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Navigationsgeräte : Neues Service zum Melden von Kartenfehlern

Warum Navis manchmal in die Irre leiten


21.06.2010

Bildquelle: ÖAMTC
Lkw stranden in engen Gassen, Pkw werden auf Wanderwege oder durch Wohnstraßen gelotst. Die weite Verbreitung von Navigations-geräten zeigt leider auch immer häufiger die Grenzen der elektronischen Orientierungshilfen. "In den meisten Fällen wird dem Gerät die Schuld für falsches Routing gegeben", berichtet Steffan Kerbl, Verantwortlicher für Navi-Tests beim ÖAMTC. "Häufig liegt das Problem an nicht mehr aktuellem Kartenmaterial, das in dem Gerät gespeichert ist."

Hauptsächlich vor und während der Reisezeiten gehen beim Club zahlreiche Beschwerden über falsche Navi-Auskünfte ein. Aus diesem Grund hat die Informationszentrale des ÖAMTC auf ihrer Webseite ein Melde-Formular für Kartenfehler eingerichtet. Pkw-Fahrer, Lkw-Lenker und auch Anrainer sind aufgerufen, Mängel in den digitalen Karten ihrer Navis einzutragen. Alle Meldungen werden überprüft und direkt an die Kartenhersteller weitergeleitet, damit bei der Datenaktualisierung Fehler korrigiert werden können.

"Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, das Kartenmaterial immer am neuesten Stand zu halten", erklärt Kerbl. "Besteht doch die heimische Straßeninfrastruktur aus rund 2.100 Kilometern Autobahnen, 33.000 Kilometern ehemaligen Bundes- und Landesstraßen sowie mehr als 70.000 Kilometern Gemeinde-Verbindungen." Verkehrsfreigaben von Neubauten, wie beispielsweise der jüngst eröffnete S1-Abschnitt Süßenbrunn-Korneuburg in Niederösterreich oder die Umfahrung Hohenems in Vorarlberg verändern das Straßennetz laufend. Zusätzlich werden immer wieder neue Einbahnen eingerichtet, Durchfahrtssperren verordnet oder verkehrsberuhigte Zonen geschaffen.

Die Hersteller haben fixe Aktualisierungszyklen, mehrmals pro Jahr stehen neue Kartenversionen zur Verfügung. Allerdings: Wer ein älteres Navi besitzt und keine updates des Kartenmaterials durchführt, muss auch weiterhin mit falschen Routen-Auskünften rechnen. Aktualisierungen der Karten können bei vielen Modellen online vorgenommen werden. Auf den Homepages der Navigationsgeräte-Hersteller oder direkt bei den Kartenproduzenten werden updates - allerdings kostenpflichtig - zur Verfügung gestellt.

Blind auf den elektronischen Helfer vertrauen, sollte man auf keinen Fall. Auch dann nicht, wenn man mit einem Top-Gerät der jüngsten Generation inklusive neuester Karte unterwegs ist. "Die Letztverantwortung, wo gefahren werden darf, liegt immer beim Lenker", so Kerbl. "Navis sind praktische Helfer, mit Sicherheit aber keine Autopiloten."

Quelle: ÖAMTC


 

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