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Testbericht: Der neue Mini Countryman

Die zweite Generation des Mini Countryman zeigt sich erwachsener. Was sich alles geändert hat, verraten wir im folgenden Test.

05.05.2017

Mit der zweiten Generation des Mini Countryman ist der kompakte SUV von Mini erwachsener geworden. Er hat in der Länge um 20 Zentimeter zugelegt und ist auch drei Zentimeter breiter geworden. Der Radstand ist um 7,5 Zentimeter gewachsen, wodurch auch die Passagiere mehr Platz haben. Das Design erinnert zwar noch stark an die erste Generation, dennoch wirkt der neue Countryman durch die neuen Proportionen deutlich harmonischer.

Für unseren Test haben wir das Diesel-Topmodell der Baureihe gewählt, den Mini Cooper SD All4 Countryman, der ab 39.100 Euro erhältlich ist. Im Preis enthalten ist schon eine solide Grundausstattung mit 2-Zonen-Klimaautomatik, 17"-Alufelgen, elektrischen Fensterhebern, Audiosystem, Tempomat, einer 8-Gang-Automatik und noch einigem mehr.

Für einen überaus individuellen Touch und viel Luxus hat bei unserem Testfahrzeug noch eine Fülle an Extras gesorgt. Wir hatten das John Cooper Works Chili-Paket, das Wired-Paket, das Steptronic Sport Getriebe, 19"-Leichtmetallfelgen mit Runflat-Bereifung, die dynamische Dämpfer Control, eine Rückfahrkamera, eine Alarmanlage, das Außenspiegelpaket, eine automatische Heckklappenbetätigung, Dach und Spiegelkappen in Weiß, Interieuroberflächen in Piano Black, die John Cooper Works Sportsitze, ein Panorama Glasdach, eine Sonnenschutzverglasung, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, Sitzheizung vorne, den Driving Assistant inkl. adaptivem Tempomat, die Park Distance Control inkl. Parkassistent, das HiFi Lautsprechersystem von Harman Kardon und einen größeren Kraftstofftank an Bord. Der Gesamtpreis summiert sich damit auf nicht gerade bescheidene 56.687 Euro, dafür fehlt es dem Countryman aber wirklich an nichts mehr.

Im Innenraum zeigt sich der neue Countryman noch luxuriöser als bisher, die verwendeten Materialien wirken deutlich hochwertiger, und man fühlt sich auf Anhieb sehr wohl. Nach wie vor begeistert dabei der Retro-Look, der überaus gekonnt mit moderner Technik kombiniert ist. Ein Highlight sind sicher die Kippschalter in der Mittelkonsole, bei denen auch mittig der Startschalter integriert ist. Man findet sich trotz vieler Funktionen sofort zurecht und fühlt sich richtig wohl im neuen Countryman. Vor allem wenn man die optionalen John Cooper Works Sportsitze wählt, die wirklich perfekten Halt bieten und ausgesprochen bequem sind.

Überhaupt hat der neue Countryman beim Platzangebot deutlich zugelegt, so dass man jetzt auch im Fond noch genug Platz findet und sich wohl fühlt. Sehr praktisch ist die elektrische Heckklappe, die per Knopfdruck den Zugang zum 450 Liter großen Ladevolumen ermöglicht. Durch das Umklappen der Rücksitze kann man bis zu 1.390 Liter Ladevolumen schaffen. Den Passagieren stehen zudem auch viele praktische Ablagen zur Verfügung.

Einen guten Mix aus Fahrspaß und Effizienz verspricht der 2,0 Liter-Turbodiesel, der im Mini Cooper SD All4 Countryman seine Arbeit verrichtet. Die Leistung des Aggregats liegt bei 190 PS (140 kW), und zwischen 1.750 und 2.500 U/Min liefert der Motor sein maximales Drehmoment von 400 Nm. Der Motor hängt dabei gleich vom Start weg sehr gut am Gas, selbst wenn man im "Mid"-Mode unterwegs ist. Schaltet man in den "Sport"-Mode, werden alle Systeme nochmals deutlich nachgeschärft.

Die Gaspedalkennlinie ist noch schärfer, die Schaltung erfolgt später, die Federung wird härter, und man sprintet in nur 7,4 Sekunden aus dem Stand heraus auf Tempo 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht der Mini bei 218 km/h. Sehr fein mit dem Motor harmoniert auch die 8-Gang-Automatik, die im Falle unseres Testwagens auch sportlicher abgestimmt wurde. Die Schaltvorgänge gehen sehr schnell vonstatten und erfolgen auch sehr sanft.

Wie von Mini gewohnt, klebt auch der Countryman perfekt auf der Straße und vermittelt das typische Go-Kart-Feeling. Trotz seiner Länge von 429,9 cm lässt er sich auch auf kurvigen Strecken mit viel Fahrfreude bewegen. Die ausgesprochen direkte Lenkung ist dabei für einen Großteil des Spaßes verantwortlich, aber natürlich auch die hervorragende Straßenlage. Der ALL4 Allradantrieb verteilt die Kraft jederzeit perfekt auf alle vier Räder. So ist man nicht nur bei jeder Witterung sicher unterwegs, man kann mit dem Mini Countryman auch abseits der Straßen gut voran kommen. Für jene, die in ihrer Freizeit gerne Outdoor-Aktivitäten unternehmen und in bergigem Gebiet unterwegs sind, ist der Countryman sicher ein idealer Begleiter.

Die sportliche Auslegung des Fahrzeugs merkt man auch bei Fahrwerk und Federung, selbst im komfortableren "Mid"-Mode ist der Countryman noch sehr straff gefedert, und man spürt die Bodenunebenheiten recht deutlich. Wer es komfortabel möchte, sollte auf die sportliche Sonderausstattung verzichten.

Der Mini Cooper SD ALL4 Countryman zeigt auch beim Verbrauch, dass die sportliche Auslegung etwas an Spritkonsum verursacht. Der Werksverbrauch von 5,1 Litern pro 100 Kilometer ist auch im "ECO"-Mode kaum erreichbar. Wir haben im Schnitt 7,2 Liter pro 100 Kilometer verbraucht, womit der Countryman nicht gerade der Sparmeister ist. Unzufrieden wollen wir damit dennoch nicht sein, immerhin bietet der Offroader auch viel Spaß und ist durch den Allradantrieb auch jederzeit einsetzbar. Das überaus gute Sicherheitspaket inkl. adaptivem Tempomat, Kollisionswarnsystem und Toter-Winkel-Warner spricht ebenfalls für den hohen Qualitätsanspruch des Mini.

Die zweite Generation des Mini Countryman hat in unserem Test auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Der Größenzuwachs zeigt sich im Raumangebot durchaus positiv, und der Mini begeistert nach wie vor mit seinem Retro-Look und der Individualität.

Was uns gefällt:

das Design, die Interieurgestaltung, die Ausstattung, der Fahrspaß, die Straßenlage, die Fahrleistungen, der Mini-Charme

Was uns nicht gefällt:

die Federung könnte komfortabler sein

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 2

Tipp: Mehr Mini News und Tests sowie die Mini Händler in Österreich finden Sie hier.

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