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Motorrad richtig auf den Winter vorbereiten

Tipps vom ÖAMTC-Experten

11.10.2007

Die Nächte werden länger und die Tage kürzer. Vorbei mit der Zeit, in der man Ausflüge mit dem Motorrad plante. "Damit im Frühjahr das Motorrad wieder startklar ist, sollte man sich jetzt noch einmal Zeit nehmen, um es winterfit zu machen", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl und gibt Tipps zum richtigen Überwintern:

Batterie: Wer im Frühjahr wieder durchstarten will, sollte bei der Einwinterung die Batterie ausbauen. Optimal gelagert wird der Energiespender an einem trockenen, frostsicheren und gut belüfteten Ort. Vor dem Einbau nach dem langen "Winterschlaf" gehört sie wieder aufgeladen. "Hat man ein Ladegerät zur Verfügung, sollte man die Batterie wenigstens einmal während des Winters für einige Zeit anhängen", rät Kerbl.

Tank:"Eigentlich wäre es immer besser, die Tanks zu entleeren, weil der Kraftstoff über den Winter nicht besser wird. Weiters verfügen viele Motorräder über eine Entlüftungsöffnung, durch die der Kraftstoff verdunsten könnte", erklärt der ÖAMTC-Experte. Ausgenommen sind Tanks aus Blech, die gehören bis zum Rand mit Kraftstoff befüllt. Denn, ist die Innenbeschichtung beschädigt, würden sie im leeren Zustand rosten.

Vergaser:"Die Zündwilligkeit des Kraftstoffrestes im Vergaser sinkt, wenn der Motor für längere Zeit nicht in Betrieb genommen wird", so der Clubtechniker. Um den Vergaser zu entleeren, muss lediglich die unter der Schwimmerkammer angebrachte Ablassschraube geöffnet werden. Der Kraftstoff gehört in einem geeigneten Gefäß aufgefangen und fachgerecht entsorgt. Bei Motorrädern mit Einspritzanlagen erspart man sich derartige Maßnahmen.

Öl: Wenn im Frühjahr ein Motorölwechsel ansteht, kann man diesen bereits bei der Einwinterung vornehmen. Ein Wechsel von Motoröl und Ölfilter ist außerdem der beste Korrosionsschutz für Motorteile. Alle beweglichen Teile wie Bowdenzüge, Schaltgestänge, Bremshebel und die Antriebskette sollten gründlich geschmiert werden. "Für die meisten Fahrzeugteile eignet sich Universal-Sprühöl, für Kettenräder und Antriebskette kommt am besten ein Kettenspray zum Einsatz", sagt der ÖAMTC-Techniker.

Reifendruck:"Erhöht man den Reifendruck um etwa 0,2 bar über den empfohlenen Wert, verlängert sich die Lebensdauer des Reifens", weiß Kerbl. Am besten steht die Maschine den Winter über aufgebockt.

Eine gründliche Reinigung des gesamten Bikes verhindert Rost. Dreckreste binden Feuchtigkeit und begünstigen die Korrosion. Lackschäden gegebenenfalls ausbessern. Auch notwendige Reparaturen sollten noch jetzt durchgeführt werden. Werkstätten sind im Herbst nicht so ausgelastet wie im Frühjahr.

"Der ideale Ort zum Überwintern für das Motorrad ist ein gut durchlüfteter und trockener Raum", erläutert der ÖAMTC-Techniker. Wer seine Maschine im Freien stehen lassen muss, kann sie mit einer Plane vor Schmutz und Nässe schützen. Wichtig ist eine regelmäßige Belüftung, damit sich kein Kondenswasser ansammelt. Bei einer flüssigkeitsgekühlten Maschine muss man außerdem darauf achten, dass sich ausreichend Frostschutz im Kühlwasser befindet. "Wer für das Einwintern nicht das handwerkliche Geschick und auch nicht den Platz hat, kann sich an Fachwerkstätten wenden, die dazu häufig entsprechende Stellplätze bieten", sagt der ÖAMTC-Experte abschließend.

Quelle: ÖAMTC



 

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