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Kritik: Lampentausch beim Auto oft sehr kompliziert

Zu viele "einäugige" Autofahrer auf den Straßen unterwegs

02.11.2005

"Mit 15. November tritt die gesetzliche Pflicht zum Fahren mit Licht am Tag in Kraft, gleichzeitig sind aber immer mehr Autofahrer mit defekten Scheinwerfern oder Rücklichtern unterwegs", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Ein wesentlicher Grund dafür sind oft komplizierte oder für Laien kaum selbst durchführbare Lampenwechsel bei einigen neuen Fahrzeugmodellen. "Leider vergessen Fahrzeughersteller bei der Entwicklung neuer Modelle zu sehr auf die Alltagstauglichkeit. Auf Design wird oft mehr Wert gelegt, als auf kundenfreundliche Technik", so Kerbl. Eine vom ÖAMTC bereits im Vorjahr durchgeführte Erhebung unter 68 aktuellen Fahrzeugmodellen hat gezeigt, dass oft größere Demontagearbeiten notwendig sind, um an ein defektes Scheinwerferlicht heranzukommen und es austauschen zu können.

Als unzumutbar bezeichnet der Club-Experte den Wechsel der Abblend- und Fernlichtlampen etwa bei Fiat Stilo, Ford Fiesta, Renault Scenic II, Smart City Coupé/Cabrio und Daewoo Nubira. "Das passende Werkzeug dafür fehlt und in der Bedienungsanleitung gibt es keine entsprechenden Beschreibungen. Stattdessen finden sich Hinweise, den Wechsel in einer Werkstatt vornehmen zu lassen", kritisiert Kerbl. Aufwändige Ausbauarbeiten sind nötig, um an die Lampe zu kommen. So müssen beim Ford Fiesta Kühlergrill und Scheinwerfer, beim Fiat Stilo Verkleidungen sowie die Batterie und beim Smart City Coupé/Cabrio gar die ganze Frontverkleidung abgebaut werden. "Gerade bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen spielt ein gewisses Sicherheitsrisiko mit, wenn eine ausgebrannte Lampe nicht rasch ersetzt werden kann und deshalb die Fahrt mit defekter Lichtanlage fortgesetzt werden muss", sagt der ÖAMTC-Techniker.

Gerade noch mit Bordwerkzeug ist der Lampentausch bei Chrysler Grand Cherokee, Ford Mondeo, Fiat Punto und Opel Vectra möglich. Bei diesen Fahrzeugmodellen muss entweder der Scheinwerfer komplett ausgebaut oder die Batterie beziehungsweise das Luftfiltergehäuse entfernt werden. Weniger Probleme gibt es beim Alfa Romeo 147 oder dem BMW Z4, der Wechsel war mit Bordwerkzeug binnen 20 Minuten möglich.

Manche Fahrzeughersteller haben diesbezüglich aber dazu gelernt. Während etwa beim Golf IV noch ein Lampenwechsel in der Werkstatt notwendig war, ist der Austausch beim Nachfolger Golf V bereits ohne Werkzeug und äußerst rasch durchzuführen. "Das Beispiel Volkswagen zeigt, dass auch bei neuen Modellen das Wechseln von Scheinwerferlampen sehr einfach gestaltet werden kann", so Kerbl.

Der ÖAMTC-Experte fordert:

  • Der Glühlampentausch muss einfach und ohne Spezialwerkzeug auch für den Laien machbar sein, immerhin ist ein Sicherheitsrisiko gegeben, wenn ein Lampenwechsel vor Ort nicht problemlos möglich ist.

  • Die für den Lampenwechsel erforderlichen Arbeitsschritte müssen in den Bedienungsanleitungen verständlich und anschaulich beschrieben werden.

  • Alle Fahrzeuge sollten mit einer Anzeige für ausgefallene Fahr- und Schlusslichter ausgestattet sein.

Heckleuchten wurden in den Test nicht hineingenommen, da der Zugang zu den Lampenfassungen leichter gestaltet ist. Xenonlampen wurden ebenfalls nicht berücksichtigt, da die Lebensdauer dieser Lampen konstruktionsbedingt deutlich höher ist als bei den üblichen Halogenlampen. Außerdem dürfen sie nur von Fachleuten gewechselt werden.

ÖAMTC-Mitglieder haben ganzjährig bei allen Club-Stützpunkten die Möglichkeit, die Lichtanlage ihres Fahrzeuges kostenlos einer Lichtüberprüfung zu unterziehen. Dabei werden Funktion, Zustand, Dichtheit, Befestigung und Einstellung der Beleuchtungs- und Warneinrichtungen des Fahrzeuges getestet. Für Nicht-Mitglieder gilt der gratis Licht-Check noch bis 31. Dezember 2005.

Weitere Informationen und die Hersteller-Tabelle zur ÖAMTC-Lampenwechsel-Erhebung sind auf der Webseite des Clubs abrufbar ...

Quelle: ÖAMTC



 

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