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Der neue Mercedes GLA im Test

Mercedes hat für den GLA 2017 ein neues Facelift gebracht. Was der neue hochbeinige Sternenkrieger zu leisten vermag, lesen Sie im folgenden Testbericht.

30.01.2018

Seit 2013 bereichert der GLA das Produktportfolio der Stuttgarter. Wir haben uns für diesen Test den neuen Mercedes GLA 200d 4matic geholt. In dieser Kombination verspricht der kompakte SUV, uns selbst abseits asphaltierter Straßen beziehungsweise bei widrigen Fahrbedingungen optimal vorwärts zu bringen. Gleich von Beginn an wird deutlich: der neue GLA vereint die Bauweise eines SUV mit einer fast coupéförmigen Linienführung. Damit unterscheidet er sich deutlich von anderen SUV´s mit typischer "Hochbauweise". Aber auch das Interieur wird den Ansprüchen einer Premiummarke durchaus gerecht. Exklusive Materialien sowie hochwertige Verarbeitungsweisen geben dem GLA einen eleganten Touch.

Preislich startet der neue GLA 200d 4matic bei 40.360 Euro. Klingt zunächst in Anbetracht der gebotenen Optik und der Marke nicht überraschend hoch. Jedoch ist man es von Mercedes gewohnt, dass sich jedes Fahrzeug nahezu komplett nach den individuellen Bedürfnissen konfigurieren lässt. Den wahren Durchblick bei den Preislisten haben hier wahrscheinlich nur die Verkäufer selbst. Drei Ausstattungslinien, unzählige Pakete und Einzeloptionen lassen keine Wünsche offen und auch unseren Testfahrzeugpreis gleich auf die Hälfte mehr ansteigen. Um sämtliche Features unseres Testwagens aufzuzählen, würden wir locker noch einen weiteren Bericht füllen. Daher beschränken wir uns zunächst einmal auf die Highlights der Serienausstattung:

Zu diesen gehören unter anderem das Sitzkomfortpaket, Multifunktions-lederlenkrad mit Lenkschaltpaddles für die sportlicheren Momente im Alltag, Attention Assist, Eco Start-Stop-Funktion, Dynamic Select (Comfort, Sport, ECO), adaptives Bremslicht, Tempomat und Window-Bags, sowie eine aktive Motorhaube und das Laderaum-Paket. Nachdem unser Testfahrzeug aus der AMG Line stammt, dürfen natürlich zahlreiche sportlich-elegante Features nicht fehlen. So besitzt der GLA eine anders gestaltete Kühlerverkleidung, ein 15 mm tiefergelegtes Fahrwerk samt Sport-Direktlenkung, gelochte Bremsscheiben vorne, Bremssättel mit Schriftzug und eine zweiflutige Abgasanlage mit integrierten verchromten Endrohrblenden.

Doch auch das Interieur zeigt Eleganz auf der ganzen Linie. Hier wären zunächst die Sportsitze mit Polsterung aus Lederimitat und Microfaser mit roten Ziernähten zu nennen. Diese bieten in Kombination mit dem oben angeführten Sitzkomfortpaket einen ausgezeichneten, ermüdungsfreien Reisekomfort, dank der 4 Wege-Lordosenstütze. Der Fahrersitz mit Memoryfunktion lässt sich ganz einfach über ein Kontrollpaneel seitlich im Türblatt elektronisch verstellen. Aufgrund der Sportsitzkonturierung, die keine geteilte Nackenstütze für die Vordersitze vorsieht, funktioniert dies nur für die Rückenlehne und die Sitzfläche. Der Beifahrersitz kann lediglich manuell verstellt werden.

Der Platzkomfort vorne erscheint auf den ersten Blick größer, als er tatsächlich ist. So fehlt bei Fahrern mit längeren Oberkörpern schon einmal der Abstand zum Dach. Auch beifahrerseitig müssen "Langbeiner" relativ weit nach hinten rutschen, was wiederum den Sitzkomfort auf der Rückbank betreffend Knie und Beinfreiheit eingeschränkt. Doch dies ist bei den meisten Fahrzeugen dieser Klasse immer ein Kompromiss.

