Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Diebstahl-Sicherung für das Motorrad

Die Zahl der Motorraddiebstähle ist in den letzten Jahren stark gestiegen - Das Sicherheitsgefühl der Motorradfahrer hat (noch) nicht gelitten.

13.07.2007

Vor allem Besserverdiener zwischen 35 und 45 erfüllen sich mit einem chromblitzenden Motorrad lang gehegte Jugendträume. Ein edles Bike darf schon mal 8.000 Euro und mehr kosten. Kein Wunder also, dass auch die Motorraddiebstähle steigen: Während im Jahr 2004 2.318 Diebstähle von Motorrädern zur Anzeige gebracht wurden, waren es im Jahr 2005 bereits 2.718 (Quelle: BMI). Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) wollte daher wissen, wie es um das Sicherheitsgefühl der österreichischen Motorradfahrer bestellt ist und hat unter 100 Bikern zu den Themen Motorradsicherung und Motorraddiebstahl nachgefragt. Fazit: Der Großteil verzichtet auf effiziente Sicherung.

Motorradfahrer fühlen sich sicher

Der optische Zustand, das Alter der Maschine und ein geringer Wert des Motorrads sind für das subjektive Sicherheitsgefühl der rechtmäßigen Besitzer ausschlaggebend. 70 Prozent der Befragten sehen daher keine große Gefahr lauern, wenn sie ihr Bike abstellen, weil sie es aus eigener Sicht für Diebe in zumindest einem der drei Aspekte als zu unattraktiv empfinden. Wesentlich sicherer fühlten sich auch jene Befragten, die mit ihrem Motorrad hauptsächlich in den Bundesländern und nicht in Wien unterwegs sind. Jene 30 Prozent der befragten Motorradlenker, die sich vor Diebstahl nicht so sicher fühlten, gaben als Begründung an, dass organisierte Banden und Profis am Werk seien. Allerdings sorgt gerade einmal jeder 14. Befragte mit einer Teilkaskoversicherung auch finanziell für den Fall eines Diebstahls vor. Alle anderen sahen ihre Erfordernisse mit der Haftpflichtversicherung abgedeckt. Unter den Erhebungsteilnehmern gab es allerdings nur zwei bestohlene Motorradfahrer: In beiden Fällen war das Bike lediglich mit dem Lenkradschloss gesichert, beide Diebstähle konnten nicht aufgeklärt werden.

Wie Biker ihr Bike sichern

Das Vertrauen in die Menschheit ist groß: Als Schutz gegen diebische Begehrlichkeiten setzen 89 Prozent der Befragten das Lenkradschloss ein - das von Profis innerhalb weniger Sekunden geknackt werden kann. Rund jeder dritte befragte Lenker schützt seinen teuren Untersatz zusätzlich mit einem Kettenschloss. Lediglich elf Prozent gaben an, für die Sicherung eine Wegfahrsperre oder ein Bremsscheibenschloss einzusetzen. Unter den Umfrageteilnehmern gab es durchaus auch einige Personen, die ihr Motorrad überhaupt nicht sichern: Sie sind der Meinung, dass ihre eigene Garage Schutz genug ist. Nach der British Crime Survey 2000 haben Diebe übrigens besonderes Interesse an japanischen Modellen - diese werden in 85 Prozent der Fälle "bevorzugt", weil sie am Ersatzteil-Markt teuer weiterverkauft werden können. Die Tricks sind meistens banal: Mit Bolzenschneidern, Eisspray und "Picking"-Werkzeugen sind Schlösser schnell geknackt. Banden transportieren die Motorräder auch einfach auf Anhängern ab und rechtfertigen sich Passanten gegenüber mit plausiblen Erklärungen.

Mehrfach sichern - größerer Schutz

"Auch wenn das Sicherheitsgefühl sehr hoch ist: Eine Kombination von zwei oder mehreren Sicherungsarten ist optimal, um potenzielle Diebe schon im Vorfeld abzuschrecken", rät Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im KfV. "Lenkradschlösser gehören zur serienmäßigen Ausstattung, darüber hinaus gibt es aber noch Bremsscheibenschlösser, Ketten- und Bügelschlösser, Wegfahrsperren und Alarmanlagen, die für mehr Schutz sorgen." Beim Kauf sollte man auf Qualitätsprodukte mit Prüfsiegel setzen, da diese gegen das von Dieben oft eingesetzte Eisspray resistent sind.

Das modernste Sicherheitssystem derzeit ist das GPS-Ortungssystem "Satalarm Bike"."Sobald das Motorrad unbefugt in Betrieb genommen wird, geht in der ÖAMTC-Einsatzzentrale eine Alarmmeldung ein", erklärt Wolfgang Kilian-Löffler vom ÖAMTC. Durch Satellitenortung kann jederzeit punktgenau festgestellt werden, wo sich das Bike befindet. Nach Rücksprache mit Europol und der lokalen Polizei kann der ÖAMTC eine elektronische Motorblockade auslösen. Durch die enge Kooperation mit der österreichischen Polizei und Interpol können so Fahndungen europaweit organisiert werden.

Aber auch im Falle eines Sturzes sendet "Satalarm Bike" einen Notruf ab und verständigt die nächstgelegene Rettungsdienststelle. Mit Hilfe eines speziell für Motorräder entwickelten Kipp-Sensors wird der Neigungswinkel und die Neigungsdauer registriert. Beim Überschreiten der Grenzwerte geht eine Sturzmeldung direkt an die ÖAMTC-Einsatzzentrale. "Mit Hilfe der GPS-Ortung können die Einsatzhelfer direkt an den Unfallort dirigiert werden", zeigt sich der ÖAMTC-Experte vom Sicherheitsvorteil überzeugt.

Hersteller und Vertreiber von "Satalarm Bike" ist das Unternehmen Dolphin Technologies. Anwendbar ist das System für alle Fahrzeuge. Infos zum Dolphin-ÖAMTC-SatAlarm gibt es unter www.oeamtc.at/telematik.

Die laufenden Kosten von neun Euro monatlich gibt es für ÖAMTC-Mitglieder zu einem Sonderpreis von fünf Euro. Die UNIQA unterstützt den Einbau des "Satalarm Bike" durch einen 20-prozentigen Prämiennachlass und A1 verzichtet auf das Aktivierungsentgelt für die dafür nötige SIM-Karte.

Quelle: KfV, ÖAMTC



 

Top-News und

Testberichte