Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Richtige Reaktion u. Verhalten bei einer Notbremsung

Mit vorausschauendem Fahren und Training von Gefahrensituationen schwere Unfälle vermeiden.


20.02.2009

Ein Eisbrocken, der nach einer Kurve auf der Straße liegt, ein abgebrochener Auspufftopf mitten auf der Fahrbahn, ein Hund, der plötzlich auf die Straße läuft - das sind Situationen, die auch für einen geübten Autofahrer eine Herausforderung darstellen. "Wenn plötzlich ein Hindernis vor einem auftaucht, hat man meist nur sehr wenig Zeit, um richtig zu reagieren", sagt Gerhard Blümel, Leiter der ÖAMTC-Fahrerakademie. Prinzipiell lassen sich viele gefährliche Situationen durch eine angepasste Fahrweise verhindern. Ist ein Zusammenstoß mit dem Hindernis unvermeidbar, dann muss der Lenker stark bremsen und dabei das Lenkrad mit beiden Händen festhalten. Vor riskanten Ausweichmanövern warnt Blümel. "Dadurch gefährdet der Lenker nicht nur die Fahrzeuginsassen im eigenen Auto, sondern zusätzlich auch andere Verkehrsteilnehmer", so der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte.

Das Um und Auf ist es aber, gefährliche Situationen durch vorausschauendes Fahren und den richtigen Abstand zu vermeiden. "Grundsätzlich gilt 'Fahren auf Sicht'. Das heißt, man muss sein Fahrzeug innerhalb der Sichtweite zum Stillstand bringen können. Bei Nebel, Regen oder Dunkelheit muss man die Geschwindigkeit dann entsprechend anpassen", sagt Blümel. Außerdem empfiehlt der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte, einen Abstand von mindestens zwei Sekunden einzuhalten, in Metern wäre das etwa der halbe Tachowert.

Kommt man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in eine gefährliche Situation, kann eine rasche Reaktion entscheidend sein, denn was innerhalb der ersten Meter verschenkt wird, kann nicht mehr zurückgeholt werden. "Wo man mit 100 km/h bei rechtzeitigem Bremsen noch zum Stillstand kommt, fährt man mit 80 km/h ins Hindernis, wenn man nur eine Sekunde später bremst", rechnet Blümel vor. Bei einer Gefahrenbremsung muss man den Druck während des gesamten Bremsvorgangs halten. Gleichzeitig gehört bei Fahrzeugen ohne Automatikgetriebe die Kupplung getreten, damit der Motor nicht abgewürgt wird. "Wichtig ist auch die richtige Blickführung. Wohin man schaut, dorthin lenkt man auch", weiß der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte.

Richtiges Bremsen und Reagieren auf plötzliche Gefahrensituationen kann man üben. Bei einem Training in einem der neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren lernt man das Gefühl einer Vollbremsung kennen und Vertrauen in die Technik zu entwickeln. Dabei zeigt sich immer wieder, was Übung ausmacht: "Beim ersten Versuch bremsen die Teilnehmer im Training meist zu leicht. Mit der Anzahl der Übungen wird der optimale Ablauf einer Notbremsung gefestigt. Dadurch wird der Anhalteweg kürzer", berichtet Blümel. Ziel des Trainings ist es, zuerst Gefahren zu erkennen, dadurch Gefahren zu vermeiden, und letztlich Gefahren zu bewältigen. Durch wiederholtes Üben wird das richtige Handlungsmuster automatisiert und im Kopf abgespeichert.

Nähere Informationen zu ÖAMTC-Fahrsicherheitstrainings gibt es unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit. Dort kann man die Kurse auch direkt online buchen.

Quelle: ÖAMTC



 

Top-News und

Testberichte

 
 

Promotion