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Renault Twingo GT im Test

Renaults Frauenversteher Twingo lässt in der GT-Version nicht nur die Damenherzen höher schlagen. Womit das französische Rennsemmerl unser Herz gewinnen konnte, erfahren Sie im folgenden Testbericht.

18.07.2017

Stylisch fällt unser Tester auf wie ein bunter Hund. Wer lieber dezent unterwegs ist, lässt besser die Hände von ihm. Preislich startet der Twingo GT bei 15.790 Euro. Damit befindet er sich in der Kategorie der Kleinwagen durchaus im Mittelfeld. Für all jene, die einen echten Stadtflitzer mit Rennoptik haben wollen, passt der Preis aber absolut zur gebotenen Leistung.

Die Serienausstattung des Renault GT beginnt bereits bei einem deutlich schärferen Auftritt gegenüber den zivileren Ausstattungsmöglichkeiten des Twingo. So steht unser Testwagen statt auf serienmäßigen 15-Zoll- auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen "TwinRun" mit stattlicher 185/45er-Bereifung vorne und 205/40er-Gummis hinten. Zwar gehört die Pepper-Orange Metalisèe-Lackierung zu den Optionen, sie käme aber nur halb so schnittig zur Geltung, wenn sie nicht durch die serienmäßige "GT-Burning"-Beklebung in Schwarz gekonnt in Szene gesetzt werden würde. Das richtige Racing-Finish optischer Art kommt wiederum aus der Sonderausstattungsliste in Form von GT-Stickern auf Dach und Motorhaube. Mehr bedarf es dann klebetechnisch wirklich nicht.

Beim Außendesign ist jedoch noch lange nicht Schluss. Hier haben Renaults Ingenieure wirklich alles verbaut, was eine echte Rennsemmel haben sollte. Zunächst einmal Lufthutzen. Hier besitzt der Twingo GT eine auf der linken hinteren Fahrzeugseite. Auch wenn sie dort wahrscheinlich nicht die größten Wunder vollbringt, gut sieht sie auf jeden Fall aus. Schwarze Kunststoffverkleidungen an den Schwellern und Radläufen setzen ebenfalls Akzente.

Fährt man hinter dem Twingo GT, erkennt man ihn nicht nur an den Renault Sport- bzw. GT-Schriftzügen, sondern vielmehr an den abgedunkelten Scheiben oder der verchromten Doppelauspuffanlage. Die rahmenlose Heckklappe mag zwar ein ästhetisches Statement sein, praktisch ist jedoch anders. Fingertapser beim Öffnen oder Schließen am Glas sind unvermeidbar, selbst wenn es einen Griff zum Zuziehen gibt. Die seitlichen Heckfenster, ebenfalls verdunkelt, können nur ausgestellt aber nicht komplett geöffnet werden. Letztendlich gibt noch ein kleiner Dachspoiler dem sportlichen Look des kleinen Franzosen das absolute Finish.

Passend zur Außenfarbe hat der GT serienmäßig eine schwarz-orange Ambiente- ausstattung im Interieur. Dieses wurde übersichtlich und bedienfreundlich ausgelegt und konzentriert sich auf das Wesentlichste. Leider hat man in der Armaturenlandschaft auf den Drehzahlmesser vergessen, welchen wir gerade bei dieser Version vermissen. Die GT-Stoffsitze mit Kunstledereinsätzen in Weiß/Orange bieten einen sehr angenehmen Seitenhalt und aufgrund der festen Polsterung einen sportlichen Sitzkomfort. Obwohl unser Cityflitzer mit seinen großen Fensterflächen sowie einer Gesamtlänge von ca. 3,60 m beinahe in eine Handtasche geschweige denn Parklücke passt, hat ihn Renault trotzdem serienmäßig mit Parksensoren für hinten ausgestattet.

Nach den Highlights der Serienausstattung wollen wir natürlich nicht auf die Goodies vergessen, mit denen der Twingo GT noch eine Spur attraktiver wird. Mit dem Sitzpaket können nicht nur die beiden Vordersitze beheizt werden, es besteht auch die Möglichkeit, dank ISOFIX-Ausrüstung am Beifahrersitz dort einen Kindersitz zu befestigen. Somit hat bereits der Nachwuchs die Chance, den Fahrspaß in einem Twingo GT live von vorne mitzuerleben. Dank des Technopakets, das nicht nur stärkere Lautsprecher mit Hochtönern und Subwoofern in den Twingo zwängt, hören wir unsere Lieblingsmusik auf Konzertniveau und finden dank Navi auch überall hin. Außerdem gibt’s noch einen USB-Anschluss dank verlängerter Mittelkonsole. Zusammen mit dem Spurhalteassistenten landet unser Test-Twingo GT bei einem Preis von 17.927,50 Euro.

