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Schifahrer unterschätzen Übermüdung auf Heimfahrt

Erste Warnsignale und Tipps für die sichere Heimfahrt

29.12.2005

Tagwache um fünf Uhr früh - und ab geht die Fahrt ins Schigebiet. Immerhin will man als Erster beim Schilift stehen und den Tag optimal ausnutzen. Nach dem Kampf um einen freien Parkplatz heißt es volles Programm auf der Piste bis die Lifte schließen. Fast unermüdlich hetzen viele ohne Unterbrechung die Pisten rauf und runter. "Den ganzen Tag lang Schi fahren ist erschöpfend, vor allem wenn man körperliche Anstrengung nicht gewöhnt ist", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. "Das Risiko, das man eingeht, wenn man sich am Ende eines Schitages völlig ausgepowert und übermüdet hinters Steuer setzt, wird meist unterschätzt."

Die Zahlen sprechen aber für sich: "Im vergangenen Jahr gingen laut Angaben des Innenministeriums vermutlich sechs Prozent der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang auf Übermüdung zurück", weiß Donosa. Die Gefahr am Steuer einzuschlafen, ist in den frühen Morgenstunden zwischen zwei und vier Uhr, nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr sowie abends von 22 bis 24 Uhr am größten.

"Ermüdung führt zu einer allgemeinen Leistungsminderung, was man beim Schi fahren oft schon am Nachmittag merkt. Wenn die Kräfte nachlassen, ist die Sturzgefahr besonders hoch", sagt die Verkehrspsychologin. Hinzu kommt das bekannte Leistungstief am Nachmittag. Gerade auch beim Autofahren ist es gefährlich, die ersten Anzeichen zu missachten: "Wer übermüdet Auto fährt, zeigt ähnliche Beeinträchtigungen wie unter Alkoholeinfluss", warnt die ÖAMTC-Expertin.

Gähnen, schwere Augenlieder, Augenbrennen, Tunnelblick und Verspannungen im Nacken sind erste alarmierende Warnsignale. Wie gefährlich Übermüdung am Steuer ist, zeigen typische Veränderungen im Fahrverhalten: man hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, es kommt zu verzögerten Reaktionen, Geschwindigkeiten und Entfernungen werden falsch eingeschätzt, Fahrmanöver anderer wirken oft überraschend oder werden verspätet wahrgenommen. Höchste Alarmstufe herrscht, wenn plötzlich die Erinnerung an die vergangenen Sekunden fehlt.

Weder das Fahren bei geöffnetem Fenster noch laute Musik helfen, Übermüdung zu überwinden. Viele erliegen der Fehleinschätzung, Kaffee oder aufputschende Getränke würden helfen, die Ermüdung einzudämmen. Sie haben aber lediglich eine Kurzzeitwirkung, die Müdigkeit bleibt. Die Tipps der ÖAMTC-Verkehrspsychologin:

  • Vor einem geplanten Schitag ausreichend schlafen.

  • Kräfte während des Schifahrens einteilen, damit man noch konzentriert und aufmerksam die Heimreise antreten kann.

  • Beim Zwischenstopp auf der Schihütte auf Alkohol verzichten.

  • Bei Anzeichen von Übermüdung sofort eine Pause einlegen oder einen Fahrerwechsel vornehmen.

  • Als Faustregel gilt, mindestens alle 200 Kilometer vor allem auf langen, monotonen Strecken bzw. alle zwei Stunden eine Pause einlegen.

Zu viel Hitze im Auto wirkt sich ebenfalls negativ aus: Die Gefahr der Übermüdung steigt, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nehmen ab. Außerdem ist zu warme, gepolsterte Winterbekleidung einengend, sie raubt den Passagieren die Bewegungsfreiheit und vermindert die Wirksamkeit des Sicherheitsgurtes bzw. des Kindersitzes.

Quelle: ÖAMTC

 

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