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Der neue Seat Arona im Test

Mit dem Arona hat Seat nun einen kleinen Bruder des Ateca auf den Markt gebracht. Wir haben die 1,0 Liter-Version mit 115 PS getestet.

19.01.2018

In den letzten Jahren ist eine richtige Flut an kleinen SUVs auf den Markt gekommen. Jetzt hat auch Seat mit dem Arona in diesem immer wichtiger werdenden Segment ein passendes Modell im Programm. Der kleine Bruder des Ateca kann dabei mit einer sehr dynamischen Optik aufwarten und zeigt sich auf einer Länge von nur 413,8 cm überaus gefällig. Die Frontpartie präsentiert sich ganz im Stil der anderen neuen Seat-Modelle, und auf Wunsch gibt es auch LED-Scheinwerfer. Überhaupt zeigt sich der Arona bei der Ausstattung sehr erwachsen, vor allem wenn man die Xcellence-Ausstattung nimmt, mit der unser Testwagen verwöhnt hat.

Kombiniert haben wir die luxuriöse Ausstattung noch mit dem 1,0 Liter TSI mit 115 PS und DSG-Getriebe. Im Listenpreis von 25.290 Euro sind schon jede Menge Goodies enthalten, wie etwa eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Keyless-System, Seat Full Link, das Media System Plus mit 8"-Touchscreen, Licht- und Regensensor, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule, Tempomat, die Multkollisionsbremse, der Frontassist mit City-Notbremsfunktion und vieles mehr.

Damit der kleine Seat-SUV seinem großen Bruder um nichts nachsteht, hatte unser Testwagen noch das Assistenz-Paket Komfort, den Blind Spot-Sensor inkl. Ausparkhilfe, 17"-Alufelgen, Fußmatten Textil, ein Navigationssystem, das Österreich-Paket Xcellence, die zwei-Farb-Lackierung und ein Reserverad mit an Bord. Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 28.360 Euro und bleibt trotz exzellenter Ausstattung unter der magischen 30.000 Euro-Marke.

Immerhin bietet der Arona um diesen Preis schon jede Menge Luxus-Features, inkl. adaptivem Tempomat, LED-Scheinwerfer und eine Innenraumgestaltung, bei der man sich auf Anhieb wohl fühlt. Der Mix aus hellen und dunklen Materialien lässt den Innenraum sehr hochwertig, aber auch modern wirken. Die Verarbeitung ist dabei ebenfalls erstklassig, wodurch der Arona ein wirklich angenehmer Begleiter ist.

Ein Highlight ist sicher der 8"-Touchscreen, der mit einer schönen Darstellung aufwarten kann und einer einfachen Bedienlogik folgt. Auch die vielen Ablagen erfreuen das Autofahrerherz. Einzige Kritikpunkte beim Innenraum sind die nicht höhenverstellbare Mittelarmlehne und dass es im Cockpit keine Kontrollleuchte für das Licht gibt. Gerade im Winter bei düsteren Verhältnissen muss man erst mühsam den Blick von der Straße nehmen und am links unten angebrachten Lichtschalter kontrollieren, ob die Automatik auch das Licht schon aktiviert hat - was leider oftmals nicht der Fall ist, da die Lichtautomatik erst recht spät reagiert.

Keinen Grund zur Klage gibt es beim Platzangebot, wobei natürlich der Fußraum im Fond der Klasse entsprechend etwas enger ist. Sehr großzügig ist der Kofferraum dimensioniert, der mit 400 Litern Fassungsvermögen die meisten Kompaktklasse-Fahrzeuge übertrifft.

Möchte man Fahrspaß, Vernunft und Komfort kombinieren, kommt man um den 1,0 Liter TSI mit DSG-Getriebe nicht herum. Der 1,0 Liter 3-Zylinder mit 115 PS (85 kW) ist die goldene Mitte zwischen dem 1,0 TSI mit 95 PS und dem 1,5 TSI mit 150 PS. In Kombination mit dem 7-Gang-DSG-Getriebe hat man bei dieser Wahl auf jeden Fall nichts falsch gemacht. Schon vom Start weg hängt der Motor gut am Gas, sein maximales Drehmoment von 200 Nm erreicht er immerhin zwischen 2.000 und 3.500 U/Min. Der 3-Zylinder kann dabei vor allem im Stadtbetrieb mit sehr spritzigen Fahrleistungen überzeugen.

Die Gänge werden vom 7-Gang-DSG-Getriebe so schnell und sanft gewechselt, dass man lediglich am Zurückzucken des Drehzahlmessers erkennt, wenn ein neuer Gang eingelegt worden ist. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 10 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 km/h. Der Arona mit 115 PS ist aber auch außerhalb der Stadt ein sehr angenehmer Begleiter und verfügt über genug Kraftreserven um auch Überholvorgänge zu absolvieren, ohne dass die Passagiere ins Schwitzen kommen. Erst bei voller Beschleunigung aus höherem Tempo heraus merkt man, dass man doch nur 3-Zylinder unter der Haube hat und der Motor sich etwas anstrengen muss. Dies quittiert er mit einem etwas raueren Klang im oberen Drehzahlbereich. Sonst würde man aber kaum merken, dass nur 3 Zylinder unter der Haube am Werk sind.

Wer den Fahrspaß genießen möchte, der sollte sich aber von dem vom Werk versprochenen Verbrauch von 5,0 Litern pro 100 Kilometer verabschieden. Wir sind bei zügiger Fahrweise auf rund 6,8 Liter gekommen, unser Testfahrzeug hatte aber noch einen recht jungfräulichen Kilometerstand, wodurch wir fest davon ausgehen, dass man den Verbrauch noch um rund 0,5 Liter senken kann, ohne auf Fahrspaß zu verzichten. Wer gemütlich dahin gleitet, wird seinen Arona 1,0 TSI DSG wohl auch mit einem Verbrauch von unter 6 Litern bewegen können.

Für uns war aber der sportliche Charakter des Arona zu verführerisch. Immerhin ist er trotz luxuriöser Ausrichtung sehr dynamisch abgestimmt. Die Straßenlage kann als perfekt bezeichnet werden, und auch die direkte Lenkung sorgt für gesteigerten Fahrspaß. So verzeiht man dem kleinen SUV auch die etwas straffere Fahrwerks- und Federungsabstimmung, die aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm auffällt.

Ein absolutes Highlight des Seat Arona ist aber seine Sicherheits-ausstattung. In dieser Klasse findet man nämlich eine automatische Einparkhilfe, einen Toter-Winkel-Warner und einen adaptiven Tempomat nicht sehr oft, wodurch der Arona in diesem Punkt eindeutig aus der Masse heraus sticht.

Auf jeden Fall ist der Seat Arona ein ausgesprochen angenehmer Begleiter, der mit viel Sicherheit, Fahrspaß und Platz aufwarten kann. Dazu gibt es noch die Extra-Portion spanischen Charme und eine Verarbeitung, die auch mit deutschen Produkten locker mithalten kann. Der Seat Arona ist auf jeden Fall ein heißer Tipp in der kleinen SUV-Klasse.

Was uns gefällt:

das Design, die Ausstattung, die Sicherheits-features, der Motor, das Preis/Leistungs- verhältnis, der Fahrspaß, das DSG-Getriebe

Was uns nicht gefällt:

dass die Mittelarmlehne nicht höhenverstellbar ist, dass es für das Licht keine Kontrolllampe im Cockpit gibt

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr Seat News und Tests sowie die Seat Händler in Österreich finden Sie hier.

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