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Niedriger Blutzuckerspiegel : Vorsicht beim Autofahren

Konzentrationsschwierigkeiten und Reaktionsverzögerung als Folge von Diäten

05.03.2009

Weihnachtsfeiertage und Faschingszeit haben ihre Spuren hinterlassen. Viele Menschen nehmen jetzt die Fastenzeit zum Anlass, den Kilos mit Radikal- oder gar Nulldiäten zu Leibe zu rücken. "Diese Form des Abnehmens ist aus mehrerlei Gründen unsinnig", warnt ÖAMTC-Mediziner Heimo Vedernjak. Einerseits bleibt der nachhaltige Abnehmerfolg aus, andererseits schadet man damit seinem Körper. "Und dann hat die Extremdiät auch einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit", sagt Vedernjak.

Wenig oder gar nicht Essen hat Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Der sinkt ab und es kann zu psychischen und physischen Ausfallserscheinungen kommen. "Man wird schneller müde und kann sich weniger gut konzentrieren", schildert der ÖAMTC-Mediziner typische Folgeerscheinungen. Beim Autofahren kann sich das in einer verlängerten Reaktionszeit niederschlagen. Auch Kreislaufprobleme können die Folge einer FdH-(Friss-die-Hälfte)-Kur sein, wie sie im Volksmund gerne genannt wird. "Das geht einher mit Schwindelgefühlen und kann bis zur Ohnmacht führen, was am Steuer natürlich besonders fatal ist", warnt Vedernjak. Vielfach unterschätzt wird auch, dass es zu Sehstörungen kommt und damit verbunden zu einer Einengung des Gesichtsfeldes.

"Als Begleiterscheinung zu Appetitzüglern kann es passieren, dass man nervlich nicht so belastbar ist wie für gewöhnlich und in Stresssituationen überreagiert", sagt der ÖAMTC-Mediziner. Auch bei einer Reduktionsdiät mit ärztlich angeordneten Medikamenten ist zumindest in der Anfangs- und Gewöhnungsphase Vorsicht beim Autofahren geboten.

Richtig abnehmen heißt trotzdem ausgewogen ernähren und viel bewegen

Die optimale Ernährung sollte - nicht nur für Autofahrer - ausgewogen sein. Auf den Speisezettel gehören beim Diäthalten viel Obst und Gemüse. Beide enthalten wichtige Vitamine und Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung halten. Die Reduktion von Fleischkonsum und der Verzicht auf sogenannte "leere" Kohlehydrate (wie Zucker, weißes Mehl und Süßigkeiten) sowie Alkohol führen zum gewünschten Abnahmeeffekt. Nachhaltig erfolgreich wird man allerdings nur dann sein, wenn man zwei- bis dreimal pro Woche dreißig bis sechzig Minuten Gesundheitssport (Pulsfrequenz 120 bis 140 pro Minute) betreibt. Besonders günstig sind Rad fahren, Schwimmen, Nordic Walken und Laufen.

"Auf jeden Fall soll man auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Zwei Liter in Form von kohlensäurefreiem Wasser oder Tees sind die empfohlene Tagesmenge, bei sportlichen Aktivitäten entsprechend mehr", rät der ÖAMTC-Mediziner abschließend.

Quelle: ÖAMTC



 

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