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Wellness-Tipps für lange Autofahrten

Wie man trotz langen Fahrten entspannt ans Ziel kommt

09.08.2007

Für nervlich strapazierte Autofahrer ist das Unfallrisiko fünfmal höher als für ausgeglichene Fahrer, warnen Experten. Deswegen sollte bei langen Autofahrten darauf geachtet werden, dass alle zwei Stunden Pausen eingelegt werden. Diese kann und soll man auch für Entspannungsübungen nutzen, rät Primaria Dr. Ingrid Heiller, Leiterin des Physikalischen Instituts am Orthopädischen Spital Speising in Wien.

Wenn Sie bei langen Autofahrten Schmerzen im Nacken bekommen, helfen folgende "Anspannungsübungen":

  1. Die Schultern 10 Sekunden hochziehen und anschließend wieder lockerlassen.

  2. Den Nacken 10 Sekunden gegen die Kopfstütze drücken. Dabei darauf achten, dass Sie den Kopf nicht heben, sondern so gegen die Nackenstütze drücken, dass sie ein Doppelkinn machen. Dann wieder lockerlassen.

  3. Anschließend noch die Schultern gegen den Sitz drücken, dabei auch gleichzeitig den Kopf an die Nackenstütze wie vorher lehnen, 10 Sekunden halten und wieder lockerlassen. Das durchblutet, vermeidet Muskelverspannungen und fördert außerdem die Konzentration.


Orthopädisch korrekte Sitzposition

Um die Belastung der Wirbelsäule zu reduzieren, sollte man auf einen richtig eingestellten Autositz achten: Die Rücklehne sollte nicht zu weit nach hinten geneigt sein. Optimal ist eine Neigung von 100 Grad. Das Gesäß soll so dicht wie möglich an die Rückenlehne herankommen. Wer mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, greift am besten auf ein so genanntes Lordosekissen zurück, das in Autofahrerclubs zu beziehen ist, oder hilft sich mit einer Handtuchrolle, die zwischen Rücken und Sitz positioniert wird.

Der Abstand zu den Pedalen soll so eingestellt sein, dass die Pedale bei leicht angewinkelten Knien durchgetreten werden können. Zur Kopfstütze: Diese soll mit der Oberkante des Kopfes auf gleicher Höhe liegen. Und die Schultern sollten immer - auch bei Lenkbewegungen - auf der Rückenlehne anliegen.

Gefahr Klimaanlage

Die Klimaanlage sollte übrigens nicht zu lange und nicht zu kühl eingestellt sein. Wenn Sie die Klimaanlage lange laufen lassen, legen Sie sich ein Baumwolltuch über Nacken und Schultern - sonst ist eine Nackensteife vorprogrammiert.

Prim. Dr. Ingrid Heiller gibt auch noch folgende allgemeinmedizinische Ratschläge:

  • Flüssigkeitszufuhr: Bei extremer Hitze sollen bis zu vier Liter pro Tag getrunken werden - am besten Wasser, Früchtetees und isotone Getränke, die die verlorenen Mineralstoffe ersetzen.
  • Blutzirkulation: Wer zu Krampfadern neigt, soll alle zwei Stunden pausieren, sich die Beine vertreten und durch Kniebeugen die Blutzirkulation des Körpers wieder ankurbeln. Um Beinschwellungen und Thrombose zu vermeiden, sind Stützstrümpfe aus Baumwolle zu empfehlen.
  • Richtige Ernährung: Vermeiden Sie fettreiche Kost; diese macht zusätzlich müde. Stattdessen sollte man auf Vollkornbrote, Obst und Gemüse zurückgreifen.


Und noch einen Tipp gibt Prim. Dr. Heiller leidgeprüften Autofahrern mit auf den Weg: "Falls Ihre Kinder von der langen Autofahrt unruhig oder quengelig werden, legen Sie mal eine spannende Hör-CD ein. So wird die Autofahrt für die ganze Familie zum Hörerlebnis!"

Quelle: ots



 

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