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Richtige Lackpflege beim Auto

Ungeeignete Polituren wirken wie Schleifpapier und zerstören den Lack

08.05.2008

Gerade im Frühling will man, dass der Lack des Fahrzeugs glänzt. "Vorsicht gilt allerdings bei der Verwendung von aggressiven Mitteln wie Lackreinigern oder Schleifpasten, denn die können den Lack schwer beschädigen", sagt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. Bei unsachgemäßer Verwendung von Poliermaschinen kann es ebenfalls Probleme geben. Benützt man das Gerät zu lange an derselben Stelle, wird die Lackschicht abgeschliffen. In Polituren sind Schleifmittel enthalten, die beim Polieren jedes Mal eine dünne Schicht des Lacks abtragen. "Das sind zwar nur einige tausendstel Millimeter, aber die dünne Lackschicht wird bei allzu häufigem Polieren schnell weniger", erklärt Stix und gibt folgende Tipps.

  • Wahl des Poliermittels: Aufgrund des hohen Schleifmittelanteils darf bei Neuwagen kein starkes Poliermittel zum Einsatz kommen. Es reicht die Konservierung mit Wachs. Grundsätzlich ist eine dem Zustand des Lacks unterschiedliche Behandlungsmethode wichtig. Je nachdem ob der Lack neu und glänzend, leicht ermattet oder schon blass und stumpf ist. "Im Zweifelsfall sollte man sich für das schwächere Produkt entscheiden. Informationen dazu stehen auf der Verpackung", sagt der ÖAMTC-Techniker.
  • Autowäsche: Bevor es ans Polieren geht, muss das Fahrzeug gründlich gereinigt werden. Zunächst mit einer Vorwäsche und anschließend in der Waschstraße. "Schmutzpartikel auf dem Lack wirken wie Schleifpapier und sorgen unter Umständen für neue Kratzer", erklärt Stix.
  • Reinigung von hartnäckigem Schmutz: Mit Insekten-, Teer- und Flugrostentfernern können die restlichen Verunreinigungen entfernt werden.
  • Tiefergehende Schäden: Schäden, die beispielsweise durch Steinschlag entstanden sind, sollte man mit einem Lackstift ausbessern.
  • Kunststoffteile schützen: Die Kunststoffteile behandelt man am besten mit einem Pflegemittel, damit Politurreste nicht auf dem Kunststoff haften bleiben.
  • Eigentliche Lackpflege: Das Fahrzeug sollte nicht unter direkter Sonneneinstrahlung poliert werden, sondern im Schatten. "Die Außenhaut des Autos kann sich in der Hitze auf über 80 Grad aufheizen, das Mittel würde zu schnell eintrocknen. Die optimale Wirkung von Poliermitteln liegt bei ca. 20 Grad", erläutert der ÖAMTC-Techniker. Am besten arbeitet man abschnittsweise. Also zuerst behandelt man beispielsweise den Kotflügel und dann die nächste Fläche. Damit erreicht man eine gleichmäßigere Glanzwirkung. Polituren sollten nur sanft und mit möglichst gleichmäßigem Druck aufgetragen werden.
  • Wachs auftragen: Zum Abschluss verwendet man für das fertig polierte Fahrzeug Wachs, um den Lack zusätzlich zu schützen. Die Kombination von Politur und Wachs bildet eine Schicht, die den Lack bis zu einem halben Jahr vor Umwelteinflüssen wirksam abschirmt. Sie schützt vor Rost, UV-Strahlen, Vogelkot und Baumharz. "Auf einer behandelten Stelle perlt das Wasser in großen Tropfen ab", so der ÖAMTC-Techniker abschließend.

Quelle: ÖAMTC



 

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