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Nachts, wenn der Marder kommt

Im Juli und August sind Steinmarder besonders aggressiv - und Autos besonders gefährdet


27.06.2008

Der Steinmarder lebt im Gegensatz zum Baummarder gerne in der Nähe menschlicher Siedlungen. Seine Anpassungsfähigkeit an menschliche Zivilisation hat ihm mittlerweile auch die Bezeichnung Hausmarder eingebracht. Den Tag in Speichern oder Heuböden verschlafend, geht er nachts auf Raub nach Mäusen, Ratten und Wildkaninchen oder bodenbrütenden Vögeln. Im Spätsommer nascht er auch gerne am süßen Obst.

Durch seine Vorliebe in den Motorraum von Autos, die noch Restwärme abgeben, einzudringen und dort alle möglichen Kabel, Schläuche oder Leitungen anzubeißen oder gar durchzunagen, hat er sich ziemlich unbeliebt gemacht. Besonders im Juli und August, wenn die Ranz, d.h. die Paarungszeit des Marders beginnt, kann es zu Schäden an Autos kommen. Die nachtaktiven Nager sind in dieser Phase besonders aggressiv. Gefährdet sind PKWs, die in Gebieten parken, in denen männliche Nebenbuhler ihre Duftmarken bereits an den Fahrzeugen setzen konnten. In blinder Wut attackiert der Marder mit seinen spitzen Zähnen alle möglichen Schläuche des markierten Motorraumes.

Judith Brettmeister von der aktion tier Geschäftsstelle in München weist darauf hin, dass man in diesen beiden Monaten vor Fahrbeginn darauf achten soll, ob Kabelteile herumliegen oder ausgelaufene Flüssigkeit zu sehen ist. Wer glaubt, der Motorraum seines Fahrzeuges ist bereits von einem Marder mit dessen Duftnote versehen worden, dem hilft nur noch eine Motorwäsche. Geschützt sind Fahrzeuge, die in Garagen geparkt werden, in die die kleinen Tierchen nicht eindringen können.

Um den Marder zu Vergrämen werden oft Geräte verwendet, die Ultraschallwellen aussenden. Für Menschen nicht zu hören, geben sie einen für die Tiere äußerst unangenehmen Ton ab. Auch elektrische Geräte, die wie Weidezäune arbeiten, also dem Marder harmlose Stromschläge geben, können eine gewisse Vorsorge vor Marderbissen im Motorraum bringen. Von den Werkstätten werden auch spezielle Ummantelungen aus Hartkunststoff angeboten, mit denen man Zünd- und Elektrokabel schützen kann. Viele schwören auch auf ein Gitter, meist im Holzrahmen angebracht, die man unter das abgestellte Kfz schiebt und hoffentlich nicht vergisst, am nächsten Tag wieder zu entfernen.

Dagegen, führt Judith Brettmeister aus, sind Hausmittelchen, wie Diesel, Hundehaare oder Klosteine in ihrer Wirksamkeit äußerst zweifelhaft.

Quelle: aktion tier



 

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