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Mazda CX-5 mit 194 PS Benzinmotor im Test

Als neue Top-Motorisierung bietet Mazda einen 194 PS starken Benziner für den CX-5 an. Wir verraten im folgenden Test, was für den Benziner spricht.

16.03.2018

Nach dem Dieselskandal und drohenden Fahrverboten für Dieselautos in manchen Städten, hat der Dieselmotor nicht mehr den besten Ruf. Gerade zur richtigen Zeit, jetzt wo der Stern des Diesel im sinken ist, kommt Mazda mit einer guten Alternative. Der neue 2,5 Liter-Benzinmotor mit 194 PS (143 kW) verspricht schon am Papier viel Fahrspaß bei akzeptablem Verbrauch. Als erster Mazda-Motor verfügt er über eine variable Zylinderabschaltung, die beim Spritsparen helfen soll. Die Top-Motorisierung ist ausschließlich in Kombination mit Allradantrieb und Automatik verfügbar, wir haben unser Testauto zudem noch in der Top-Ausstattungslinie "Revolution Top" erhalten.

Im Listenpreis von 42.190 Euro ist dann schon so ziemlich alles mit an Bord, was das Leben schön, sicher und komfortabel macht. Unter anderem gibt es LED-Scheinwerfer, einen adaptiven Tempomat mit Stop&Go-Funktion, einen intelligenten Bremsassistent, ein Bose Soundsystem mit 10 Lautsprechern, einen City-Notbremsassistenten, einen aktiven Spurhalteassistenten, Ledersitze mit Sitzheizung vorne und hinten, ein Head-up-Display, Lenkradheizung, eine Einparkhilfe vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, 19"-Alufelgen, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und noch vieles mehr.

Optional hatten wir nur noch eine Metallic-Lackierung und eine Navi-Karte für das Infotainment- system dabei, womit der Endpreis mit 43.680 Euro knapp 1.000 Euro unter dem gleich ausgestatteten Diesel liegt.

Im Innenraum gibt es im Vergleich zum Diesel nur zwei kleine Änderungen: Der rote Bereich des Drehzahlmessers beginnt später und neben dem Automatikwählhebel gibt es einen Schalter für den Sport-Modus. Sonst zeigt sich auch der Benziner überaus wohnlich, modern und mit einer Top-Verarbeitung, die sich auch vor deutscher Premium-Konkurrenz nicht verstecken muss. Die Armaturen sind sehr übersichtlich und vermitteln einen ebenso sportlichen Touch wie das Multifunktionslenkrad, das sehr gut in der Hand liegt und auch beheizbar ist.

Mit 7" Diagonale ist der Touchscreen zwar nicht der größte in der Klasse, besticht aber mit einer schönen Darstellung und einfachen Bedienung. Lediglich, dass die Touch-Funktion nur im Stand funktioniert, stört etwas. Änderungen sind dann nur über das zwischen den Vordersitzen positionierte Dreh/Drück-Rad möglich, was nicht weniger ablenkt als die Bedienung über den Touchscreen. Nach der Rüge gibt es aber auch gleich ein großes Lob, nämlich für das Head-up-Display. Dieses gibt praktischerweise auch einen Hinweis, wenn sich Fahrzeuge im toten Winkel befinden.

Trotz sportlichem Design zeigt sich der Mazda beim Platzangebot recht großzügig, selbst im Fond gibt es noch viel Raum. Für die Urlaubsreise oder Transportaufgaben stehen 506 bis 1.620 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung, was auch ausreichend sein sollte.

Zum sportlichen Charakter des CX-5 sollte auch der 2,5 Liter-Benzinmotor gut passen. Schön ist vorweg einmal, dass sich Mazda nicht dem Downsizing-Wahn angeschlossen hat und noch Motoren mit ordentlich Hubraum im Programm hat. Schon nach den ersten Metern weiß der Motor zu begeistern. Die 194 PS (143 kW) fühlen sich sehr agil an, als ob der Mazda noch deutlich mehr Leistung hätte. Der Motor verfügt immerhin auch über ein maximales Drehmoment von 258 Nm, was für einen Benziner kein schlechter Wert ist. Der Motor zeigt sich über das gesamte Drehzahlband sehr agil und harmoniert perfekt mit der 6-Gang-Automatik.

Es gibt zwar schon Getriebe mit mehr Fahrstufen, dennoch kann die 6-Gang-Automatik im Madza überzeugen. Die Gänge werden schnell und sanft gewechselt, so dass man von den Schaltvorgängen eigentlich so gut wie nichts merkt. Schon im normalen Fahrmodus hat der Mazda in jeder Lebenslage sehr viel Kraft, schaltet man in den Sport-Modus, zaubert der Motor aber nochmals ungeahnte Reserven hervor. Egal ob beim Sprint von 0 auf 100 km/h, den der Benziner in 9,2 Sekunden erledigt, oder beim Überholen - man hat nie das Gefühl, zu wenig Kraft zur Verfügung zu haben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h und sollte somit für die Autobahn in Österreich auch mehr als ausreichend sein.

Wer den Mazda CX-5 G194 sachte bewegt, wird auch an die vom Werk versprochenen 7,1 Liter pro 100 Kilometer heran kommen. Wir haben uns eher von der sportlichen Seite verführen lassen und sind auf 8,8 Liter pro 100 Kilometer gekommen - damit verbraucht er nur knapp einen Liter mehr als der stärkste Diesel in unserem letzten Test gebraucht hat. Der geringe Mehrverbrauch zahlt sich auch schon von der Akustik her aus, der Benziner läuft deutlich ruhiger als der Diesel und verwöhnt somit auch mit einem geringeren Innengeräuschniveau.

Seine sportliche Seite zeigt der Mazda auch bei Fahrwerk und Federung, die für einen Familien-SUV ziemlich straff ausgefallen sind. Bodenunebenheiten werden nicht sehr gerne weggefiltert und sind durchaus im Innenraum von den Passagieren spürbar. Dafür liegt der CX-5 für einen SUV perfekt auf der Straße und vermittelt dank der sehr direkten Lenkung auch ein hohes Maß an Agilität.

Vorne mit dabei ist der CX-5 auch bei der Sicherheits-ausstattung. Neben dem adaptiven Tempomat mit Stop&Go-Funktion gibt es auch ein Notbremssystem für vorne und hinten. Das heißt, der CX-5 stoppt auch automatisch, wenn man aus einem Schrägparker rückwärts rausschiebt und ein anderer Verkehrsteilnehmer kommt.

Der Mazda CX-5 G194 AWD AT hat in unserem Test auf jeden Fall eine sehr gute Figur gemacht und gezeigt, dass es in dieser Klasse keinesfalls ein Diesel sein muss. Wir waren vom Benziner sehr angetan, er vermittelt viel Fahrspaß, ist ruhiger als der Diesel, aber beim Verbrauch fast so sparsam. Wer an die Zukunft und mögliche Fahrverbote für Diesel-Pkw denkt, sollte auf jeden Fall den wirklich gelungenen Benziner von Mazda ins Auge fassen.

Was uns gefällt:

Das Design, der Benzinmotor, die Ausstattung, der Fahrspaß, das Platzangebot, die Verarbeitung, die Sicherheits- aussattung, dass das Head-up-Display auch Fahrzeuge im toten Winkel zeigt

Was uns nicht gefällt:

Dass der Touchscreen nur im Stand funktioniert

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1-
Kofferraum: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

Tipp: Mehr Mazda News und Tests sowie die Mazda Händler in Österreich finden Sie hier.

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