Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Renault Twingo 1,2 16V im Test

Mit dem Facelift hat der Renault Twingo wieder viel an Charisma gewonnen. Für unseren Test haben wir den 75 PS Benziner in Dynamique-Ausstattung gewählt.

01.06.2012

Der Renault Twingo ist 2007 in seine zweite Generation gestartet, Anfang 2012 hat Renault seinem Kleinwagen ein großes Facelift verpasst, welches dem kleinen Franzosen ausgezeichnet steht. Erstmals zeigt Renault beim Twingo seine neue Designlinie, die auch bei zukünftigen Modellen zu sehen sein wird. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der neue Twingo wesentlich hochwertiger, aber auch viel dynamischer. Vor allem die Frontpartie gefällt in Kombination mit den frischen Farben, die es für den Twingo gibt, sehr gut.

Für unseren Test haben wir den Twingo mit dem 1,2 Liter 16V Benzinmotor mit 75 PS in Dynamique-Ausstattung in unserem Fuhrpark begrüßen dürfen. Der Dynamique hat um 10.690 Euro schon serienmäßig ABS, ESP, vier Airbags, eine Klimaanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, chromumrandete Nebelscheinwerfer, eine Außentemperaturanzeige, elektrische Fensterheber, eine Servolenkung und abgedunkelte Heckscheiben mit an Bord.

Unserem Testfahrzeug hat man dann noch eine automatische Klimaanlage, eine Metallic-Lackierung, Leichtmetallfelgen und das Komfort-Paket mit zwei einzeln verschiebbaren und umklappbaren Rücksitzen mit verstellbaren Lehnen, höhenverstellbarem Fahrersitz und höhenverstellbare Kopfstützen gegönnt. Der Gesamtpreis klettert damit auf 12.166 Euro.

So ausgestattet präsentiert sich der Twingo schon sehr wohnlich. Verbessert wurde auch die Materialanmutung im Innenraum, wenngleich diese noch immer Verbesserungspotential bietet. Viele Elemente erfreuen sich schon eines hochwertigen Bezugs, andere wiederum glänzen noch in Billigplastik.

Großes Lob verdient sich der Twingo dann wieder in Bezug auf die einfache Handhabung, - alle Funktionen sind logisch angeordnet und auch leicht zu bedienen. Die Klimaautomatik verrichtet ihre Arbeit auch an heißen Sommertagen sehr gut, und das Platzangebot kann sich für einen Kleinwagen sehen lassen.

Vor allem, wenn man die verschiebbaren Einzelsitze hinten gewählt hat, die auch den Fondpassagieren einen ordentlichen Knieraum bescheren. Je nach Bedarf lässt sich durch Verschieben der rückwärtigen Sitze mehr Platz für die Fahrgäste oder mehr Platz für das Gepäck erzielen. Das Kofferraumvolumen reicht dabei von 165 bis 285 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitze noch auf bis zu 959 Liter erweitert werden.

Auch die Sitze selbst sind sehr angenehm, nicht zu weich und nicht zu hart. Auf unserer Wunschliste würden nur noch ein auch in der Länge verstellbares Lenkrad und höhenverstellbare Gurte stehen. Kleine Personen werden vom Gurt gerne stranguliert, was nicht gerade angenehm ist.

Optimal motorisiert ist der Twingo auch mit dem 1,2 16V Benzinmotor, der über eine Leistung von 75 PS (55 kW) verfügt. Das maximale Drehmoment von 107 Nm erreicht der Vierzylinder bei 4.250 U/Min. Um die Leistung zu spüren, muss man also fest aufs Gas drücken und den Drehzahlmesser in die oberen Regionen ziehen lassen. Dann kann der Twingo auch durchaus Fahrspaß vermitteln und auch abseits der Stadt für angenehmes Vorankommen sorgen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erledigt der pfiffige Franzose in 12,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 169 km/h.

Die 5-Gang-Schaltung verfügt zwar über einen etwas längeren Schalthebel, die Gänge sind aber sehr leicht zu sortieren, und auch die Kupplung ist, wie es sich für ein Stadtfahrzeug gehört, sehr leichtgängig.

Mit der etwas indirekten Servolenkung lässt sich der Twingo auch im Stadtgewühl gut dirigieren. Die Kombination aus kompakten Abmessungen - der Twingo ist nur 368,7 cm lang - und großen Fensterflächen ermöglicht eine gute Rundumsicht und das Potential, um in die kleinsten Parklücken zu kommen. Im Stadtbetrieb ist es im Twingo auch angenehm leise, erst bei Autobahntempo dringen stärkere Motor- und Abrollgeräusche in den Innenraum.

