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PKW und LKW : Gegenseitige Rücksichtnahme wichtig

Fahrtipps für den sicheren Umgang mit dicken Brummis

18.03.2008

Lastwagen lösen in vielen Autofahrern mulmige Gefühle aus. Sie sind groß und wuchtig, nehmen die Sicht und das Überholen ist nicht immer einfach. Lkw-Fahrer wiederum haben mit manchen Verhaltensweisen der Autofahrer wenig Freude und reagieren darauf oft ungehalten. "Gegenseitige Rücksichtnahme im gemeinsamen Umgang bringt mehr Sicherheit. Es wäre wichtig, dass sich Lkw- und Pkw-Fahrer in die Lage des jeweils anderen hineinversetzen. So lassen sich Gefahren im Vorfeld abschätzen und Unfälle vermeiden", sagt Gerhard Blümel, Leiter der Lkw-/Bus-Fahrsicherheit beim ÖAMTC. Schwere Unfälle mit Lkw enden für Autofahrer nicht selten tödlich. Fast die Hälfte aller Unfälle mit Lkw (über 3,5 t) sind Auffahrunfälle, sehr viele Crashs passieren beim Fahrstreifenwechsel.

"Der Autofahrer zieht bei einem Unfall mit einem Lkw im Regelfall den Kürzeren", sagt Blümel. Folgende Pkw-Fahrtipps des ÖAMTC-Experten sollen helfen, Unfallsituationen mit Lkw zu vermeiden:

  • Richtigen Abstand halten: Wer hinter einem Lkw fährt, kann das Verkehrsgeschehen vor dem Lkw nicht einsehen. Deshalb sollten mindestens zwei bis drei Sekunden Abstand gehalten werden. Ein noch größerer Abstand ist bei Lkw mit loser Ladung - beispielsweise Schotter - zu halten, weil die Ladung nicht zu 100 Prozent gesichert werden kann. "Ein herabfallender Stein richtet schnell einen Schaden an der Windschutzscheibe oder Schlimmeres an", warnt Blümel. Auch für das Überholen ist es gut, einen größeren Abstand zu halten. Viele Fahrer werden immer ungeduldiger, je länger sie hinter einem Lkw herfahren und schließen immer kürzer auf. "Damit erhöhen sie nicht nur das Risiko eines Auffahrunfalls, sondern nehmen sich selbst die Sicht auf die Gegenfahrbahn. Das macht das Überholen schwieriger und gefährlicher", so der ÖAMTC-Experte.
  • Vorsicht beim Überholen vor ausscherenden Fahrzeugen: Durch Spurrillen oder Windeinfluss kann ein Lkw-Anhänger plötzlich ins Pendeln geraten. Daher sollte man beim Überholen einen größtmöglichen Seitenabstand einhalten.
  • Überhollänge bedenken: Ein Lkw mit Anhänger kann gut 18 Meter oder mehr messen. Entsprechend lang sollte man den Überholweg einplanen und zügig vorfahren. Für Fahrzeuge mit längeren Längsabmessungen gilt lt. Gesetz, dass sie auf Freilandstraßen mindestens 50 Meter Abstand zum Vordermann halten müssen. Das soll dem Überholenden die Möglichkeit geben, sich zügig und stressfrei wieder in seine Fahrspur inzuordnen. "Es wäre wünschenswert, dass alle Lkw-Fahrer das tatsächlich beherzigen", merkt Blümel an.
  • Seitenwind von rechter Seite beim Überholen gefährlich: Bei Sturm lenkt man beim Geradeausfahren automatisch gegen den Wind. Taucht man beim Überholen oder Vorbeifahren in den Windschatten eines Lasters, zieht das Auto weiter nach rechts und kann so gefährlich nahe an den Lkw geraten.
  • Lkw nicht zum Bremsen zwingen: Manche Autofahrer "zwicken sich" nach dem Überholen panisch vor den Lkw. Für dessen Fahrer ist das eine große Gefahr, wenn er deshalb plötzlich auf die Bremse steigen und einige Gänge hinunterschalten muss. "Es benötigt einen riesigen Energieaufwand, um einen Lastwagen mit tonnenschwerer Beladung in Gang zu setzen. Besonders unangenehm für den Lkw-Lenker sind solche Situationen also vor Bergauf-Strecken, weil dem Lastwagen dann der nötige Schwung fehlt", sagt der ÖAMTC-Experte.
  • Achtung, toter Winkel: In der Regel gilt: "Siehst du den Lkw-Fahrer, sieht er dich auch." Das funktioniert über Spiegel oder im direkten Blickkontakt. Ist ein Auto gleichauf mit der Fahrerkabine, wird es vom Lkw-Fahrer nicht gesehen, ist also im toten Winkel. Und das kann dann fatale Folgen haben, wenn dieser selbst zum Spurwechsel ansetzt.

Quelle: ÖAMTC



 

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