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Massenkarambolage auf der Autobahn - Wer zahlt ?

Zwei Drittel aller Unfälle auf Autobahnen sind Auffahrunfälle

26.03.2008

"Massenkarambolagen und Auffahrunfälle auf Autobahnen können nur durch vergrößerte Sicherheitsabstände vermieden werden", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher. Anlässlich des gestrigen Massenunfalles auf der West Autobahn (A1) appelliert Rohracher dringend an die Autofahrer, ihren Abstand zum Vordermann immer den Wetterverhältnissen anzupassen und die Geschwindigkeit entsprechend zu reduzieren.

Bei zwei Drittel aller Unfälle ist zu knappes Auffahren die Hauptunfallursache auf Österreichs Autobahnen. "Geschwindigkeitskontrollen auf gefährlichen Autobahnabschnitten sind sinnvoll. Wie der gestrige Unfall zeigt, wäre es allerdings noch wichtiger, besonders bei schlechter Witterung die Sicherheitsabstände auf den Autobahnen zu kontrollieren, damit der Ruf der Autobahnen als sicherste Straßen aufrecht erhalten bleibt", so Rohracher weiter.

Bei Schönwetter beträgt der empfohlene Mindestabstand drei Sekunden (oder 40 - 50 Meter). Das entspricht in etwa der Länge von zwei Lkw-Zügen. Bei Schlechtwetter verlängert sich der Bremsweg: Bei Nässe auf das Doppelte, bei kritischen Verhältnissen (wie Schneefall und Eis) auf das Drei- bis Vierfache.

Nach Massenkarambolagen ist die Verschuldensfrage meist nur schwierig zu klären, berichtet der ARBÖ. In Österreich beauftragt der Versicherungsverband bei Serienunfällen eine bestimmte Versicherungsgesellschaft mit der Abwicklung des Schadens. Auskunft dazu erteilt den Betroffenen der Versicherungsverband. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen betonen allerdings, dass die Chancen nach Massenunfällen den gesamten Schaden ersetzt zu bekommen, gering sind. Nach ihren Erfahrungen wird meist ein Mitverschulden von 25 bis 50 Prozent angenommen: In der Praxis heißt das, dass der Schaden am eigenen Fahrzeug fast immer zu einem großen Teil selbst getragen werden muss. Außer man ist kaskoversichert.

Quelle: ÖAMTC / ARBÖ



 

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