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Mazda3 Sport mit 105 PS im Test

Dieses Frühjahr präsentierte Mazda für seinen 3er einen neuen sparsamen Dieselmotor. Nach einem kurzen Vorgeschmack damals, war er jetzt für einen ausgiebigeren Test bei uns zu Besuch.

28.10.2016

Bei der Vorstellung des neuen Aggregats überschlug man sich seitens des Konzerns mit Superlativen: extrem verbrauchs- und schadstoffarm sowie noch mehr Laufruhe wurde uns damals in Aussicht gestellt. So waren wir auch entsprechend gespannt, als er zum Showdown in unsere Redaktionsgarage rollte. Äußerlich in Soul-Rot Metallic alles andere als auffällig, hat man den Eindruck, er weiß, dass er schön ist. Das Ganze kombiniert mit der Revolution-Ausstattung soll nun auch den letzten Zweifler an Kompaktwagen und Komfort verstummen lassen.

Das Basismodell beginnt bei 26.690 Euro. Hinzu kommen bei unserem Testfahrzeug lediglich der Aufpreis für die Metalliclackierung und die Navigation. Mit insgesamt 27.910 Euro ist man direkt dabei. Damit gehört der Mazda3 Sport nicht zu den preiswertesten seiner Kategorie, jedoch sprechen zwei Seiten Ausstattungsdetails klar für Komfort und Sicherheit in bester Manier. So bitten wir um Verständnis, dass wir wirklich nur die herausragendsten Highlights der Revolution-Ausstattung anführen.

Für eine bestechende Optik sorgen nicht nur die 18-Zoll-Felgen mit 215/45 R18 Bereifung, die abgedunkelten Scheiben oder der schwarz lackierte Frontgrill, Türgriffe, Seitenspiegel und Stoßfänger in Wagenfarbe sondern auch die Bi-Xenon-Scheinwerfer, die für eine ausgezeichnete Ausleuchtung der Straße sorgen. Tagfahrlicht und Rückleuchten sind LED. Zum allgemeinen Fahrkomfort gehören eine Berganfahrhilfe, City-Notbremsassistent, Dynamische Stabilitätskontrolle mit Traktionssystem sowie ein Regen- und Lichtsensor. Chromeingefasste Nebelscheinwerfer, Kopf/Schulterairbags vorne und ein Reifendruckkontrollsystem geben zusätzliche Sicherheit.

Zutritt gewährt uns der Mazda3 trotz Schlüssel in der Tasche. Der Startvorgang erfolgt ebenfalls auf Knopfdruck. Erst einmal Platz genommen, fühlt man sich gleich wie zuhause. Obwohl die Sitze stoffbezogen sind, greifen sie sich sehr wertig an und wissen durch gute Festigkeit und ebensolchen Seitenhalt zu überzeugen. In den kühleren Jahreszeiten recht angenehm, bis die automatische Zwei-Zonen-Klimaanlage die Innenraumtemperatur im Griff hat, sind die Sitzheizungen der beiden Vordersitze.

Neben einigen Verstellmöglich- keiten findet man dank eines höhen- und längsvariierbaren Lenkrads rasch die angenehmste Fahrposition. Ansonsten gefällt uns die Balance zwischen dezent und schick im Interieur sehr gut. Die matten Chromakzente rund um Display und Luftausströmer heben die Wertigkeit ebenso wie die Türgriffe. Aber es wirkt nicht überladen. Im Gegenteil. Zentraler Blickfang ist das Multimediafarbdisplay mit 7-Zoll-Touchscreen. Dieses ist nicht wie bei anderen Fahrzeugen üblich integriert, sondern auf das Armaturenbrett aufgesetzt, was Spiegelungen nahezu ausschließt. Die Steuerung des Displays erfolgt entweder über den hinter dem Schalthebel befindlichen HMI-Commander, über das Lenkrad oder per Sprachsteuerung, die wirklich zuverlässig funktioniert.

