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Reisen in Europa : Folgende Neuerungen gibt es 2006

Von Vignettenpreisen über neue Reisepässe bis zu Rauchverboten


22.12.2005

Wer 2006 in Europa auf Reisen geht, muss sich auf zahlreiche Neuerungen einstellen. Die ÖAMTC-Touristiker haben recherchiert, worauf man achten muss:

  • In Deutschland ist im Laufe des Jahres 2006 eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen, wonach Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen nur mehr mit geeigneten Reifen unterwegs sein dürfen. Andernfalls drohen Strafen zwischen 20 und 40 Euro. Ab wann Verstöße geahndet werden, steht noch nicht fest. Außerdem werden im kommenden Jahr die Strafen, z.B. bei ungenügendem Sicherheitsabstand, empfindlich erhöht.

  • Nach Italien, Spanien, Portugal und Österreich muss man nun auch in Kroatien mit Anfang des Jahres beim Verlassen des Wagens (nach Unfall oder Panne) eine Warnweste auf Landstraßen oder Autobahnen tragen. Neu ist, dass in Kroatien auch Motorradfahrer verpflichtet sind, diese Weste zu tragen, wenn sie sich auf der Fahrbahn aufhalten. Ab wann bei Verstößen gegen die Warnwestenpflicht gestraft wird, steht noch nicht fest. Die in Österreich z.B. beim ÖAMTC erhältliche Warnweste wird in allen fünf Ländern akzeptiert.

  • In Italien müssen Reisende bis Ende März wieder die Fahrverbote oder Fahreinschränkungen in den Südtiroler Städten bedenken. Ältere Fahrzeuge dürfen die Innenstadt nicht befahren, bei Verstößen drohen auch ausländischen Autofahrern Geldbußen. Radiodurchsagen, Hinweisschilder, Leuchttafeln und Straßensperren weisen auf die Fahrverbote hin. Touristen, deren Unterkunft in den Fahrverbotszonen liegt, sind in der Regel zur An- und Abreise vom Fahrverbot ausgenommen.

  • Tschechien überlegt, die geltende Lichtpflicht im Winter auf das ganze Jahr auszudehnen. Die Änderung könnte schon Mitte 2006 in Kraft treten. Außerdem will Tschechien die Zahl der Führerscheintouristen bis zum Sommer 2006 reduzieren und führt eine Wohnsitzmeldung ein: Wer den Führerschein erwirbt, muss seinen Wohnsitz mindestens 185 Tage auf tschechischem Boden gemeldet haben.


Vignetten und Straßengebühren

  • Die ungarischen Vignetten werden ab 1. Januar 2006 um zehn Prozent teurer. Die Jahres-Vignette für Pkw kostet künftig 37.000 HUF (zirka 148 Euro), eine Monats-Vignette 4.200 HUF (zirka 17 Euro), eine Zehntages-Vignette 2.500 HUF (zirka 10 Euro). Die Kurzzeit-Vignette (vier Tage lang gültig) kostet von 1. Januar 2006 bis 30. April 2006 sowie von 1. Oktober bis 31. Dezember 1.170 HUF (zirka 5 Euro) und von 1. Mai 2006 bis 30. September 2006 1.520 HUF (zirka 6 Euro). Als Grund für die Preiserhöhung wird der Ausbau des ungarischen Autobahnnetzes genannt.

  • In Tschechien bleiben die Preise für die Jahres-Vignette (900 Kronen, zirka 31 Euro) und die 15-Tages-Vignette (200 Kronen, zirka 6,90 Euro) unverändert. Die 2-Monats-Vignette erhält man gegenüber dem Vorjahr sogar um 50 Kronen günstiger (300 Kronen, umgerechnet zirka 10,30 Euro).

  • Auch in der Schweiz ist ein neues Autobahnpickerl fällig: Die Vignette 2006 ist rot, gilt für Pkw und Motorräder und behält ihren Preis mit 27 Euro bei. In der Schweiz ist für Motorräder der gleiche Preis zu entrichten wie für Pkw.

  • Die in Belgien, Region Wallonien, angekündigte Vignettenpflicht wird nicht bereits 2006 eingeführt, sondern ist auf 2008 verschoben worden.