Als praktisch erwies sich die elektronische Heckklappe (auch per Fußkick steuerbar), die das Be- und Entladen des SUV deutlich angenehmer und einfacher macht. Mit seinem Ladevolumen beginnend bei 421 Liter schluckt er so manche Einkäufe und Gepäckstücke. Auf Wunsch kann die hintere Rückenlehne umgeklappt oder eine Durchlade geöffnet werden, was das Volumen auf 1.235 Liter erweitert. Die Ablagen im GLA könnten ruhig größer sein. Zwar gibt es unter der verstellbaren Mittelarmlehne zwei USB-Anschlüsse zum Laden des Mobiltelefons, aber keine induktive Ladeschale. Das Entertainmentsystem von Harman Kardon gehört bei Mercedes ebenfalls zur Extraklasse und weiß den SUV perfekt zu beschallen. Selbstverständlich gibt es eine volle Smartphoneanbindung mit Notrufsystem und Sprachsteuerung. Das aufgesetzte Navidisplay ohne Touchfunktion zeigt alle Informationen klar und deutlich.

Einen Großteil unserer Sonderausstattung machen Fahrerassistenz- und Fahrkomfortpakete aus. Unser GLA wurde mit dem Spur-, Ablage-, Keyless-Go-, Spiegel-, Night- und Licht und Sichtpaket ausgerüstet. Ebenso befinden sich ein Fernlichtassistent, LED-Scheinwerfer, 19-Zoll AMG-Leichtmetallräder und die Klimaautomatik Thermotronik mit an Bord. Interessanterweise enthielt unser Testwagen trotz seines dann doch stolzen Endpreises von 60.149 Euro keinen adaptiven Tempomat, der heute in dieser Kategorie eigentlich zum guten Ton gehört.

Der GLA 200d ist ein Vierzylinderdiesel mit einem Hubraum von 2.143 Kubik. Mit seinen 136 PS gehört er nicht zu den Stärksten von Mercedes, zeigt sich aber doch gut dimensioniert für den Alltag. Ausgesprochen leise und kultiviert arbeitet der Selbstzünder, der dank des Sieben-Gang- Automatikgetriebes sogar bei höherem Tempo nicht unangenehm laut wird. Durch sein Drehmoment von 300 Nm besitzt der GLA bereits von unten her viel Kraft. Der Beschleunigungswert von 9,6 Sekunden auf 100 km/h bescheinigt ihm doch einiges an sportlichen Attributen. Trotzdem empfanden wir sein Antrittsverhalten subjektiv deutlich ziviler und weniger sportlich aggressiv. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Seine wahren Trümpfe spielt der Mercedes auf Überlandstrecken und auf der Autobahn aus. Hier weiß er durch hohen Reisekomfort zu überzeugen. Der Müdigkeitswarner im Hintergrund leistet gute Dienste, vor allem wenn es zu längeren Fahrten kommt. Zum Glück besitzt der GLA eine Rückfahrkamera und Parksensoren vorne wie hinten, die das Rangieren und Einparken des ansonsten eher unübersichtlichen SUV deutlich einfacher gestalten.

Der Allradantrieb 4Matic ließ uns während der gesamten Testzeit trotz winterlicher und teilweise widrigster Fahrbedingungen nie im Stich. Für den Fahrer unbemerkt verteilt die Elektronik die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse. Mittels Dynamic Select kann man die Fahreigenschaften des Mercedes und das Zusammenspiel von Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk beeinflussen. So unterstreichen die Stuttgarter die Anpassungsfähigkeit ihres GLA auf alle Alltagssituationen, mal spritsparend durch die Stadt, komfortabel auf der Autobahn oder doch mal sportlich.

Im Wechsel aller Fahrmodi haben wir während unserer Testzeit etwa um die 6,5 Liter Diesel verbraucht. Damit liegen wir deutlich über dem angegebenen Normwert, mussten aber weder beim Fahrspaß noch bei den im Winter doch stark belasteten Stromabnehmern sparen.

Insgesamt können wir dem Mercedes GLA ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Der kompakte Cross-over zeigt sportliche Attribute auch aufgrund seiner Linienführung. Sein exklusives Interieur präsentiert sich gediegen mit leichtem, nicht aufdringlichem sportlichen Touch. Mercedes zeigt mit dem neuen Facelift des GLA, dass SUV´s in Kombination mit Coupélinien dieses Segment in eine neue Ära begleiten.

Was uns gefällt:

AMG-Paket, kultivierter Motor, komfortables Fahrwerk

Was uns nicht gefällt:

Im Testfahrzeug kein adaptiver Tempomat, Überbelegung des Blinkerhebels ist Geschmackssache

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1-
Platzangebot Rückbank: 1-
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 3 (ohne Assistenzsysteme)

Tipp: Mehr Mercedes News und Tests sowie die Mercedes Händler in Österreich finden Sie hier.

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