Wenn es um den Sound in einem Mazda geht, so ist die Firma BOSE nicht weit. So auch in unserem 3er, der das Centerpoint2 Soundsystem mit sechs Lautsprechern, CD-Player, AUX- und USB-Anschluss besitzt. Selbstverständlich kann auch via Mobiltelefon Musik wiedergegeben werden. Der Mazda3 hat trotz seiner Kompaktmaße zahlreiche Ablagen, die gut dimensioniert sind und einiges an Dingen "schlucken" können. Der schwarze Soft-Touch-Bezug der Sitze vorne und hinten erweist sich als schmutzabweisend und pflegeleicht.

Wo wir beim Sitzkomfort im Fond wären: Hier gibt es bei dem Japaner wenig zu beanstanden. Wie bei vielen Fahrzeugen dieser Klasse ist die Beinfreiheit meistens ein Kompromiss zu den Sitzpositionen vorne. Trotzdem hat man auch mit langbeinigen Fahrern hinten Platz. Eine Viererbelegung ist ideal, so kann auch die Mittelarmlehne genutzt werden. Eine Fünferbelegung wäre aber ebenfalls denkbar. Kopffreiheit ist auf jeden Fall vorhanden.

Mazda hat im 3er auch seine SKYACTIV 3H Karosseriestruktur verbaut, die bei einem Aufprall einen noch besseren Insassenschutz bietet. In Sachen Laderaum haben die Ingenieure ebenfalls vorteilhaft getüftelt. So bietet er 364 Liter Laderaumvolumen, welches durch 60:40 umlegbare Sitzbänke noch auf 1.263 Liter erweitert werden kann.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Herzstück unseres Testwagens. Der CD 105 besitzt einen Vier-Zylinder-Motor mit einem Hubraum von 1.499 Kubik und leistet wie der Name schon sagt 105 PS. Dies klingt zunächst wenig, doch im Alltagsbetrieb nimmt man dies dem Kompakten in keinster Weise ab. Er dreht agil und spritzig. Definitiv der richtige Schritt der Japaner, auf Hubraumminimierung zu verzichten und dafür bei größeren Dimensionen zu bleiben. Das niedrigere Verdichtungsverhältnis sorgt zusätzlich für eine effizientere Verbrennung. So erreicht der Mazda3 seine 105 PS bei 4.000 Umdrehungen mit einem maximalen Drehmoment von 270 Nm bereits ab 1.600 Touren. Vor allem der letzte Wert sorgt für echten Fahrspaß.

Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Kompaktwagen in exakt 11 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Hervorragend dazu passt das Sechs-Gang-Schaltgetriebe, das auch Schaltfaule sehr zufrieden stellt. Die ausgewogene Balance der Gänge lässt den Motor nie rau klingen, sodass man erst aufgrund der Anzeige den eigentlichen Hinweis erhält, den Gang zu wechseln.

Effizientere Verbrennung bedeutet einen niedrigen Verbrauch, und so konnten wir zwar während unserer Testzeit den kombinierten Wert von 3,8 Litern nicht erreichen, zeigen uns aber mit fünf Litern im Drittelmix durchaus zufrieden. Das Start-Stop-System, bei Mazda i-stop genannt, ist ebenfalls serienmäßig mit an Bord.

Das Fahrwerk des Mazda3 zeigt sich herstellertypisch gewohnt angenehm straff. Er reagiert auf Lastwechsel ohne Wimpernzucken. Trotzdem schont er die Bandscheiben bei Bodenunebenheiten. Seine Lenkung reagiert angenehm direkt, sodass das Manövrieren keinerlei Problem darstellt. Parksensoren vorne und hinten sowie eine Rückfahrkamera erleichtern das Einparken.

Wir finden, dass der Mazda3 mit dieser Motorisierung wirklich eine gute, wenn nicht sogar geniale Lösung ist. Einzig der Preis mit knapp 28.000 Euro steht dem großen Jubel entgegen. Wer sich daran jedoch nicht stößt, erhält ein topausgestattetes, fesches Auto mit relativ niedrigem Verbrauch und sehr guter Leistungsperformance.

Was uns gefällt:

Motorisierung als Ganzes: Sparsamkeit, Laufkultur, Performance

Was uns nicht gefällt:

Preis, Heizung braucht ihre Zeit

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 2
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 2

Tipp: Mehr Mazda News und Tests, aktuelle Mazda Gebrauchtwagen sowie die Mazda Händler in Österreich finden Sie hier.

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