  • In der schwedischen Hauptstadt Stockholm wird vom 3. Januar 2006 bis 31. Juli 2006 probeweise eine Straßengebühr eingeführt. Durch den Probelauf soll festgestellt werden, ob sich die Luftverschmutzung und das Verkehrsaufkommen verringern lassen. Die sogenannte Staugebühr gilt nur für Fahrzeuge mit schwedischem Kennzeichen.


Neue Reisepässe und besserer Verbrechensopferschutz

  • Der neue Sicherheitspass wird in Österreich ab dem Frühjahr/Sommer 2006 ausgegeben. Ab diesem Zeitpunkt werden Reisepässe nur mehr mit Chip und gedrucktem Foto ausgegeben. Die Kosten werden voraussichtlich mit 69 Euro gleich bleiben. Wenn der Pass in Kürze abläuft, der neue Sicherheitspass aber noch nicht zu haben ist, kann eine einmalige kostenlose Verlängerung beantragt werden. Wichtig ist, dass der Pass nach dem 31. Dezember 1995 ausgestellt wurde und nicht vor dem 26. Oktober 2005 abgelaufen ist. Die Verlängerung (gültig bis maximal Ende 2006) erfolgt bei der Passbehörde in Form einer Eintragung. Inhaber von Reisepässen, die nach dem 26. Oktober 2005 ausgestellt wurden, dürfen visafrei in die USA einreisen, wenn in ihren Pass nachträglich eine sogenannte Fotovignette (beim jeweiligen Passamt zu beantragen) geklebt worden ist. Diese Lösung gilt bis 25. Oktober 2006 und ist kostenlos.

  • Per 1. Jänner 2006 treten in Umsetzung einer EU-Richtlinie neue Regelungen in Kraft, wonach österreichische Opfer nach Straftaten (Überfälle oder Anschläge) im EU-Ausland rasch und problemlos entschädigt werden. Der Antrag auf Entschädigung kann dabei "daheim" in Österreich eingebracht werden. Voraussetzung ist, dass eine Strafhandlung vorsätzlich begangenen wurde und mit mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe bedroht ist. Als Folge der Straftat müssen eine Körperverletzung, Gesundheitsschädigung oder der Tod des Opfers vorliegen. Dem Gewaltopfer oder dessen Hinterbliebenen stehen Hilfeleistungen zu, wie z.B. Therapiekosten, Ersatz des Verdienst- oder Unterhaltsentgangs. Nähere Informationen erhalten Sie hier auf der ÖAMTC Webseite ...


Rauchverbote & mehr - Was es auf Reisen sonst noch zu beachten gilt

  • Immer mehr Länder beschließen Rauchverbote, so auch Spanien: Per 1. Jänner 2006 wird das Rauchen in Lokalen eingeschränkt. Es gibt aber kein generelles Verbot, große gastronomische Stätten dürfen Raucherzonen einrichten. In kleinen Lokalen muss der Inhaber entscheiden, ob er sein Restaurant als Raucher- oder Nichtraucherlokal deklariert. Verstöße werden bestraft (mind. 30 Euro). Seit 11. Dezember 2005 gilt in der Schweiz ein allgemeines Rauchverbot in Zügen und auf Bahnhöfen, ebenso seit Dezember ist in Frankreich im gesamten Zugverkehr das Rauchen verboten.

  • Anfang 2005 hat die Türkei sechs Nullen bei ihrer Währung gestrichen und somit eine neue Lira eingeführt. Ein Jahr lang sind beide Währungen parallel gehandelt worden, ab 1. Jänner 2006 ist nur noch die neue Lira als Zahlungsmittel gültig.

  • Die geplante Mietwagensteuer auf den Balearen wird nun nicht per 1. Jänner 2006 eingeführt. Neue Verhandlungen sollen zu einer einvernehmlichen Lösung mit den Wirtschaftsverbänden führen.

  • In Großbritannien gehört der berühmte "Last order" in Pubs um 23 Uhr und in Clubs um 2 Uhr der Vergangenheit an. Alle Lokalitäten dürfen 24 Stunden geöffnet haben.


Nähere Infos zu den einzelnen Destinationen gibt es in der Länderdatenbank auf der ÖAMTC Webseite ...


Quelle: ÖAMTC

 

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