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Pannenstreifen auch bei Stau unbedingt freihalten

ÖAMTC fordert hartes Durchgreifen gegen Disziplinlosigkeiten


18.08.2008

Einige Unfälle führten Donnerstag am späten Nachmittag und Abend vor dem langen Wochenende zu Staus auf Hauptverbindungen. So bildeten sich auf der West Autobahn (A1) in Niederösterreich nach Verkehrsunfällen vor Pöchlarn Richtung Wien Staus, die eine Länge von 18 Kilometern erreichten. Immer wieder wurden Autofahrer beobachtet, die auf dem Pannenstreifen am Stau vorbeifahren wollten, berichtet der ÖAMTC. 

Das Vorfahren auf dem Pannenstreifen neben langen Staus ist nicht nur lästig, sondern auch sehr gefährlich. Rettungskräfte können im Notfall nicht zu einer Unfallstelle zufahren. "Die Strafrahmen sehen sehr hohe Strafen vor. Die Behörden sollten diesen Rahmen gegenüber Rowdys ausnützen!" Mit diesen scharfen Worten reagiert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer auf immer wieder beobachtete Disziplinlosigkeiten einiger Autolenker.

"Im Stau glauben manche, sie seien gleicher als gleich, überholen die stehende Kolonne am Pannenstreifen und versuchen, sich dann wieder reinzuzwicken", so Hoffer. Dabei wird der Pannenstreifen blockiert, Einsatzfahrzeuge können nicht zu ihren Einsatzorten gelangen. Erst am 26. Juli konnte die Feuerwehr bei einem Fahrzeugbrand im Tunnel Vösendorf auf der S1 nur mit viel Mühe zum Feuer vordringen. 

Das Strafmaß bis zu 2.180 Euro sollte laut ÖAMTC dabei helfen, mit dem Irrglauben aufzuräumen, es handle sich um ein Kavaliers- und nicht um ein Vormerkdelikt. Sollte es wegen der Behinderung eines Rettungsfahrzeuges wirklich zu Schaden an Leib und Leben kommen, drohen den disziplinlosen Lenkern Verfahren wegen der "Schwere der Folge", gibt Hoffer zu bedenken.

Der Club tritt für ein konsequentes Durchgreifen bei diesem Vergehen ein. "Es muss sich bald ein Lerneffekt einstellen, bevor etwas Schwerwiegendes passiert", so Hoffer abschließend. Der ÖAMTC erinnert auch an seine Forderung nach gesetzlicher Einrichtung einer sogenannten Rettungsgasse zwischen zum Stillstand gekommenen Fahrzeugkolonnen. Diese Maßnahme würde auch dort helfen, wo es (z.B. auf manchen Brücken) keine Pannenstreifen gibt.

Quelle: ÖAMTC

 

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