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Die häufigsten Delikte und Strafen für Radfahrer

Schlechte Ausstattung, freihändige Fahrt oder zu viel Promille - dann wird's teuer


13.09.2011

Bildquelle: aboutpixel.de / Aussichten © Thomas Mueller
Das schöne Spätsommer- wetter bietet ideale Bedingungen für alle, die gern in die Pedale treten. Doch auch Radfahrer haben gewisse Vorschriften zu beachten, wenn es um das unfallfreie Miteinander im Straßenverkehr geht. "Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung können teuer werden. Wird man von der Exekutive erwischt, kommt man an einem Organmandat nicht vorbei", sagt ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer. Und verweigert man bei einer polizeilichen Kontrolle die Bezahlung der Strafe vor Ort, wird es erst richtig teuer. Denn in diesem Fall erhält man eine Anzeige. Die Strafen können dann je nach Übertretung bis zu knapp 6.000 Euro betragen.

Eine gute Ausrüstung des Fahrrads ist eine wichtige Voraussetzung für sicheres Vorankommen. Reflektoren, Beleuchtung, Glocke oder Hupe und zwei getrennte Bremsanlagen sind ein Muss. "Ist das Fahrrad mangelhaft ausgestattet, provoziert man nicht nur gefährliche Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern, auch verwaltungsstrafrechtliche Konsequenzen folgen", warnt der ÖAMTC-Experte. 14 Euro werden pro Delikt als Organmandat verlangt, wenn wichtiges Sicherheitszubehör fehlt. Für mangelhaft ausgerüstete und unbeleuchtete Fahrräder können bei einer Anzeige bis zu 726 Euro verlangt werden. Unabhängig davon sind zusätzlich auch Strafen für vorschriftswidriges Verkehrsverhalten möglich. Der ÖAMTC hat ausgewählte Delikte mit entsprechender Höhe der Organmandate gelistet:

  • Fährt man bei Rot über eine Kreuzung, werden 36 Euro Strafe fällig.

  • Das Mitführen behindernder Gegenstände auf dem Rad ist nicht gestattet. Nutzt man beispielsweise als Radfahrer einen Regenschirm, fordert die Polizei 14 Euro Strafe.

  • Benutzt man sein zweirädriges Gefährt nicht verkehrsgemäß, z. B. beim Wettfahren, sind ebenfalls 14 Euro zu zahlen.

  • "Entsteht für Fußgänger auf Geh- oder Radwegen Gefahr durch Radfahrer, werden als Strafe 21 Euro verlangt", sagt der ÖAMTC-Chefjurist.

  • Auch freihändig fahren ist nicht erlaubt - zu groß ist die Gefahr, die Kontrolle über sein Rad zu verlieren. 14 Euro sind zu zahlen, wenn man dabei erwischt wird.

  • Was in den Niederlanden gang und gäbe ist, kostet in Österreich 14 Euro: das Mitnehmen eines Erwachsenen auf dem Gepäckträger. Hierzulande gilt das als vorschriftswidriges Mitführen einer Person.

Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss

Wer mit seinem Rad durch die Stadt schlängelt, muss mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. Für Radfahrer gilt ein Alkohollimit von 0,8 Promille, das entspricht etwa 0,4 mg Alkohol je Liter Atemluft. Bei Überschreitung der Grenze drohen hohe Strafen:

  • ab 0,8 Promille: 800 bis 3.700 Euro
  • ab 1,2 Promille: 1.200 bis 4.400 Euro
  • ab 1,6 Promille:1.600 bis 5.900 Euro

"Betrunken mit dem Rad nach Hause zu fahren ist tabu. Für eine sichere Heimreise sollte man auf Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen", appelliert der ÖAMTC-Jurist abschließend.

Quelle: ÖAMTC

 

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