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Achtung Falle : Tempo 50 in Wien reicht teilweise über Ortsgebiet hinaus

Beschilderungen sind derzeit oft unklar, ÖAMTC fordert deutliche Hinweise, Gemeinde Wien stellt zusätzliche Tafeln auf

20.01.2006

"Tempo 50 reicht an manchen Stellen über das 'Ortsgebiet' von Wien hinaus, also auch dorthin, wo man glaubt, dass ab der Ortsende-Tafel automatisch Tempo 100 gilt", erklärt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer, warum die umstrittene Tempo 50-Verordnung nach wie vor zu großer Verunsicherung bei den Autofahrern führt. Eine Ortstafel ist ein Hinweiszeichen auf das gesetzliche Tempolimit im Ortsgebiet von 50 km/h. "Dieses Zeichen schließt aber nicht aus, dass abweichende Limits gelten, die auch über das Ortsgebiet hinaus,- oder in das Ortsgebiet hineinreichen", erläutert Hoffer.

Die 50-er Beschränkungen in Wien wurden nicht, wie bisher in derartigen Fällen üblich, mit Beschränkungstafeln im Verlauf des jeweiligen Straßenzuges, sondern mit Zonentafeln beschildert. "Die Zone ist größer als das Ortsgebiet und beginnt bzw. endet an anderen Stellen als das verbaute und mittels Ortstafel beschilderte Ortsgebiet, nämlich an den Grenzen des Bundeslandes Wien", so der ÖAMTC-Experte. Dass man ab dem Übergang vom Ortsgebiet in den Rest der 50-er Zone nicht schneller fahren darf, wird dem Fahrzeuglenker derzeit aber nicht angezeigt. "Jeder muss Tempolimits schnell und einfach erkennen können, ob ortskundig oder nicht", fordert Hoffer eine informative Beschilderung für die betroffenen Straßenzüge. "Solange man nach der Ausfahrt aus dem Ortsgebiet von Wien nicht auch eine "50-Zone-Ende"-Tafel passiert hat, darf man z.B. auf der Amundsenstraße nicht schneller als 50 km/h fahren", warnt der Club-Jurist. An die Exekutive appelliert er von Bestrafungen abzusehen, solange eine entsprechende Klarstellung nicht erfolgt ist.

Verwirrende Vorschriften über Tempolimits bei Ortstafeln

  • Wird auf einer Straße, die in ein Ortsgebiet führt, eine Tempo-Beschränkung (z.B. 70 km/h) verordnet, gilt diese in dem betroffenen Straßenzug in das Ortsgebiet hinein. "Erst ab dem Ende-Schild gilt dann das übliche Limit", erklärt der ÖAMTC-Experte.

  • Befindet sich auf dem Ständer der Ortstafel zusätzlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung (oft 30 oder 40 km/h), so gilt diese für das gesamte Ortsgebiet, also nicht nur für den betroffenen Straßenzug. "Ganz im Gegenteil", warnt Hoffer, "Durchzugsstraßen sind oft mittels einer Zusatztafel vom Limit ausgenommen".

  • Steht neben der Ortstafel (Ortsbeginn) "50-Ende", so endet zwar der Geltungsbereich eines im Freilandbereich verordneten Tempo 50-Limits. Ab der Ortstafel muss aber trotzdem mit 50 km/h weiter gefahren werden.

Übrigens: Ob der Name des Ortes richtig oder in allen vorgeschriebenen Sprachen geschrieben ist, ist für das Tempolimit ohne Bedeutung.


MA46 stellt zusätzlich 20 Informations-Schilder auf


Laut Aussendung der Gemeinde Wien wird die Information für AutofahrerInnen an einzelnen Stellen "nochmals" verbessert.

Im ganzen Landesgebiet Wiens gilt infolge der IG-L-Verordnung (Immisionsgesetz-Luft) Tempo 50. Ausgenommen sind nur Autobahnen, Schnellstraßen, 30er-Zonen sowie einige Haupteinfahrtsrouten im unverbauten Gebiet. Die Regelung ist zwar überall rechtlich korrekt kundgemacht, aber an jenen Stellen, wo sich Orts- und Landesgrenze nicht decken, soll die Information nun verbessert werden.

Die MA46 hat alle derartigen Stellen ausfindig gemacht und wird dort zusätzlich insgesamt 20 Informations-Schilder aufstellen, die auf Tempo 50 bis zur Landesgrenze hinweisen.



 

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