Sehr gut gelungen ist den Ingenieuren bei Renault auch die Komfortabstimmung für den Twingo. Für einen Kleinwagen ist er sehr komfortabel, selbst auf der Autobahn bügelt er noch die Schlaglöcher und Querrillen gekonnt weg.

Zudem lässt sich der kleine Franzose sehr gutmütig durch schnelle Kurven bewegen, sollte man in die Nähe der Belastungsgrenze kommen, zeigt einem Twingo sehr frühzeitig, dass das Limit bald kommt und gibt dem Fahrer die Chance zur Korrektur.

Wer den Twingo ganz normal bewegt und auch ab und zu die Leistung abruft, wird am vom Werk angegebenen Verbrauch von 5,1 Liter zwar scheitern, mit einem Testverbrauch von 5,9 Liter war der Twingo aber noch immer halbwegs sparsam unterwegs. Mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung und einem Start/Stopp-System könnte der Twingo aber durchaus noch sparsamer sein.

Der Renault Twingo ist in der Summe seiner Eigenschaften ein durchaus angenehmes Fahrzeug mit großen Stärken im Stadtbetrieb. Seine Wendigkeit und das gute Platzangebot können beim Twingo am meisten überzeugen. Aber auch das Komfort-Kapitel meistert der kleine Franzose sehr gut. Es passt zudem das Preis/Leistungsverhältnis, und auch optisch hat der Twingo mit dem Facelift stark an Ausstrahlung gewonnen.

Was uns gefällt:

das Platzangebot, das Preis/Leistungsverhältnis, die Ausstattung

Was uns nicht gefällt:

der im unteren Drehzahlbereich lahme Motor, die nicht vorhandene Höhenverstellung der Gurte

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 2
Ausstattung Komfort: 2
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 2
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

TIPP: Mehr Renault News und Tests, aktuelle Renault Gebrauchtwagen sowie die Renault Händler in ganz Österreich finden Sie hier.

Zum Öffnen der Fotogalerie mit allen 57 Fotos auf eines der Bilder klicken!

Aktuelle Autotests und Berichte:

Hyundai Kona Style; Bildquelle: auto-motor.at/Rainer Lustig

Der neue Hyundai Kona im Test

Hyundai´s Lifestyle-SUV zieht nicht nur außen neugierige Blicke auf sich. Dass auch seine inneren Werte begeistern können, lesen Sie im folgenden Testbericht. » weiter lesen

Dacia Duster; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Der neue Dacia Duster im Test

Die zweite Generation des Dacia Duster bietet einige Neuheiten in Bezug auf Technik und Ausstattung. Wir verraten im folgenden Test, wo die Stärken und Schwächen liegen. » weiter lesen

Ford Ranger Sondermodell Predator; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Sondermodell: Ford Ranger Predator im Test

Ford widmet dem Vorzeige Pick-up Ranger in diesem Frühjahr ein Sondermodell mit dem reißerischen Namen "Predator". Wo der räuberische Wildtrak seine Zähne zeigt, lesen Sie im folgenden Testbericht. » weiter lesen

Kia Sorento GT-Line; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Neuer Kia Sorento im Test

Der frisch geliftete Kia Sorento ist erstmals auch in der sportlichen GT-Line erhältlich. Wir verraten im folgenden Test, ob er mehr Luxusliner oder Sport-SUV ist. » weiter lesen

Renault Espace; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Renault Espace 1,8 Turbo im Test

Der Renault Espace ist jetzt auch mit einem starken Benzinmotor erhältlich. Wir verraten im folgenden Test, wie der Benziner zum geräumigen Crossover passt. » weiter lesen

Honda Civic Limousine; Bildquelle: auto-motor.at/Stefan Gruber

Die neue Honda Civic Limousine im Test

Die neue Generation des Honda Civic ist bei uns auch wieder als Limousine erhältlich. Wir haben das Topmodell der Baureihe getestet. » weiter lesen

Nissan X-Trail 2,0 dCi ALL-MODE 4x4iTekna - Testbericht; Bildquelle: auto-motor.at/Rainer Lustig

Nissan X-Trail 2,0 Diesel Tekna im Test

Bereit für das Abenteuer Familie? Auf jeden Fall! Wie uns der neue X-Trail ruhig durch die hektische Zeit bringt, lesen Sie hier. » weiter lesen


 

Top-News und

Testberichte