelle Kurvenfahrten und extreme Bremsmanöver vermieden werden. Beim Reifenumstecken soll man gleich die Gelegenheit zum Check des Reserverades nützen: Je nach Angaben des Herstellers muss etwa bei einem Notrad der Luftdruck doppelt so hoch sein wie bei den montierten Pneus.

Werden die alten Sommerreifen weiter verwendet, müssen Sie vor dem Umstecken auf ihre Einsatzfähigkeitgeprüft werden. Dazu gehört neben der Untersuchung auf Risse und Schäden auch ein kritischer Blick auf das Profil. Nähern sich die Reifen mit zwei bis drei Millimetern der gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, sollten sie nicht mehr verwendet werden. Der ÖAMTC-Techniker erinnert an die Sicherheitsformel 4 x 4 x 4: Es gilt, immer vier gleiche Reifen mit mindestens vier Millimetern Profil, die nicht länger als vier Jahre im Einsatz gewesen sein sollen, zu verwenden.

Ihren Sommerschlaf halten die Winterreifen am besten auf Felgen liegend übereinander gestapelt oder an der Wand hängend. Starke Sonneneinstrahlung oder Wärmeeinwirkung beschleunigen den Alterungsprozess. Deshalb sollten die Reifen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden, empfehlen die ÖAMTC-Techniker.

Quelle: ÖAMTC



 

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