Wenn man denkt, in einem Kleinwagen gibt es keinen Platz, so kann man puncto Ablagen bzw. Kopf- und Schulterfreiheit im Fahrgastraum des Franzosen nicht meckern. Lediglich der Fußraum bei den Pedalen wird bei Herren ab Schuhgröße 44 etwas eng. Genial fanden wir die Stauraumbox, die über den Becherhaltern vorne montiert ist und herausgenommen werden kann. Ablagen in den Türblättern - hinten sogar mit Gummibandhalterung - oder das Handschuhfach schlucken einiges. Lediglich der Heckmotor lässt den Stauraum des Twingo auf 188 Liter schrumpfen. Die dazugehörende Abdeckung kann leicht verstaut werden, denn auch die Stauraumhöhe finden wir nicht gerade berauschend. Legt man jedoch die Rückbank um, erreicht der Renault 980 Liter Fassungsvermögen.

Für die Traktion ist die Kombination aus Heckmotor über der Antriebsachse grundsätzlich eine gute Überlegung. Trotzdem agiert der Twingo durch seine Mischung aus kompakter Bauweise, kurzem Radstand und wenig Gewicht, trotz speziellem GT-Fahrwerk alles andere als ruhig. Auf Autobahnen - vor allem bei windigen Wetterverhältnissen - empfiehlt es sich, beide Hände am Lenkrad zu lassen. Da neigt der Twingo zum Tänzeln wie ein Vollbluthengst, weil auf der Vorderachse Gewichtsmangel herrscht und das Fahrzeug "geschoben" wird. Gewöhnt man sich rasch an diese Eigenheit, dann steht die Freude an seiner Agilität im Vordergrund.

Besonders das Aggregat des kleinen GT hat es in sich. Der Dreizylinder-benziner besitzt lediglich einen Hubraum von 898 Kubik, liefert aber 110 PS auf die Hinterräder. In Kombination mit einem sehr ausgewogen übersetzten 5-Gang-Schaltgetriebe und 170 Nm Drehmoment bereits ab 2.500 Touren hat man wirklich den Eindruck, der Kleine hätte Kraft ohne Ende. Mit knapp einer Tonne Eigengewicht können sich die Pferde auch ordentlich austoben. Von 0 auf 100 km/h sprintet der Franzose in 9,8 Sekunden, was in der Stadt so manchen verwundert an der Ampel zurücklässt. Davon dass selbst Überland mit ihm nicht zu spaßen ist, können andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls ein Lied singen, denn hängt man mit dem Cityflitzer erst einmal im Windschatten, dann schütteln ihn nur deutlich kräftigere Mitstreiter ab. Renault zeigt dem Twingo GT erst bei 182 km/h die Zielflagge.

Man könnte den Twingo GT auch spritsparend bewegen, immerhin hat man dafür eine ECO-Taste. Laut Werksangabe könnte man mit ihm Werte um die 5,2 Liter erreichen. Man könnte - aber wir wollten nicht, selbst wenn 98 ROZ sein Begehr an der Zapfsäule sind. Unser Bordcomputer zeigte Werte um die 6,3 bis hin zu 7 Litern an. Letztere waren dann aber doch dem Fahrspaß geschuldet, denn die Drehfreudigkeit des Motors war ansteckend.

Renault ist mit dem Twingo GT ein Auto gelungen, das die Knutschkugeloptik mit "ur-süß-Charme" in einen Rennanzug steckt, der nicht nur optisch fetzig aussieht, sondern auch leistungsmäßig einiges zu bieten hat.

Was uns gefällt:

GT-Design, Motorisierung, Preis

Was uns nicht gefällt:

Fußraum rechts für Großfüßige, Drehzahlmesser fehlt, dass der Motor Super Plus benötigt

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1-
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2-
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 1

Tipp: Mehr Renault News und Tests sowie die Renault Händler in Österreich finden Sie hier.

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